Montag, 24. Juni 2019
Freitag, 20. Juli 2018

TORGAU

Käthe-Kollwitz-Neubau: "Eine Bereicherung für Torgau"

So soll der Neubau nach seiner Fertigstellung 2019 aussehen. Foto: Torgauer Wohnstätten

von unserem Volontär Nick Leukhardt

Torgau. Wohnstätten und Volkssolidarität geben einen Vorausblick auf ihr "Herzensprojekt", den Neubau der Kita Käthe Kollwitz hinter der Sporthalle am Wasserturm.

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Lenkt man dieser Tage seine Schritte hinter die Sporthalle am Wasserturm in Torgau, dann findet man dort nichts weiter als mehrere tausend Quadratmeter Brachfläche. Es lässt sich kaum erahnen, was hier später einmal gebaut werden soll und trotzdem, in gerade einmal einem Jahr sollen hier bereits die ersten Kinder spielen. Denn an diesem Ort, direkt neben dem Sportplatz, soll demnächst die neue Kita Käthe Kollwitz gebaut werden.

Eine echte Herzenangelegenheit

„Mit der Vorplanung sind wir mittlerweile so gut wie fertig“, berichtet Andreas Huth freudig von dem Projekt, zu welchem er die TZ, zusammen mit dem Volkssolidaritäts-Chef Josef Tremmel, zum Interview eingeladen hat. Man merkt dem Geschäftsführer der Torgauer Wohnstätten GmbH, welche das gesamte Projekt realisiert, sichtlich an, dass es dabei für ihn nicht nur um das Geschäft an sich geht, sondern dieser große Neubau auch ein wahre Herzensangelegenheit ist.

Denn die neue Kita soll Torgau wahrlich nach vorne bringen. Eine Investition in die Zukunft soll sie sein und auch weiterhin dem  jungen Blut in Torgau eine bestmögliche Chance geben, geborgen aufzuwachsen.

Und auch als Josef Tremmel anfängt, über das neue Gebäude zu schwärmen, welches die Volkssolidarität (VS) als Träger der Kita Käthe Kollwitz ab dem nächsten Jahr mietet, gibt es für ihn kein halten. Groß soll es werden, wunderschön soll es werden und vor allem auch sicher soll es werden. Denn hier lag bei dem alten Gebäude am Leipziger Wall der Hase im Pfeffer. „Der Brandschutz war dort schon immer das Damoklesschwert, welches über unser aller Köpfe schwebte“, erklärt er. „Uns waren die Hände gebunden, weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Wir konnten es weder vernünftig den aktuellen Bestimmungen anpassen noch einfach abreißen. Also haben wir diese neue Bleibe wirklich dringend gebraucht.“

Und dass die neue Bleibe weit mehr ist, als nur eine Ausweichlösung, steht für Tremmel auch schon lange fest. Denn für den VS-Chef ist dieser Neubau ein wahrer Glücksgriff. „Dadurch, dass wir von Anfang an mit den Wohnstätten zusammenarbeiten, um dieses Projekt auf die Beine stellen, wird es auch genau auf unsere Bedürfnisse angepasst. Bisher mussten wir immer improvisieren, jetzt ist alles so, wie wir es uns wünschen.“ So bekommt das neue Gebäude zum Beispiel einen 80 Quadratmeter großen Sportraum, ein eigenes Computerkabinett und wird komplett barrierefrei. Denn war es im alten Gebäude für gehbehinderte Menschen noch enorm schwierig, über die Treppen das zweite Stockwerk zu erreichen, wird nun ein topmoderner Aufzug in das Gebäude integriert.

Noch ist nicht viel zu sehen auf dem Gelände beim Wasserturm.

Ganz viel Platz zum Toben

„Und auch die Außenanlagen, welche hier dann im nächsten Jahr angelegt werden sollen, sind mehr als wir uns je hätten wünschen können.“ 2000 Quadratmeter sollen diese betragen und damit den Kindern mehr als genug Raum geben, sich nach allen Regeln der Kunst auszutoben. „Und falls wir dann doch mal noch ein bisschen mehr Platz für sportliche Aktivitäten brauchen, haben wir ja immer noch den Sportplatz nebenan.“ Denn diesen kann die Kita, genauso wie die rund 20 Parkplätze neben dem Gelände, einfach frei mitnutzen. „Noch ein Pluspunkt für den Standort“, sagt Tremmel schmunzelnd.

Zu sehen gibt es dort, wo bis Anfang dieses Jahres noch ein großer Garagenkomplex stand, zwar bislang noch nicht viel, im Hintergrund tut sich jedoch schon so Einiges. Nachdem im Juni sowohl Miet- als auch Betreibervertrag unter Dach und Fach gebracht wurden, steht nun die Vorplanung der Wohnstätten kurz vor dem Ende. Wie Andreas Huth berichtet, habe man einen positiven Bauvorbescheid erhalten und würde sich nun daran machen, alles Nötige für den Antrag einer Baugenehmigung vorzubereiten. „Es ist wirklich wichtig im Vorfeld in Bezug auf die grundsätzliche Bebaubarkeit, insbesondere den Belangen des Emissions- und Denkmalschutz Klarheit zu haben. Die Planung sieht vor mit der Gründung des Bauwerkes im November zu starten."

Der kleinste Schritt

Und das Bauen an sich, dass wird dann wohl fast der kleinste Schritt des gesamten Prozederes. Denn um sowohl Zeit als auch Kosten einzusparen, hat man sich bei den Wohnstätten für eine so genannte modulare Bauweise entschieden. Das neue zweigeschossige Gebäude in L-Form mit 51 und 38 Meter Länge, soll aus gerade einmal 47 Modulen zusammengebaut werden. Quasi wie ein Playmobil-Puppenhaus, nur ein bisschen größer.

Dafür arbeitet die Torgauer Wohnstätten GmbH mit der AHLO Systembau GmbH zusammen, welche die einzelnen Module genau nach den Wünschen der Wohnstätten und der Volkssolidarität anfertigen wird. „Für uns stand diese modulare Bauweise von Anfang an fest“, sagt Andreas Huth. „Die Bauteile werden modular gefertigt, wir brauchen einen Bruchteil der Bauzeit im Gegensatz zu einem monolithischen Gebäude. Das bedeutet aber auch, dass bei der Planung auf Grund des hohen Grades der Vorfertigung an jedes Detail gedacht werden muss. So sind zum Beispiel nachträgliche Zusammenlegungen von Räumen oder grundsätzliche Änderungen an der Haustechnick nicht möglich. Das Ziel der Inbetriebnahme der Einrichtung im Sommer nächsten Jahres ist nur mittels modularer Bauweise realisierbar.

Nicht alles neu

Ein Jahr soll es noch dauern, bis die neue Kita Käthe Kollwitz bezugsfertig ist. Mit dem Ende der Ferien 2019 soll das alte Gebäude aus- und das neue eingeräumt sein. Denn die Inneneinrichtung der neuen Kita soll nicht in Gänze frisch angeschafft werden, auch ein Teil der alten Käthe Kollwitz soll mit rüber wandern. „Es wäre ja eine völlige Verschwendung, wenn wir die komplette Einrichtung aus unserer alten Kita entsorgen würden. Zwar werden große Teile der Inneneinrichtung neu angeschafft, aber die Sachen die noch gut sind, die nehmen wir mit.“ Hier denkt Josef Tremmel zum Beispiel an die Küche der Kita, welche sich noch in einem optimalen Zustand befindet. „Der Umzug ist dann auch tatsächlich der letzte große Schritt, welchen wir für unsere neue Kita machen müssen. Ich freue mich darauf und bin mehr als guter Dinge, dass die neue Bleibe Hort-, Kindergarten- und Krippenkinder eine wahre Bereicherung für unsere Stadt wird.“

Josef Tremmel (Geschäftsführer VS), Detlef Linke (Technische Gebäudeverwaltung Wohnstätten) und Andreas Huth (Geschäftsführer Wohnstätten) bei der Unterzeichnung des Mietvertrags. (v.l.n.r.)
Fotos: TZ/ Leukhardt
 

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