Samstag, 4. April 2020
Mittwoch, 18. März 2020

TORGAU

"Wir müssen füreinander da sein"

Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth Foto: TZ/ Archiv

Von Eileen Jack

Torgau. Romina Barth im Gespräch zum neu gegründeten Helfernetzwerk, dass Hillfe-Suchende und freiwillige Helfer zueinander bringen soll.

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Seit Montag dieser Woche ist als Reaktion auf die aktuelle Situation rund um die Ausbreitung des Corona-Virus das Helfernetzwerk der Stadt Torgau online. Hier können sich zum einen Hilfsbedürftige melden, die Unterstützung benötigen. Diese wird dann von der Verwaltung organisiert und koordiniert. Aber auch Bürger, die helfen wollen, sind im Netzwerk herzlich willkommen. Nähere Informationen zum Netzwerk gab Oberbürgermeisterin Romina Barth im Gespräch:

Weshalb hat sich die Stadt dazu entschieden, die Koordination eines solchen Netzwerkes in ihre Hand zu nehmen?
R. Barth:
In der aktuellen Zeit und Situation müssen wir hier in Torgau füreinander da sein. Ich nehme im Alltag leider zunehmend war, dass noch nicht alle verstanden haben, wie ernst die Lage ist und wie wichtig es ist, sich in seinen Aktivitäten einzuschränken! Muss ich zum Beispiel jeden Tag einkaufen gehen? Reicht nicht einmal in der Woche? Muss ich jetzt unbedingt in den Garten- oder Baumarkt? Gerade Ältere sind angehalten zu Hause zu bleiben und meine Bitte ist, tun Sie es auch. Ich fühle mich für unsere Torgauer verantwortlich! Mit meiner Bitte, dass vor allem ältere Bürger zu Hause bleiben, verbinde ich natürlich den Gedanken, dass die alltäglichen lebensnotwendigen Dinge im Haus sein müssen und daher haben wir die Initiative des Helfernetzwerkes ins Leben gerufen. Wir wollen als Verwaltung ein Zeichen setzen und hoffen, dass sich viele Menschen bereit erklären, mit in unser Boot zu springen.

Welche Hilfsarbeiten obliegen den jeweiligen Helfern?
Es geht hier schlichtweg darum, Menschen unter die Arme zu greifen, die das Haus nicht verlassen können oder dürfen. Die Helfer könnten zum Beispiel einkaufen gehen, beim Arzt vorbeischauen, um vielleicht ein Rezept abzuholen, dieses dann bei der Apotheke einzulösen und die Medikamente dem Hilfsbedürftigen zu bringen. Das sind ganz einfache Dinge des Alltags, nicht mehr und nicht weniger.

Wie organisieren Sie als Stadt die Hilfe?
Wir werden zuerst einmal auf unsere eigenen Mitarbeiter zurückgreifen, die auf Grund der Schließungen verschiedener Einrichtungen nicht ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen. Ich denke da an unsere Erzieher, die Hallenwarte und auch unsere Verwaltungsmitarbeiter. Natürlich wäre es schön, wenn weitere Bürger sich für Hilfsaufgaben zur Verfügung stellen. Einige haben sich bereits über die Hotline gemeldet. Wir sammeln das alles und werden dann entsprechende Kontakte vermitteln. Zudem werden wir versuchen, auch unsere innerstädtischen zu schließenden Geschäfte und deren Waren in das Netzwerk zu integrieren und so die Möglichkeit eines lokalen Lieferservice zu bieten.
Haben denn bereits Hilfsbedürftige angefragt?
Momentan sind die Bürger noch ein wenig zurückhaltend, was das angeht. Aber es muss niemand Scheu davor haben, zuzugeben, dass er in diesen Zeiten jetzt Hilfe benötigt. Wir unterstützen wirklich gern. Also, bitte melden Sie sich, wenn Sie Hilfe bei Einkäufen oder anderen Botengängen benötigen.

 

Info:

Hotline: 03421/7481090
E-Mail: hilfe@torgau.de


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