Montag, 13. Juli 2020
Freitag, 29. November 2019

TORGAU

30 neue Wohnungen sollen in der Wolffersdorffstraße entstehen

Ein erster Vorentwurf der drei Gebäude, die an der Ecke Schlachthofstraße/Wolffersdorffstraße entsehen sollen. Diese sind jeweils vier Etagen hoch und sollen in einer monolithischen und keiner Modulbauweise errichtet werden. Foto: IB Zinnert

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Drei große Wohnhäuser mit 30 barrierearmen Wohnungen sollen auf dem Gelände der ehemaligen Obdachlosenunterkunft entstehen. Nun wurden erste Details zum Großprojekt veröffentlicht.

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Seit knapp drei Wochen steht an der Ecke Schlachthofstraße/Wolffersdorffstraße kein Stein mehr auf dem anderen. Tag für Tag fressen sich dort Bagger durch die Überreste des ehemaligen Obdachlosenheims und haben dieses mittlerweile fast komplett dem Erdboden gleich gemacht. Dass dort neuer, barrierearmer Wohnraum durch die Torgauer Wohnstätten geschaffen werden soll, wurde bereits kommuniziert. Am vergangenen Mittwoch war nun jedoch Andreas Huth, der Geschäftsführer der kommunalen  Wohnungsbaugesellschaft, zu Gast in der Sitzung des technischen- und Verwaltungsausschusses und präsentierte diesem das Großprojekt. Dabei gab es nicht nur erste Entwürfe der drei geplanten Wohnhäuser zu sehen, sondern auch bereits konkrete Informationen zu den angepeilten Mietpreisen und einem möglichen Fertigstellungstermin.

Rund um den Baum

Insgesamt 30 Wohnungen sollen auf dem Gelände gegenüber der Volkshochschule entstehen. Davon 8 Zweiraumwohnungen, 19 Dreiraumwohnungen und 3 Vierraumwohnungen. Diese werden, zusammen mit einer 155 Quadratmeter großen Gewerbeeinheit, in insgesamt drei Gebäuden untergebracht, die rund um den alten japanischen Schnurbaum errichtet, welcher das Zentrum des Gebäudekomplexes bilden soll. „Der Baum ist 150 bis 200 Jahre alt und steht im Fokus unsere Planung“, erklärte Andreas Huth während seiner Vorstellung. Bereits jetzt ist der Stamm in schützende Dämmstoffmatten gehüllt, um ihn während der Abrissarbeiten zu schützen.

Barrierearm bis zum Balkon

Auch wenn im Vorfeld immer wieder der Begriff „Betreutes Wohnen“ in Verbindung mit dem neuen Großprojekt der Torgauer Wohnstätten benutzt wurde, trifft dieser auf das geplante Konzept nicht zu. Das betonte Huth in der Sitzung am Mittwoch noch einmal explizit. Es soll sich jedoch um barrierearme Wohnungen handeln, „von der Schwelle bis zum Balkon.“ Die oberen Stockwerke der viergeschossigen Wohnhäuser sollen mit einem Aufzug erreicht werden können. Dieser wird jedoch nur in einem Gebäude installiert, die beiden anderen können dann mithilfe so genannter Laubengänge, also offener Verbindungsgänge, erreicht werden können. Außerdem soll, so Huth, jede Wohnung mit einer Terrasse und einem Balkon ausgestattet werden.

Einen Keller werden die Häuser nicht erhalten, dafür seien jedoch sowohl inner- als auch außerhalb Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und dergleichen geplant. Verkehrstechnisch erschlossen werden die Gebäude aus Richtung der Heinrich-Zille-Straße, in welcher sich auch bereits ungenutzte Pkw-Stellplätze der Torgauer Wohnstätten befinden.

27 Interessenten

Auch wenn im Moment noch nicht einmal die Abrissarbeiten des ehemaligen Obdachlosenheims abgeschlossen sind, gibt es doch bereits zahlreiche Interessenten für die Wohneinheiten. Wie Andreas Huth durchblicken ließ, seien bereits 27 Interessensbekundungen bei den Wohnstätten eingegangen, „und das ganz ohne Werbemaßnahmen.“ Dabei seien besonders die Dreiraumwohnungen beliebt.

Noch im Dezember möchte man den Bauantrag für die drei Gebäude stellen, der Baubeginn ist  für April 2020 angesetzt. Und bezugsfertig sollen die Wohnungen dann, so die Aussage Huths in der Ausschusssitzung , im November 2021 sein. Die Investition der Wohnstätten beläuft sich auf 5 bis 5,6 Millionen Euro und wird zu 80 Prozent aus Fremd- und 20 Prozent aus Eigenmitteln finanziert. Bevor Huth noch eine Aussage zu den von den Wohnstätten angepeilten Netto-Kaltmieten traf, betonte er, dass „Wohnraum einerseits als soziales Gut Ansprüche an modernes und selbstbestimmtes Wohnen erfüllt, anderseits als Wirtschaftsgut langfristig finanziert und refinanziert wird. Daher muss selbstverständlich das Ergebnis der Hausbewirtschaftung positiv sein.“ Auch wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine qualifizierte Kostenberechnung vorliegt, würde sich die Netto-Kaltmiete ungefähr in einem Bereich von acht Euro bewegen.

 

 

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