Dienstag, 26. Mai 2020
Montag, 11. Mai 2020

TORGAU

Ab jetzt herrscht kein Stillstand mehr

Detlef Linke und Andreas Huth von den Torgauer Wohnstätten auf der Baustelle an der Wolffersdorffstraße. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Auf der Baustelle an der Wolfferdorffstraße herrscht aktuell Hochbetrieb.Hier entstehen drei große Wohnblöcke mit insgesamt 30 Wohnungen. Die TZ gewährt einen Blick auf die Baustelle.

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Ein gutes halbes Jahr ist es nun her, dass das ehemalige Obdachlosenheim an der Wolffersdorffstraße Ecke Schlachthofstraße abgerissen wurde und Wohnstätten-Geschäftsführer Andreas Huth die offiziellen Pläne für das Gelände stolz im Stadtrat präsentierte. Drei große Stadtvillen sollen hier entstehen, die am Ende 30 barrierearme Wohnungen sowie eine Gewerbeeinheit beherbergen. Interessenten gab es dafür bereits Anfang Dezember zuhauf, lediglich gebaut werden müssen die drei Gebäude noch. Und damit wurde nun begonnen. Trotz der Corona-Krise herrscht seit einigen Tagen geschäftiges Treiben auf dem brachen Gelände gegenüber der Volkshochschule, ab jetzt soll es hier keinen Stillstand mehr geben.

172 Betonsäulen

So zumindest die Aussage von Detlef Linke, zuständig für die technische Gebäudeverwaltung bei den Torgauer Wohnstätten, als er zusammen mit Geschäftsführer Andreas Huth und der TZ der Baustelle einen Besuch abstattete. Auf dieser wird derzeit gebohrt. Bis zu acht Meter in die Tiefe. Dies ist nötig, da das Gelände, auf dem die neuen Wohnhäuser errichtet werden sollen, in der Vergangenheit mit Sand, Erde und anderem Material aufgeschüttet wurde. „Hier führte früher der Wallgraben lang“, liefert Andreas Huth die Erklärung dazu. „Das war früher alles acht Meter tiefer.“ Und um nun trotzdem die Gebäude standfest auf diesem Baugrund errichten zu können, werden 40 Zentimeter dicke Betonsäulen in den Boden gebracht. Auf insgesamt 172 dieser Säulen sollen die Gebäude dann am Ende stehen.

Um weder die Nachbarn in den anliegenden Gebäuden zu belasten noch die Bauarbeiten in der Schlachthofstraße zu behindern, hat man sich bei den Wohnstätten dafür entschieden, die Betonsäulen mithilfe einer so genannten Baugrundverdrängung einzubringen. Diese ist erschütterungsfrei und wurde, in ähnlicher Form, auch bereits im vergangenen Jahr beim Bau der Kita „Käthe Kollwitz“ angewandt. Dabei wird ein tiefes Loch in den Boden gebohrt, die Erde jedoch nicht an die Oberfläche geholt sondern zu den Seiten verdrängt. Anschließend injiziert man den Beton in den Boden, sodass eine standfeste Säule entsteht.

Bei der Baugrundverdrängung wird ein acht Meter tiefes Loch gebohrt, in dass dann die Betonsäulen eingebracht werden, die später ddas Fundament tragen.

 

Rohbau bis Ende des Jahres

Voraussichtlich bis zum morgigen Mittwoch sollen auf dem Gelände der ehemaligen Obdachlosenunterkunft alle 172 Säulen im  Boden sein. Anfang Juni folgen dann im Anschluss die so genannten Balkenroste. Auf diesem groß angelegten Netz aus Stahlbeton werden dann die einzelnen Grundplatten für die drei Wohngebäude platziert, sodass dann ab Juli in die Höhe gebaut werden kann.

„Dann ist es auch möglich, die feierliche Grundsteinlegung abzuhalten“, erklärt Andreas Huth frohen Mutes. „Und Ende des Jahres soll dann bereits der Rohbau stehen, sodass wir uns 2021 auf den Ausbau konzentrieren können und die Häuser danach im November bezugsfertig sind.“

Voll im Zeitplan

Ein ambitioniertes Ziel, dass im Moment jedoch noch realistisch erscheint. Denn nach Aussage des Wohnstätten-Geschäftsführers liege man aktuell voll im Zeitplan. „Alle nötigen Genehmigungen liegen vor, die notwendigen Ausschreibungen laufen. Auch die Corona-Krise, die vielen Großprojekten, unter anderem auch der Torgauer Jugendherberge, einige Schwierigkeiten bereitete, wirkte sich bislang noch nicht auf die Bauarbeiten an der Wolffersdorffstraße aus. Ob das so bleiben wird, können wir derzeit noch nicht abschätzen, erklärt Andreas Huth. In den Sommermonaten sollen dann auch schon die ersten Mietverträge für die Wohnungen abgeschlossen werden, für die Gewerbeeinheit wurde bereits ein Mieter gefunden.

Das ist jedoch im Moment noch Zukunftsmusik, denn aktuell konzentriert man sich vor allem auf das Hier und Jetzt: auf das Einbringen der Säulen, die anschließende Platzierung der Grundplatte und dann ab Sommer die Errichtung des Rohbaus, sodass die brandneuen, barrierearmen Wohnhäuser im kommenden Jahr feierlich eingeweiht werden und die ersten Bewohner dort einziehen können.


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