Freitag, 22. Oktober 2021
Mittwoch, 13. Oktober 2021

MOCKREHNA

Allianz für Heidebahnhof Klitzschen

Die Bahn soll nach dem willen der Kommunalen Interessengemeinschaft künftig nicht nur an Klitzschen vorbeifahren, sondern auch halten.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Klitzschen. Bürgervertreter aus Klitzschen schmiedeten mit dem Mockrehnaer Gemeinderat am Dienstagabend eine Kommunale Interessengemeinschaft zu Reaktivierung des Bahnhofs.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Der Zug für die Bürgerinitiative „Halt für Klitzschen“ ist noch  nicht abgefahren. BI-Vertreter wollen die Reaktivierung der Haltestelle  ganz trocken und ohne Emotionen auf den bürokratischen Weg bringen. Das betonte Eckhard Baumbach, der  mit dem Klitzschener Ortschaftsrat Daniel Wendt und dem ehemaligen Reichsbahner Gerhard Rumpel am Dienstagabend im Mockrehnaer Gemeinderat vorstellig wurde. Ziel ist das Schmieden einer   Kommunalen Interessengemeinschaft „Heidebahnhof Klitzschen“, um in Gesprächen mit dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) sowie der Deutschen Bahn mehr Gewicht in die Waagschale werfen zu können. Zu den Unterstützern zählt nach wie vor der Gemeinderat Mockrehna, der sich erneut geschlossen für das Vorhaben per Handzeichen aussprach. „Ein wichtiger Schritt“, sagte Baumbach, denn ohne diesen offiziellen Türöffner seien die Chancen auf eine Wiederinbetriebnahme gering.

Daniel Wendt hatte während der Sitzung im Langenreichenbacher Heidelbachsaal ein neuerliches Schreiben an den ZVNL vorgestellt, in dem noch einmal die Gründe dargelegt werden, warum es in Klitzschen wieder einen Bahnhalt geben soll. Wendt sprach  unter anderem von Daseinsfürsorge, einer Reduzierung des Treibhausgases CO2  ?und einer lohnenswerten touristischen Anlaufstelle direkt an der Dahlener Heide. Mit einem Heidebahnhof Klitzschen würden auch Anwohner aller angrenzenden Ortschaften in die Lage versetzt, Kultur, Handelseinrichtungen, die medizinische Versorgung  sowie Dienstleistungen aller Art in Richtung Leipzig sowie Torgau besser nutzen zu können. „Vorbildfunktion für den Heidebahnhof sind die auf der Strecke nach Leipzig befindlichen Bahnhöfe Heiterblick und Pönitz, die beweisen, dass auch kleine Haltepunkte ihre Daseinsberechtigung haben“, sagte Wendt, der den Gegenargumenten für eine Reaktivierung entgegenhielt, dass verschiedene Sachverständige und Verkehrsplaner bestätigt hätten, dass es durch einen zusätzlichen Halt in Klitzschen nicht zu Anschlussverzögerungen beispielsweise in Eilenburg kommen werde.

Auslöser der kommunalen „Tippel-Tappel-Tour“ war eine durch die AfD-Landtagsfraktion gestellte Anfrage ans sächsische Wirtschaftsministerium. In einem Antwortschreiben hatte nach Angabe der Bürgerinitiative  Wirtschaftsminister Martin Dulig  die Wichtigkeit betont, dass die Gemeinde  den Kampf um einen Bahnhalt auf ein rechtlich sauberes Fundament stelle. 

Auf der Suche nach einer Finanzierung des Vorhabens verweist man in Klitzschen auf einen Lösungsansatz, der eine mögliche Bundesförderung zum Inhalt hat. Dem Gegenargument – der sogenannten Tunnel-Uhr in Leipzig, die bisher alles im Keim erstickt hatte -, hält man wiederum entgegen, dass es auf der Strecke  Torgau-Leipzig genügend Möglichkeiten gebe, die zusätzliche Haltezeit in Klitzschen wieder aufzuholen.  

Sie interessieren sich für das Neueste aus Torgau und der Region? Dann bestellen Sie den Newsletter "Darüber wird morgen gesprochen"! Der kommt jeden Abend per E-Mail und bringt die wichtigsten Themen des nächsten Tages mit. >> Hier können Sie ihn bestellen.


Jetzt kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien


Wirtschaftsmagazin

Giroflex3

Mountainbikemagazin

Torgau Druck

AKTIONEN

Newsletter

Riesenmagazin

Oschatz-Magazin

Azubi-Expo-Digital

Festtagszeitung

TZ-Probelesen

Torgau-Plus

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga