Samstag, 3. Dezember 2022
Donnerstag, 10. November 2022

TORGAU

Am Torgauer Gymnasium treffen sich Orient und Okzident

Rund 40 Schülerinnen und Schüler des Torgauer Gymnasiums wirkten gesanglich in dem gemeinsamen Konzert. ( ) (Foto: Thomas Manthey)

von Thomas Manthey

Einen großartigen Konzertabend erlebten die Besucher am Torgauer Gymnasium. Schüler und ein international besetztes Ensemble musizierten gemeinsam und erhalten stehenden Applaus.

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Torgau Einen besonderen Konzertabend erlebten die Besucher des musikalischen Abends in der Aula des Torgauer Johann-Walter-Gymnasiums. Das Besondere war dabei, dass das transkulturelle Ensemble "Klänge der Hoffnung" aus Leipzig zusammen mit etwa 40 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe sieben bis zwölf der Schule ein gemeinsames, knapp neunzig Minuten dauerndes Konzert gestalteten. Eingeladen dazu hatte neben den Leipziger Musikern und den Gymnasiasten die Stiftung Friedliche Revolution.

Das Orchester "Klänge der Hoffnung"' wurde im April 2021 gegründet. In diesem wirken 40 Menschen aus 15 Nationen und verschiedener Kulturen musikalisch mit. Das Projekt selbst existiert seit 2016.

Mit seiner Arbeit sieht sich das Projekt in der Tradition vom Herbst 1989, als in der DDR tausende "Für ein offenes Land mit freien Menschen" auf die Straße gingen, betont Projektleiter Tilmann Löser. Neben Konzertreisen und Konzerten ist es ein Anliegen, gezielt junge Menschen anzusprechen und diese für ein friedliches Miteinander zu sensibilisieren. Das geschieht durch spezielle musikalische Angebote für Schulen im ländlichen und städtischen Raum.

Das Projekt selbst besteht seit einigen Jahren und musikalisch gesehen, gab es bereits 2016 Kontakt zum Torgauer Gymnasium. Musiklehrerin Katharina Konrad, die als Pianistin im Ensemble mitwirkt, war es eine Herzensangelegenheit das im vergangenen Jahr gegründete Orchester zu einem Konzert nach Torgau zu holen, bei dem auch Schüler des Gymnasiums gesanglich mitwirken.

Der Konzertabend knüpft auch an eine Zusammenarbeit aus dem Mai 2019 an, wo einige Musikerinnen und Musiker des Projektes "Klänge der Hoffnung" unter Vermittlung der Lehrerin Katharina Konrad zu Gast in Torgau waren.

Diesem Konzert vorausgegangen war eine intensive pädagogische und musikalische Arbeit. In einem Workshop für die Klassen 9 und 12 wurden Texte und Lieder aus außereuropäischen Kulturen erarbeitet, einstudiert und außereuropäische Instrumente vorgestellt. Diese waren auch im Konzert zu hören. Wenige Stunden vor dem Auftritt gab es zwar eine Generalprobe, doch letztlich war es ein Unplugged-Konzert. Die Gäste waren begeistert von der Musik, wie diese arrangiert wurde, und vom gute Zusammenspiel der Musiker und Sänger.

Das Orchester zeichnet sich durch ein gleichberechtigtes Zusammenwirken von in der europäischen Klassik vertretenen Instrumenten wie Violine, Klarinette und Klavier sowie außereuropäischen Instrumenten wie Oud, Baglama, Santur und Tar aus. Die Mitglieder des Laien-Orchesters sind unter anderem in Syrien, dem Iran, der Türkei, Deutschland, Mexiko, Kolumbien, Armenien, Venezuela, Argentinien, Italien und Guinea aufgewachsen. Teil der Arbeit ist die Auseinandersetzung, das Erlernen und der Umgang mit musikalischen Einflüssen, die die Musiker sowie der musikalische Leiter Ali Pirabi mitbringen.

www.klaenge-der-hoffnung.de

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