Freitag, 30. Oktober 2020
Montag, 28. September 2020

MOCKREHNA

Auf Finaleinzug folgt Baugenehmigung

Freude bei den Schalmeien über den genehmigten Bauantrag.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Langenreichenbach. Auf diesen Umschlag hat nicht nur Vereinschefin Sylvia Saalbach sehnsüchtig gewartet. Ein jeder der Langenreichenbacher Schalmeien ist froh, dass jene Postsendung nun endlich an ihrem Bestimmungsort angelangt ist.

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In der vergangenen Woche bekam der Verein für die Erweiterung des Vereinsheims mit der Baugenehmigung endgültig grünes Licht. Bereits im März hatte die LEADER-Region Dübener Heide das Vorhaben genehmigt.

Die Langenreichenbacher Schalmeienmusikanten stoßen in ihrem Vereinshaus aufgrund der gerade im Kinder- und Jugendalter wachsenden Anzahl an Musikanten schon lange an räumlichen Grenzen. Mit einem Vordach soll die Freifläche für Proben erweitert werden. Zudem ist ein Anbau zur sachgerechten Lagerung der Instrumente sowie die Modernisierung der Toilettenanlage geplant. Auch die Heizung soll erneuert werden.

Bei einem derart umfangreichen Bauprojekt, immerhin sollen reichlich 160000 Euro verbaut werden, ist jede noch so kleine finanzielle Unterstützung hilfreich, zumal viele kleinere Ausgaben drücken. Über die „Wir Packen’S an!“-Aktion von Torgauer Zeitung und Sparkasse hat sich der Verein als Finalist bereits jetzt schon 1000 Euro gesichert – Geld, das angesichts knapper Kassen dringend benötigt wird. Denn durch Corona mussten die Musiker auf viele Auftritte und somit auch fest eingeplante Einnahmen verzichten. Die auf dem Vereinskonto für den Umbau angesparten und wegen der gebundenen Eigenmittel führten zudem dazu, dass man über keinerlei Corona-Hilfen verfügen konnte. Da gibt der Finaleinzug den Langenreichenbachern zumindest kurzfristig wieder ein wenig Luft zum Atmen – und natürlich zum Spielen der Instrumente.

Seit 8 Jahren hat der Verein einen enormen Zulauf von Kindern aus dem Grundschulbereich. „Wir freuen uns über dieses Phänomen, sehen uns aber auch verpflichtet den Schülern eine anspruchsvolle musikalische Bildung zu ermöglichen“, betont Sylvia Saalbach. Da das Erlernen einer Schalmei erst mit etwa 10 Jahren sinnvoll sei, besuchen die Kinder zuvor die „ Rasselbande-Gruppen“, in denen bereits die musikalischen, künstlerischen und kreativen Fähigkeiten der Jungen und Mädchen gefördert werden. Beim gemeinsamen Musizieren wird zudem die Teamfähigkeit entwickelt.

„Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht viel Spaß, ist aber oft auch eine finanzielle Herausforderung“, erklärt die Vereinschefin. Um den Wünschen und Träumen aller Gruppen des Orchesters gerecht werden zu können, haben die Langenreichenbacher verschiedene kleine Projekte zusammengestellt. Nun hofft man, durch „Wir Packen’s an!“ einige davon verwirklichen zu können. Für eine geplante CD-Aufnahme müssen Instrumente der Bläsergruppen generalüberholt beziehungsweise mit neuen Stimmen ausgestattet werden.

Bei den Kindern, die bei Platzkonzerten große und schwere Instrumente spielen, besteht der Wunsch nach Tragegestellen. Die Instrumente könnten dann auch bei Festumzügen oder Auftritte im Stand von den Jugendlichen gespielt werden.

Die Schalmeienmusikanten Langenreichenbach wurden 1961 gegründet. Heute, nach fast 60 Jahren, zählt der Verein 83 aktive Mitglieder im Alter von 6 bis 68 Jahren. 60 Prozent der Vereinsmitglieder sind Kinder und Jugendliche. Der Vereinsnachwuchs wird von 8 Übungsleitern  ausgebildet. Von der 1. bis zur 3. Klasse besuchen die Kinder die Rasselbande-Gruppen. Sie können sich an verschiedene Instrumente ausprobieren. Rhythmusschule, Gehörschule und Notenlehre gehören zum spielerischen Programm. Ab der 4. Klasse beginnt die Ausbildung an den Schalmeien. Es stehen 10 verschiedene Schalmeieninstrumente mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Auswahl. Viele Jugendliche nutzen die Möglichkeit, mehrere Instrumente zu erlernen.

Die Arrangements für die Schalmeienmusikanten schreibt Klaus Schneider, der  Musikalische Leiter. Alle 5 Jahre werden die schönsten Titel auf CD verewigt und stehen so auch dem Nachwuchs für Übungszwecke zur Verfügung.

Höhepunkt im Orchesterleben sind jährlich zwei Probenlager, das Vereinsfest, das Kirchenkonzert, eine Musicalfahrt für den Nachwuchs und die vielen Auftritte. In diesem Jahr sind die Aktivitäten der Kinder- und Jugendarbeit leider auf ein Minimum beschränkt. Einzige Ausnahme war anlässlich der Abschlussveranstaltung zum Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ein großer Auftritt im Januar in Berlin (die TZ berichtete bereits).

Details zur Telefonabstimmung können der Printausgabe sowie dem E-Paper der Torgauer Zeitung entnommen werden.


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