Montag, 10. August 2020
Dienstag, 28. Juli 2020

LOKALGESCHEHEN

Berggeschrey, Maschinen und Automobile

Blick in die Zentralausstellung: Bereich Schockensöhne & Sachsenstolz. Foto: Ralph Köhler

Presseinfo, Thomas Keil

Zwickau. Ein außergewöhnliches Konzept haben die Macher der vierten sächsischen Landesausstellung umgesetzt. So kann man sich in den Ferien an Originalschauplätzen zur sächsischen industriegeschichte informieren.

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Eine Ausstellung – ein Schauplatz? Das muss nicht sein dachten sich wohl die Organisatoren der diesjährigen Sächsischen Landesausstellung. Diese findest bereits zum vierten Mal statt, aktuelles Thema: „BOOM. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“. Sie ist somit einer der Höhepunkte im Sächsischen Jahr der Industriekultur. Erstmals wird dabei auf ein dezentrales Konzept gesetzt. So gibt es die Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die ergänzt wird mit thematischen Ausstellungen an sechs authentischen Schauplätzen bedeutender Branchen des sächsischen Industrie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Zentralausstellung
Die Basis bildet der Audi-Bau in Zwickau. Hier ist die Zentralausstellung zu erleben. Diese thematisiert in einem breit angelegten kulturhistorischen Panorama 500 Jahre Industrie-, Arbeits- und Gewerbekultur in Sachsen. Auf 2500 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist diese jahrhundertealte Tradition in sechs Kapiteln zu erleben. Zu sehen ist eine eindrucksvolle Inszenierung von rund 600 wertvollen historischen Objekten, hochkarätigen Kunstwerken, Fotografien, Filmen und Zeitdokumenten, die von über 130 Leihgebern stammen. Der kurzweilige Parcours durch die Industrie-Geschichte Sachsens überrascht mit inhaltlichen Zuspitzungen, in denen das historische Material in unerwarteten Zusammenhängen präsentiert wird.

  • Die Ausstellung gliedert sich in folgende Kapitel:
  • Barock und Berggeschrey: 1470 bis 1813
  • Garn und Globalisierung: 1763 bis 1914
  • Karl Marx & Karl May: 1831 bis 1914
  • Schockensöhne & Sachsenstolz_ 1914 bis 1945
  • Trabi & Treuhand: 1945 bis 1995
  • Industriekultur 2020: 1995 und darüber hinaus

Öffnungszeiten & Preise
Mo. - So.: 10:00 - 18:00 Uhr
feiertags: geöffnet

Ticket Zentralausstellung
10 € | Ermäßigte 7 €
freier Eintritt bis 18 Jahre

Dauer-/Kombiticket
1 Ticket für 7 Ausstellungen
40 € | Ermäßigte 20 €

Öffentliche Führungen
kostenfrei, zzgl. Eintrittspreis p.P.
jeden Samstag, 15 Uhr für Erwachsene (Übersichtsführung)
jeden Sonntag, 15 Uhr für Familien

Zentralausstellung
Audi-Bau Zwickau
Audistraße 9
08058 Zwickau

Die gesamte Ausstellung im Audi-Bau ist barrierefrei und an die Erfordernisse von Rollstuhlfahreren, blinden, tauben, seh- und hörebeeinträchtigten Personen angepasst. Dazu standen die Ausstellungsmacher mit Betroffenengruppen als Experten in eigener Sache in Kontakt.

Der Audi-Bau: Hier residiert die 4. Sächsische Landesausstellung noch bis Ende des Jahres.
Foto: Landesausstellung

Auto.BOOM
Die Mobilität ist seit jeher Teil der Menschheit. Zunächst nur zu Fuß, später mit Hilfsmitteln wie dem Pferd, dem Holzrad oder dem Automobil. In vier Themenbereichen widmet sich der Schauplatz AutoBOOMim August-Horch-Museum der Historie der motorisierten Fortbewegung und der Fahrzeugproduktion in Sachsen. Daran schließen Einblicke in den Transformationsprozess der Gegenwart und Ausblicke in die Zukunft an.

Maschinen.BOOM
Maschinen, ihre historische Entwicklung und ihr vielseitiger Einsattz sind Thema der Schauplatzausstellung MaschinenBoom im Industriemuseum Chemnitz. Seit mehr als zwei Jahrhunderten werden in Sachsen weltweit gefragte Maschinen konstruiert und produziert. Hier kann man die Stationen des söchsischen Maschienbaukunst kennenlernen. Wann und wie entstanden die ersten Maschinen? Den thematischen Einstieg unterstützen die mit allen Sinnen erfahrbare Kunstinstallation „Maschinenbaum“ und das Diskursangebot zur Frage „Was ist eine Maschine?“.

Eisenbahn.BOOM
Die Eisenbahn war zugleich Kind und Motor der Industrialisierung. Ihre Geschichte beginnt mit den wirtschaftlichen Umwälzungen im England des frühen 19. Jahrhunderts. Durch ihre globalisierenden Tendenzen, durch Vernetzung und Kooperation, erschloss die Eisenbahn der industriellen Massenproduktion die nationalen und internationalen Märkte. Auf dem circa 26 Hektar großen, eisenbahnhistorischen Areal in Chemnitz-Hilbersdorf erleben die Besucher mehr als 120 Jahre sächsischer Verkehrsgeschichte.

Kohle.BOOM
Als wichtigster Energielieferant steht Steinkohle in der WErtschöpfungskette der Industrialisierung am Anfang. Der Freistaat Sachsen verdankt seine Vorreiterrolle in diesem Prozess auch seinen reichn Steinkohlevorkommen. Unter dem Motto „Kohle – Erbe – Wandel“ nimmt das Museumsteam die Besucher mit hinein in die faszinierende Welt der „schwarzen Diamanten“ Sachsens. Am Ort des früheren Kaiserin-Augusta-Schachtes erfahren die Gäste die Bedeutung der Kohle für die wirtschaftliche Entwicklung und die Auswirkungenihrer Förderung auf Mensch, Natur und Kultur. Auf dem Rundgang ünber das chachtgelände begibt man sich auf eine Zeitreise von der Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren über die Blütezeit der sächsischen Reviere im 19. und 20 Jahrhundert bis zum heute noch andauernden Wandlungsprozess nach dem Ende der Kohleförderung.

Textil.BOOM
Die Stadt Crimmitschau entwickelte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum der sächsischen Textilindustrie. Dabei machen die wertvolle Industriearchitektur und der nahezu vollsständig erhaltene Maschinenpark die Tuchfabrik Gebrüder Pfau zu einem außergewöhnlichen Museum. Das Spinnereigebäude wurde für dieses Ereignis zum Besucherzentrum mit Garderobe, Kasse, Museumsshop und Ausstellungsbereichen ausgebaut. Im Erdgeschoss erleben die Besucher Ausprobierstationen zur Textilherstellung und Eindrücke zur Stadt- und Hausgeschichte. In der ersten Etage wird die onderausstellung „Textil?Zukunft!“ präsentiert. Darüber liegt der original erhaltene Spinnsaal mit spannenden Geschichten über die Arbeit im Takt der Maschinen.

Silber.BOOM
Da wo vor Jahrhunderten die Berleute wertvolles Silber förderten und wegweisendes Knowhow gewannen, arbeiten heute vor Ort Wissenschaftler und Studierende der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Seit Sommer 2019 zählt der die Reiche Zeche als Element der Freiberger Montanlandschaft sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe Montanregion. Extra für die Landesausstellung wurden zwei Untertage-Touren neu gestaltet. Bei der Entdeckertour geht es 150 Meter in die Tiefe. Beim Gang durch ein Labyrinth der Strecken lernen die Besucher die Arbeit der früheren Bergleute kennen. Auf der Forschertour endeckt man die andere Seite des Freiberger Silberbooms. Seit mehr als 100 Jahren wird die Reiche Zeche als aktives Forschungs- und Lehrbergwerk genutzt. Der Zugang zum Silberbergwerk Freiberg kann ausschließlich nach vorheriger Reservierung erfolgen. Für die Reservierung steht ein Online-Buchungskalender zur Verfügung (https://www.silberbergwerk-freiberg.de/buchung/tickets-buchen/). Auch telefonisch unter 03731 394571 oder per E-Mail (info@silberbergwerk-freiberg.de) sind Reservierungen möglich.


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