Montag, 27. Mai 2019
Donnerstag, 16. Mai 2019

HISTORIE

Die Landwirtschaft in Süptitz nach 1945 - Teil II

Gemütliche Kaffeerunde bei der LPG-Brigadefeier.Foto: privat

Von Roswitha Grau

Mit dem Eintritt in die LPG musste jeder Landwirt einen Inventarbeitrag in Höhe von 500 Mark pro Hektar einbringen. Dafür wurde das Vieh, welches die Bauern besaßen, geschätzt und verrechnet, ebenso auch Großmaschinen, Traktoren und ähnliches.

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Süptitz. Mit dem Eintritt in die LPG musste jeder Landwirt einen Inventarbeitrag in Höhe von 500 Mark pro Hektar einbringen. Dafür wurde das Vieh, welches die Bauern besaßen, geschätzt und verrechnet (zum Beispiel Kühe, Pferde, Schweine usw.), ebenso auch Großmaschinen, Traktoren und ähnliches.

Jede Familie durfte eine Kuh und zwei Morgen Feld (0,5 Hektar) zur privaten Nutzung behalten. Nach etwa zwei Jahren war die LPG wirtschaftlich so gestellt, dass jedes Mitglied anteilig Naturalien bekam, das waren Getreide und Kartoffeln. Dadurch erledigte sich die private Nutzung des Feldes. Etwas Vieh konnte aufgrund der Naturalienzuteilung weiter gefüttert werden. Außerdem war jedes Mitglied verpflichtet, zwei Morgen Rüben zu verziehen und zu hacken. Bei Bedarf konnte sich jeder Rüben kaufen. Um eine geregelte Ordnung und Arbeitsweise in der LPG zu gewährleisten, wurden Brigaden gegründet. Produktionsleiter war Heinz Kracht.

Zum Bestand gehörten Milchkühe, Jungrinder, Schweine, Schafe, Enten, Hühner usw. Alle Ställe befanden sich auf den privaten Höfen. Zum Beispiel bei Reiche, Wolter, Albrecht, Riethmüller, Mieder, Noack, Kurt Höcke und auf dem Zietenhof. Dazu wurden eingeteilt, um nur einige zu nennen:  Anna Hase, Marta Krönert, Auguste Grau, Inge Mielack, Marga Thiemann, Else Reiche, Paula Roitzsch, Margarete Weber, Brunhilde Pigorsch, Agnes Kurig, Helga Mieder, Franz Jörke, Hermann Popp, Werner Tittmann, Alice Ochmann.

Beim Feldbau wurden vorwiegend – wegen der vielen Arbeiten per Hand – Frauen eingeteilt. Dazu gehörten zum Beispiel:  Irene Sachse, Elli Sachse, Martha Hesselbart, Anni König, Liesbeth Maler, Liesbeth Kunze, Irmgard Zocher, Minna Görlich. Männliche Mitarbeiter für den Feldbau waren die, die noch Pferde anspannten und Traktoren fuhren. Dies waren unter anderem Herbert Sachse, Kurt Sachse, Günther Schöne, Kurt Grau und Paul Roitzsch. Die Gärtnerei befand sich auf dem Grundstück Hempel, bis nach 1963 eine neue Gärtnerei am Röhrgraben errichtet wurde.

Dazu wurden zwei Teiche angelegt, zwei kleine Gewächshäuser, ein großes Glashaus und ein Verbinder mit Heizhaus. An der Hauptstraße wurde eine große Holzbaracke errichtet, welche zur Tabaktrocknung und zur Gemüseaufbewahrung genutzt wurde. Zur Gärtnerei gehörten zwei Pferdegespanne, Franz Weiße und Otto Tempel. Verantwortlich  für den Feldbau der Gärtnerei war Paul Hempel, für die Gewächshäuser Joachim Hempel, ab 1970 Roswitha Grau. Weitere Mitarbeiter waren unter anderem Frieda Schneider, Ingrid Friedrich, Regina Scholz, Martha Kasper, Maria Würl, Emma Schröder, Wally Weise, Frieda Lutze und Herta Friedrich.
Speicher und Schrotboden: Dieser Bereich war zuständig für alle Ställe das Futter zuzubereiten und auszufahren sowie zur Vorbereitung des Saatgutes für die Felder. Verantwortlich waren Walter Weber, Arthur König, Karl Angermann und Gertrud Süptitz. Milchfahrer war zuerst Martin Weber  mit dem Pferdegespann. Später fuhr Heinz Maler gemeinsam mit Martin Weber mit dem Traktor die Milch zur Molkerei nach Welsau.
Zuständig waren Günter Mieder mit  Otto Lutze und Arthur Hamann mit Erhard Schröter. Das Futter wurde auf dem Feld mit dem Mählader (Stalinorgel) abgemäht und in die Ställe gefahren, die Silage im Silo mit dem Kran aufgeladen.

Die Mitarbeiter waren für den Erhalt und die Reparaturen an Ställen und Gebäuden zuständig. Zum Bereich gehörten   Willi Jahn, Richard Jahn, Fritz Springer, Manfred Schmidt und Helmut Albrecht.
Zu den Arbeiten in der Schmiede gehörten das Beschlagen der Pferde sowie die Reparaturen an Pflügen und ähnlichem. In der Schmiede waren Willi Hoffmann, Willi Bormann und Hugo Schmidt beschäftigt.
Diese Mitarbeiter hatten dafür zu sorgen, dass die Landmaschinen und Traktoren umgehend repariert und gewartet und damit einsatzbereit waren. Zur Brigade gehörten Herbert Schmidt, Walter Grau und Gerhard Sprebitz.

Die Mitarbeiter der Brigade waren Ewald Zocher, Horst Burghard, Helmut Thiemann, Horst Beyler, Harald Schneider, Werner Soldner, Hubertus Freitag, Brigitte Richter, Herta Schöne und Horst Angermann. Sie waren auf den Feldern tätig: Zum Ackern, Säen, Ernten und anderem mehr.

Die Verwaltung der LPG befand sich im Hof Albrecht, Hauptbuchhalter waren Herr Meier, Werner Süptitz, Heinz Merkel. Weitere Angestellte. Rosemarie Schneider, Elsbeth Zeller, Irmgard Süptitz, Margot Gottschling. In den Schulen der damaligen Zeit gab es das Schulfach „Polytechnischer Unterricht“ „UTP“. In diesem Unterricht wurden die Schüler in den praktischen Arbeitsablauf eingegliedert. Zum Beispiel in der Gärtnerei, in der Technik, im Feldbau und in der Viehzucht.


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