Sonntag, 18. April 2021
Freitag, 5. März 2021

TORGAU

Die Nachfrage kam sehr geballt

Nicole Wurow

von unserem Redakteur Nico Wendt

Torgau. Nach einem langen Lockdown durften die Friseurgeschäfte in dieser Woche wieder Kunden empfangen. TZ sprach mit Nicole Wurow vom gleichnamigen Salon in der Torgauer Spitalstraße: 

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Nach einem langen Lockdown durften die Friseurgeschäfte in dieser Woche wieder Kunden empfangen. TZ sprach mit Nicole Wurow vom gleichnamigen Salon in der Torgauer Spitalstraße: 

Wie ist die Woche verlaufen? Wie lautet Ihr Fazit? 

Es war vor allem am Montag ein sehr schönes Gefühl, wieder arbeiten zu können. Natürlich herrschte Stress, aber im positiven Sinne. Durch die Rufumleitung hatten wir die Möglichkeit, schon in den Tagen zuvor in der Schließzeit Termine zu steuern und unsere Stammkunden einzutakten. Das half, den großen Ansturm etwas abzuflauen. Aber natürlich gab es auch viele Neukunden, einige konnten wir in den ersten drei Wochen nicht mehr im Terminplaner unterbringen. Ansonsten: Wir sind zu dritt, da schaffen wir einiges. 

War es zu merken, dass manche Haarpracht lange nicht mehr professionell in Form gebracht wurde? 

Ja, das hat uns einige Male in Verzug gebracht. Durch Haarlänge, Schnitt und Farbgebung dauerte manche Frisur etwas länger als gewohnt. Aber die nachfolgenden Kunden haben die Wartezeit gerne in Kauf genommen. Man merkte, dass die Menschen wieder raus wollen, dass sie auch kommunizieren möchten. Der Wunsch nach Normalität ist vorherrschend. 

Sind die Hygiene-Vorschriften eine Herausforderung? 

Da haben wir schon Routine. Unser Glück ist auch, dass wir große Räume besitzen. Es gilt die Regel, zehn Quadratmeter für eine Person. Allein unser Wartebereich ist schon 70 Quadratmeter groß. Geärgert hat mich, dass mir niemand sagen konnte, wie die Corona-Tests ablaufen sollen. Ich habe mich an die Handwerkskammer und an die Berufsgenossenschaft gewandt, sogar Ministerin Köpping und den Bundestagsabgeordneten Wendt persönlich angeschrieben. Es ist nicht so einfach wie dargestellt, dass jede Apotheke solche Tests durchführt. Schnelltests sind für uns auch nicht zulässig. Wir lassen uns nun jeden Montag vom DRK testen und das kostet 35 Euro pro Nase. Die trage ich als Geschäftsführerin alleine. Diese Summen kann ich auch nirgends absetzen. 

Wann wird wieder Normalität beim Kundenansturm herrschen? 

Ich denke in der vierten Woche hat sich alles eingespielt. Gerade kommt die Nachfrage sehr geballt.

Gespräch: Nico Wendt 


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