Donnerstag, 14. November 2019
Freitag, 18. Oktober 2019

DOMMITZSCH

Die digitale Baustelle ist nicht mehr weit

Geschäftsführer Matthias Tröpgen und Jochen Kuhrmann, Leiter des Bauhofes, auf dem Firmengelände in Roitzsch.Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Roitzsch. „Bauen wird in einiger Zeit komplett anders aussehen“, sagt Matthias Tröpgen von der gleichnamigen Bauunternehmung GmbH. In seinem Unternehmen setzt er auf neue Technologien.

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Wer an Bauen denkt, sieht in erster Linie das traditionelle Handwerk. Doch Bauen könnte in einigen Jahren komplett anders aussehen. Schon jetzt gibt es in der Branche eine Menge Veränderungen. Viele Sachen sind im Umbruch. Stichwort: Digitalisierung.

Matthias Tröpgen, Chef der gleichnamigen Bauunternehmung GmbH aus Roitzsch, ist jemand, der sich dem Fortschritt nicht verschließt. Ein Mann, der – im Gegenteil – die Chancen und Möglichkeiten bestmöglich für sein Unternehmen nutzen möchte und bereits nutzt. Und das auf allen Ebenen.

Beispiel Logistik/Gerätemanagement. Stolz führt Matthias Tröpgen über seinen Betriebshof. Was da an Technik und Zubehör lagert, ist mit sogenannten Barcodes versehen. „Wir können dadurch ganz genau und rasch am Computer oder Smartphone erkennen, was sich auf welchen Baustellen befindet, was wo hin muss und was anderswo fehlt. Denken Sie mal an die vielen Verschalungen: Manchmal sind Tausende Kleinteile zu organisieren und zu koordinieren. Es hilft uns, den Überblick zu behalten“, so der Geschäftsführer.

„Oder bei Fahrzeugen und Arbeitsgeräten: Man weiß sofort über Wartungsintervalle und Reparaturen Bescheid.“ Die Bauleiter und Poliere haben eine entsprechende App und somit Zugriff.

In sein Büro zurückgekehrt, kommt Tröpgen auf weitere Prozesse zu sprechen, die heute schon ganz anders laufen als noch vor fünf oder vor zehn Jahren. Mehr und mehr Kunden stellen die gesamte Planung in Dateiform zur Verfügung.  Das Material trifft per Mail oder per Whats App ein.

„Das beschleunigt unsere Arbeit zum Teil erheblich. Allerdings stoßen wir auch an Grenzen bei der Datenübertragung. Das ist unser Handicap im ländlichen Raum. Manche Großstädter verstehen dann die Welt nicht, wenn wir ihnen sagen müssen, dass es hier noch so funktioniert“, schmunzelt der Firmenchef.

Er hofft darauf, dass die Breitbandversorgung auch in der Gemeinde Trossin bald das hält, was sie verspricht. Noch läuft die Internet-Versorgung im Roitzscher Baubetrieb über eine Variante mittels Funk. „Der Trend bei größeren Objekten ist ganz klar – von der Planung über die Bauausführung bis hin zur späteren Gebäudenutzung – alles in digitalen Modellen abzubilden.“, erklärt Matthias Tröpgen.

Ohne vernünftigen Digitalausbau geht es also in den ländlichen Regionen nicht mehr. Die Forschung beschäftigt sich bereits intensiv mit interessanten Lösungen: 3-D-Druck mit Beton, Mauern mit Robotern. „Solche Dinge werden auch in Anbetracht des Fachkräftemangels an Bedeutung gewinnen, selbst wenn es momentan noch keine richtige Technik dafür auf dem Markt gibt. Aber die wird kommen“, ist der Geschäftsführer fest überzeugt.

Von der digitalen Planung sei es nur noch ein kleiner Sprung bis zur digitalen Produktion. Mit Fachkräftemangel hat Tröpgen gleich ein Thema angesprochen, das sein Unternehmen selbst betrifft. Er könnte sich gut vorstellen, noch den einen oder anderen Mitarbeiter zusätzlich zu beschäftigen.

Aber es fehlt an qualifizierten Fachkräften in allen Bauberufen. Facharbeiterberufe im Hochbau und im Bereich Bauleitung und Arbeitsvorbereitung: Hier würde der Roitzscher gerne Zuwachs gewinnen. Die Baubranche boomt seit mehreren Jahren. Auch in der Torgauer Region.

Sowohl im privaten Wohnungsbau, im Geschosswohnungsbau als auch im Industrie- und Gewerbebau. Die Matthias Tröpgen Bauunternehmung GmbH bedient all diese Sparten. „Wir erledigen alles, was mit Beton- und Maurerarbeiten zu tun hat – vom Einfamilienhaus bis zu großen Industriebauten, sowohl im Neubau als auch beim Bauen im Bestand“, zählt der Geschäftsführer auf.

Dabei agiere man sowohl im Raum Nordsachsen und Leipzig als auch überregional. Meist laufen zehn bis 15 Baustellen parallel. Insgesamt 45 Mitarbeiter gehören zum Roitzscher Baubetrieb.


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