Dienstag, 26. Mai 2020
Sonntag, 10. Mai 2020

TORGAU

Eine ruhige erste Woche im Torgauer Museum

Obwohl die neue Ausstellung zu Elisabeth von Dänemark nur noch eine Woche im Museum zu sehen ist, ist der Besucherstrom im Moment noch verhalten. Foto: TZ/Archiv

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Trotz der neuen Ausstellung war es besonders am Wochenende recht still im Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museum. Kaum Besucher hatten den Weg in die Kurfürstliche Kanzlei gefunden.

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Gespenstische Stille herrschte am Wochenende im Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museum in Torgau. Und das nicht nur wegen der vorgeschriebenen Gesichtsmasken, die alle Gespräche in ein gedämpftes Flüstern verwandeln. Es war einfach kaum etwas los an den vergangenen beiden Tagen im Museum. Und das obwohl es seit dieser Woche mit einer brandneuen Sonderausstellung zur „Reformationsfürstin“ Elisabeth von Dänemark lockt.

Während sich am Samstag, als die Sonne wie im Hochsommer über Torgau strahlte, kein einziger Besucher die Ausstellungen des Torgauer Museums ansah, waren am Sonntag zumindest einige wenige Besucher anwesend. Eine davon war Sigrid Engel. Gespannt sah sich die kulturinteressierte Torgauerin nicht nur die Dauerausstellungen des Museums an, sondern vor allem die Sonderausstellung hatte sie zu ihrem sonntäglichen Besuch geführt. „Mein Mann stammt aus Brandenburg und da hab ich allein deshalb schon eine Verbindung zur brandenburgischen Kurfürstin Elisabeth. Sie lebte auch im Schloss Spandau, dass ich mir bald auch noch ansehen möchte. Jetzt bin ich wirklich neugierig geworden.“

Auch die Tatsache, dass die Ausstellung nur noch bis kommenden Sonntag, 17. Mai, in Torgau zu sehen ist, überzeugte Sigrid Engel, dieser einen Besuch abzustatten. „Außerdem läuft ja zurzeit sowieso nichts Gutes im Fernsehen und als Chormitglied kann ich im Moment auch nicht singen. Da habe ich mich dann sehr gefreut, als ich hörte dass das Museum wieder geöffnet ist.“

So ging es auch in der vergangenen Woche auch zahlreichen anderen Menschen. Denn während sich am Wochenende kaum Besucher ins Innere des Stadt- und Kulturgeschichtlichen Museums verirrten, konnten unter der Woche doch einige Gäste willkommen geheißen werden. „Wir haben uns von Tag zu Tag gesteigert“, weiß Museumsleiterin Cornelia König. „Am ersten Tag, also dem Dienstag, hat uns leider gar niemand besucht. Aber es wurden dann im Lauf der Woche immer mehr. Das hat uns sehr gefreut, dass die Leute doch so mutig sind und uns auch in diesen schweren Zeiten besuchen kommen.“

Probleme mit den vorgeschriebenen Hygienebestimmungen habe es bislang keine gegeben. Wie Cornelia König berichtet, halten sich alle Gäste verantwortungsvoll an die Maskenpflicht und die Abstandregeln und zeigen auch vollstes Verständnis dafür. Im Moment blickt das Museumsteam jedoch nicht nur auf das aktuell laufende Geschäft, sondern auch nach vorn. Denn man möchte sowohl im August die Führungen durch den Kräutergarten wieder aufnehmen als auch die neue Sonderausstellung zur Torgauer Industriekultur in einer öffentlichen Veranstaltung im Garten des Museums Ende Juli eröffnen. „ Ich denke , das sollte an der frischen Luft kein Problem sein und freue mich jetzt schon darauf, wenn wir wieder mehr Menschen bei uns willkommen heißen dürfen.“

 

Info:

Das Stadt- und Kulturgeschichtliche Museum ist  von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die aktuelle Sonderausstellung von der brandenburgischen Kurfürstin Elisabeth von Dänemark im Konflikt um Glaube und Macht ist noch bis zum 17. Mai in Torgau zu sehen.

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