Samstag, 4. April 2020
Mittwoch, 18. März 2020

NORDSACHSEN

Eltern und Schüler sollten beachten: Es ist keine Ferienzeit, sondern Lernzeit!

Lernaufgaben für die Schüler für Zuhause. Foto: Repro TZ

von unserem Redakteur Nico Wendt

Nordsachsen. Seit dem Mittwoch gilt die Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen unter anderem zu den Schulschließungen. Heißt: Die Kinder und Jugendlichen sollen zu Hause lernen.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Nordsachsen. Seit dem Mittwoch gilt die Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen unter anderem zu den Schulschließungen. Heißt: Die Kinder und Jugendlichen sollen zu Hause lernen. Wie das umgesetzt werden soll, darüber hörte sich unsere Zeitung am Dienstag in den Bildungseinrichtungen im Altkreis Torgau um:

 

Kathleen Bauer, Grundschule Beilrode: Wir haben ab Mittwoch nur noch eine Notbetreuung mit sehr wenigen Schülern. Für alle anderen gilt: Es ist keine Ferienzeit, sondern Lernzeit. Wir haben bis zu den Osterferien – also bis zum 17. April – die Schule geschlossen und die Lehrer haben für diesen Zeitraum entsprechenden Lernstoff zusammengestellt und über die Elternsprecher an die jeweiligen Klassen weitergeleitet oder direkt an die Schüler verteilt. Es betrifft Fächer wie Mathe, Deutsch, Englisch oder Sachunterricht. Die Kinder sollten sich jeden Tag damit befassen. Die Eltern können jederzeit hier anrufen, wenn sie Fragen haben. Die Schule ist besetzt. Auch über die Schülerelternvertreter ist der Kontakt immer möglich. Wir haben an die Eltern appelliert, das Ganze ernst zu nehmen und dabei Unterstützung zu leisten. Uns ist aber auch klar, dass es dann hinterher nötig sein wird, die Kinder wieder auf einen Stand zu bringen. An unserer Schule sind 169 Schüler gemeldet.

 

Rosmarie Fischer, Grundschule Schildau: Wir haben an alle Schüler Arbeitsmaterialien ausgegeben. Am Montag und Dienstag liefen die Vorbereitungen auf die Schulschließung. Und ich muss sagen: Wir sind bei den Eltern auf Verständnis gestoßen. Wir haben uns mit den Lehrern auf Wochenaufgaben im machbaren Umfang verständigt. Das betrifft die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Es sind viele Beobachtungsaufgaben dabei wie Wetterbeobachtung. Oder: Wie viel Liter trinke ich? Dann kann man die Aufgaben fächerübergreifend fortführen: Wie viel Millimeter entspricht ein Liter usw. Auch in Deutsch sind solche Möglichkeiten gegeben. Die Schüler sollen zum Beispiel ein Kinderbuch lesen, die Geschichte weitererzählen, ein Bild dazu malen etc. Die Aufgaben sind erstmal für eine Woche gedacht. Die Eltern haben den Lernstoff überwiegend dankbar entgegen genommen, damit die Kinder zuhause beschäftigt sind. Wir gehen davon aus, dass rund 10 Prozent der Schüler die Notbetreuung an der Schule besuchen. 

 

Silke Dolecek, Grundschule Arzberg: Der Lernstoff steht bei uns auf der Schulhomepage und kann von den Eltern je nach Klasse abgerufen werden. Es ist sind vier Felder zu sehen: die lassen sich für die jeweilige Klasse anklicken. Nächste Woche werden wir das Material aktualisieren. Das Problem war, dass sich der Inhalt von einigen Geräten nicht öffnen ließ. Bei manchen Eltern funktionierte es nur mit Handy, bei anderen nur mit Tablet. Es liegt nicht an der Homepage. Für den Notfall ist auch mindestens immer ein Lehrer in der Schule erreichbar, um Fragen zu beantworten. Man kann das Material auch persönlich abholen. Bei den Fächern ist alles dabei, was möglich ist. Wir haben aber versucht, den Lernstoff so zu konzipieren, dass die Kinder nicht überfordert werden. Es ist mehr Übungs- und Festigungsstoff. Neuerarbeitung eher weniger. Die Notbetreuung nehmen voraussichtlich nur zwei Schüler in Anspruch. 

 

Gudrun Kamella, Sigmund Jähn Grundschule Dommitzsch: Die jeweiligen Kollegen pro Klassenstufe haben jeweils gemeinsam Materialien zusammengestellt. Ein Teil wird über die Elternvertreter digital per Whats App oder E-Mail an die Eltern weitergeleitet. Oder die Eltern dürfen sich das Material auch abholen. Wir sind uns einig, dass gerade die Kleinen nicht in der Lage sind, neuen Stoff allein zu erarbeiten und wir möchten dies nicht auf die Eltern übertragen. Deshalb liegt der Fokus darauf, das bisher Gelernte zu festigen. Wenn wir darauf aufbauen können, wäre es möglich, den normalen Unterrichtsstoff bis Jahresende zu schaffen. Unsere Schule wird von 160 Kindern besucht. Wir haben noch keine genaue Zahl, wer die Notbetreuung in Anspruch nimmt (Stand Dienstag d.Red) – aber es dürften nicht mehr als zehn Schüler sein. 

 

Rosemarie Krieglsteiner, Oberschule Mockrehna: Wir haben über unsere Webseite einen Link mit Lernaufgaben eingerichtet. Die Schüler kommen mit einem Passwort hinein. Dort sind für alle Klassen und für alle Fächer Aufgaben eingepflegt – ausgelegt auf die Unterrichtsstunden pro Woche, die sie planmäßig hätten. Wir haben es so organisiert, dass bestimmte Aufgaben zwischenzeitlich zu uns zurückkommen, so dass auch eine Bewertung erfolgen kann. Es ist alles eingerichtet, dass dies in digitaler Form möglich ist.

 

Silke Dartsch, Oberschule Beilrode: Die Oberschule Beilrode erstellt für alle Klassen einen Lernplan. Die Aufgaben werden mit dem heutigen Mittwoch auf der Hompage www.oberschule-beilrode.de veröffentlicht und aktualisiert. Es sind alle Fächer abrufbar. In der Zeit der Schließung findet kein GTA statt. Das Schulsekretariat wird bis zu den Osterferien vormittags telefonisch erreichbar sein.


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

epaper-probelesen

Frühlings-Abo

Azubimesse
TZ-Probelesen

Torgau-Plus

Wanderführer

Feste und Gäste

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga