Montag, 28. September 2020
Freitag, 24. Januar 2020

TORGAU

Ex-Tatortkommissar bricht eine Lanze für den Wolf

Andreas Hoppe ist nicht nur ein echter Tierfreund, sondern vor allem auch engagierter Tierschützer. Foto: PR

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Andreas Hoppe über seine Verbindung zur Tierwelt, das neue Wolfsgesetz und den Umgang des Menschen mit der Natur / Am 31. Januar liest er in Torgau

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

„Der Mensch hat kein Recht zu entscheiden, welche Tiere auf der Erde leben dürfen und welche nicht. Es wäre schön, wenn wir damit aufhören würden, in die Natur einzugreifen.“ Das sind die Aussagen von Andreas Hoppe. Während ihn die meisten Menschen vor allem als Mario Kopper, den ehemaligen  Ludwigshafener-Tatortkommissar kennen, engagiert sich der gebürtige Berliner auch schon seit über 20 Jahren für den Natur- und dabei speziell für den Wolfsschutz. Im vergangenen Oktober veröffentlichte er dazu sein Buch „Die Hoffnung und der Wolf“, aus welchem er am 31. Januar im Zuge der 1. Torgauer Wolfsnacht in der Kulturbastion lesen wird.

Der Mensch hat kein Recht

Für Hoppe steht die Verfolgung des Wolfes dieser Tage stellvertretend für den generellen Umgang des Menschen mit der Natur und der Tierwelt. Der Mensch habe nicht das Recht, in die Natur einzugreifen, erklärt er ganz offen im Interview mit der TZ. „Sie ist ein Reichtum, mit dem wir nicht adäquat umgehen.“ Auf die Frage, ob der Mensch überhaupt nicht eingreifen solle, antwortet er nur mit „Es wäre schön.“

Und an dieser Frage hangelt sich Andreas Hoppe auch in seinem neu erschienenen Buch entlang. Die Entscheidung des Schauspielers, über den Wolf zu schreiben, kam dabei sehr spontan. „Da ich zu dem Wolf eine ganz spezielle Verbindung habe und mich dieses Tier schon in jungen Jahren sehr geprägt hat, gibt es die Idee für solch ein Buch schon sehr lange. Wirklich konkret wurde es jedoch erst vor ungefähr einem Jahr. Und ich bin sehr stolz darauf, dass wir es tatsächlich so schnell geschafft haben, das Buch auch fertigzustellen.“

Das neue Gesetz

Der Aufhänger von „Die Hoffnung und der Wolf“ ist das neue Wolfsgesetz, welches Ende vergangenen Jahres vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Um Schafe und andere Nutztiere vor dem Wolf zu schützen, darf dieser nun auch geschossen werden, wenn unklar ist, welcher Wolf genau eine Herde angegriffen hat. Es dürfen so lange Wölfe in der Gegend geschossen werden, bis es keine Attacken mehr gibt – auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet wird. Darüber zeigte sich der Ex-Tatort-Kommissar in der Vergangenheit nicht nur besonders, sondern widmete dem Thema eben auch sein neues Buch. Mit diesem möchte er vor allem sensibilisieren und aufklären.

„Mein Buch hat keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern widmet sich dem Thema menschlich und philosophisch. Ich erzähle mit Herzblut Geschichten von meinen Begegnungen mit dem Wolf um zu zeigen, dass es wunderbare und faszinierende Tiere sind.“ 

Ins Gespräch kommen

Bei seinen Lesungen sei es vor allem sein Ziel, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Es sei in der heutigen Zeit wahnsinnig schwer, Menschen für polarisierende Themen zu begeistern und dann auch konstruktiv an Lösungen zu Arbeiten. „Es gibt viele Leute, die einfach nur ihre Meinung herausposaunen, aber nichts darüber hinaus machen. Dabei wissen die Leute, gerade über den Wolf, doch sehr wenig.“ Sein Wunsch ist es, dass sich die Menschen trotz unterschiedlicher Meinungen nicht einfach ignorieren, sondern miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen.

Und dieses Ziel verfolgt er auch bei seinem Auftritt in Torgau. In der Elbestadt selbst war er zwar noch nie, hat durch den Tauraer Wolfsfotografen Heiko Anders jedoch Kontakt in die Region. Mit ihm war er auch bereits in der Natur unterwegs und hat sich auf die Suche nach Wölfen gemacht. Auch Anders wird am 31. Januar bei der 1. Torgauer Wolfsnacht in der Kulturbastion mit von der Partie sein und seinen Fotovortrag „Das Leben unserer Wölfe“ präsentieren.  Und auch der „Freundeskreis freiliebender Wölfe“ hat sich für dieses Datum angekündigt und wird über die Möglichkeiten des Zusammenlebens von Mensch und Wolf informieren.

Artikel mit ähnlichen Schlagwörtern suchen:

WolfKulturbastion


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

 
Spezielle Anforderungen der Funkanlagen-Richtlinie
05.10.2020, 14:00 Uhr - 15:30 Uhr
Patentsprechtag: Schützen Sie Ihre Innovationen
07.10.2020, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
9. Ostdeutsches Energieforum
13.10.2020, 11:00 Uhr - 14.10.2020, 15:30 Uhr
Patentsprechtag: Schützen Sie Ihre Innovationen
04.11.2020, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
Treffpunkt für Unternehmen: Online-Bewertungen
04.11.2020, 09:00 Uhr - 10:30 Uhr
Informationsveranstaltung: Export für Einsteiger
09.11.2020, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Gründerabend
11.11.2020, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Die neuen GoBD in der Praxis
23.11.2020, 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Steuerliche Informationen für Existenzgründer
24.11.2020, 15:00 Uhr - 18:00 Uhr
So unterstützt der Staat bei der Fachkräftesicherung
25.11.2020, 16:30 Uhr - 18:00 Uhr
ÖPNV-Sprechtag: Mobilitätsberatung für Unternehmen
01.12.2020, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
Patentsprechtag: Schützen Sie Ihre Innovationen
02.12.2020, 09:00 Uhr - 15:00 Uhr
Der GmbH-Geschäftsführer
03.12.2020, 17:00 Uhr - 19:30 Uhr
Gründerabend
09.12.2020, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Der GmbH-Geschäftsführer
10.12.2020, 17:00 Uhr - 19:30 Uhr

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

TZ-Probelesen

Torgau-Plus

Wanderführer

Feste und Gäste

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga