Freitag, 10. Juli 2020
Donnerstag, 7. November 2019

BELGERN-SCHILDAU

Fleisch- und Wurstwaren aus Schildau mit Oskar-Abo

Ein stolzer Unternehmenschef: Wilfried Naumann. Foto: Boris Löffert; Quelle: Oskar-Patzelt-StiftungFoto: Boris Loeffert?

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schildau/Würzburg.  Vom Stahl (2014) über Messing (2015), einer 2017 verliehenen Medaille bis hin zur gläsernen Variante: Die Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH scheint ein Oskar-Abo abgeschlossen zu haben.

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Voller Stolz konnte der Geschäftsführende Gesellschafter Wilfried Naumann vor wenigen Tagen den gläsernen Oskar entgegennehmen. Die Oskar-Patzelt-Stiftung hatte nämlich zur 25. Verleihung des bedeutendsten deutschen Wirtschaftspreises ins fränkische Würzburg geladen.

Kein Automatismus

Die Spannung beim „Großen Preis des Mittelstandes 2019“ war bei den Schildauern groß. „Einladung bedeutet ja nicht automatisch Preisträger“, sagt Naumann – obgleich sein Betrieb diesbezüglich eine Ausnahme zu sein scheint. Und dennoch: Naumanns Freude war auch diesmal riesig. Denn allein schon nominiert zu sein, bedeute nicht nur Renommee. „Eine Nominierung ist auch Ausdruck der hohen Qualität unserer Produkte sowie der Produktionsstandards“, erläutert er.

Mit dem gläsernen Oskar haben die Schildauer nun die zweithöchste Stiftungsauszeichnung überreicht bekommen. Die höchste – eine Porzellanausgabe des Oskars – werde man nun auch noch anstreben, versichert der Unternehmenschef.

Doch alles eigene Tun hilft wenig, wenn Dritte nicht überzeugt werden können, Kandidaten für die Preisverleihung vorzuschlagen. Im Falle der Schildauer waren es die Stadtverwaltung Belgern-Schildau und der Landkreis Nordsachsen, die dieser Anforderung gleichermaßen Rechnung trugen.

Nachhaltig

Die Auszeichnungsgala in Würzburg stand diesmal unter dem Motto „Nachhaltig wirtschaften“. Sie passte damit voll und ganz zu den Investitionen, die im Schildauer Unternehmen angeschoben wurden. Um auf eine schwieriger werdende Situation auf dem Fleischmarkt zu reagieren, hatte SFW bereits im vergangenen Jahr einen großen Schritt unternommen: Dabei gingen die Schildauer der Frage nach, wie ein produzierendes Unternehmen seine Ausgaben senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit steigern könne. Die Lösung lautete: Mit den oft unterschätzten Einsparpotentialen beim Energieverbrauch. Lohn des sehr umfangreichen Konzepts: die Entgegennahme des sächsischen Gewerbeenergiepasses (siehe dazu auch das im Oktober erschienene TZ-Wirtschaftsmagazin).

5399 Kandidaten

Nach den erfolgreichen Ländergalas der Stiftung in Dresden, Würzburg und Düsseldorf, bei denen mehr als 1500 begeisterte und erwartungsvolle Gäste die Ehrungen der „Finalisten“, „Preisträger“, „wirtschaftsfreundlichsten Kommunen“ und „Banken“ aus allen Bundesländern miterlebten, wurden zum Abschluss des Wettbewerbsjahres erstmals in Würzburg die bundesweit jährlich nur einmal zu vergebenden Sonderpreise überreicht. Für den 25. Wettbewerb waren bundesweit 5399 kleine und mittelständische Unternehmen sowie wirtschaftsfreundliche Kommunen und Banken von mehr als 1400 Institutionen nominiert worden.

Verdienste ums Allgemeinwohl

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie hob hervor, dass die Oskar-Patzelt-Stiftung mit dem „Großen Preis des Mittelstands“ nun schon seit einem Vierteljahrhundert Unternehmen auszeichne, die sich neben geschäftlichem Erfolg auch großartige Verdienste um das Allgemeinwohl erworben hätten. Gerade jene Kombination aus Leistung und Verantwortung zeichne den deutschen  Mittelstand aus.

Unmittelbar nach Abschluss des 25. Wettbewerbs begann am 1. November – mit Veröffentlichung der neuen Ausschreibung – der 26. bundesweite Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2020“. Bis zum 31. Januar besteht die Chance, die Leistungen und das Engagement kleiner und mittelständischer Unternehmen mit einer Nominierung zu würdigen, für die es dann im Herbst nächsten Jahres heißen könnte: „Wir bitten nach vorn …“.

INFO:

Die Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung – die jährlich den Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes“ auslobt –, Dr. Helfried Schmidt und Petra Tröger, zeichneten drei Unternehmen mit der „Premier-Ehrenplakette“ aus. An drei Unternehmen überreichten sie die begehrten „Premier-Statuen“ aus weißem Porzellan. Zwei Unternehmen (eines ist die SFW aus Schildau) wurden als „Premier-Finalist“ ausgezeichnet. Acht in den Vorjahren mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnete Unternehmen erhielten eine „Ehrenplakette“ für mehrjährige überzeugende Leistungen. Vier Unternehmen erhielten die „Ehrenplakette“ als besonders beeindruckende Preisträger auf regionaler Ebene im Wettbewerbsjahr.


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