Donnerstag, 14. November 2019
Sonntag, 10. November 2019

BELGERN-SCHILDAU

Großer Ansturm beim Tag der offenen Tür

Das vorbereitete Programm der Schüler einschließlich der gesanglichen Einlagen (links) fand ein breites Publikum (rechts).Foto: TZ/Perz

von unserer Redakteurin Elisa Perz

Belgern. Zahlreiche Besucher zog es am Samstag in die evangelische Oberschule Belgern-Schildau zum Tag der offenen Tür. Unter den Gästen waren auch viele ehemalige Lehrer und Schüler anzutreffen.

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Auf den Fluren der evangelischen Oberschule Belgern-Schildau war am Samstag zeitweise kein Durchkommen mehr. Im Schritttempo schlängelten sich die zahlreichen Besucher beim Tag der offenen Tür die Wege entlang in die verschiedenen Klassenräume. Unter ihnen fanden sich sowohl aktuelle als auch ehemalige und künftige Schüler samt Eltern und Lehrer.

Außerdem war selbstverständlich Schulleiter Dr. Michael Glaubitz vor Ort, der bei dem Anblick der Masse an Gästen nur staunen konnte. „Wir hatten mit viel Zulauf gerechnet, aber unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen“,  freute er sich über die Resonanz auf den Tag der offenen Tür. Dabei hatte sich die Verbundenheit der Bewohner von Belgern und Umgebung zu der Schule nicht zum ersten Mal gezeigt.
 

Großer Rückhalt

Schon bei der Ankündigung im vergangenen Jahr, dass die einstige Juri-Gagarin-Mittelschule nach 13 Jahren wiedereröffnet wird, war die Freude in der Bevölkerung groß gewesen. Kein Wunder also, dass viele Eltern auch am Freitag bei einem letzten Arbeitseinsatz vor dem Tag der offenen Tür mit angepackt hatten. 64 seien es gewesen, zählte Glaubitz am Samstag gedanklich noch einmal nach. „Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine solch große Anzahl an Helfern bei den Vorbereitungen für eine schulische Veranstaltung an unserer Seite gehabt zu haben“, war das Schuloberhaupt beeindruckt.

Glaubitz, der bereits in der Vergangenheit eine Schule in Doberlug-Kirchhain geleitet hatte, gehört zum Team der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz, dem Träger der Oberschule. Nicht zuletzt dessen Geschäftsführer Stefan Branig hatte die Neueröffnung der Bildungseinrichtung möglich gemacht. Wobei er am Wochenende betonte, dass das ein Gemeinschaftswerk sei. „Die Eröffnung hat nur durch die Unterstützung vieler Einzelner funktioniert. Wir haben noch lange nicht all unsere Ziele erreicht. Wir sind weiterhin dabei, voranzukommen.“

Wie weit die Schule seit Beginn des Schuljahres bereits vorangekommen ist, zeigten die Fünftklässler unter anderem mit einem Schattentheater und mehreren musikalischen Einlagen. Zudem waren in den Klassenräumen Kunstwerke zu sehen, die die Schüler während des Unterrichtes angefertigt hatten, und die Lehrer standen den Besuchern für jegliche Fragen zur Verfügung. Ein Angebot , das redlich genutzt wurde. Somit stiegen von Stunde zu Stunde ebenfalls die Anmeldungen von Schülern für das kommende Schuljahr. Die genaue Anzahl durfte Glaubitz der TZ nicht verraten. Doch er versicherte, es seien zahlreiche Anmeldungen abgegeben worden.

Spenden für Schule gesammelt

Und auch eine zweite Zahl dürfte den Schulleiter zufriedenstellen. 560 Euro an Spenden sind beim Tag der offenen Tür für die Einrichtung zusammengekommen. Einen konkreten Verwendungszweck gibt es derzeit noch nicht, möglich wäre zum Beispiel die Finanzierung einer Musikanlage oder einen Teil des geplanten Schulgartens.

 

 

Eindrücke der Besucher:

Ana-Lucia Klein ist eine der 34 Fünftklässler, die seit Beginn des Schuljahres an der Belgeraner Oberschule unterrichtet werden. Ihr Fazit fällt nach den ersten drei Monaten durchweg positiv aus. „Es ist super hier. Der Unterricht macht Spaß und die Lehrer sind einfach klasse“, schwärmte sie am Samstag im Gespräch mit der Torgauer Zeitung. Die Frage nach ihrem Lieblingsfach beantwortete die Lieberseeerin dabei mit „Mathe.“ Warum? „Weil es cool ist!“

Die Begeisterung für das Fach blieb bisher auch Ana-Lucias Mama Nadine nicht verborgen, die beim Tag der offenen Tür mit weiteren Müttern fleißig Kuchen und andere Leckereien - eigenhändig gebacken beziehungsweise zubereitet versteht sich – verteilte. Sie war einst selbst Schülerin in der Einrichtung gewesen und zeigte sich sehr froh, dass nun ebenfalls ihre Tochter die Schule besucht: „Ana-Lucia gefällt es unheimlich gut. Gerade die kleine Klassenstärke ist ein enormer Pluspunkt. Dadurch ist es viel familiärer und die Lehrer können sich mehr Zeit für jeden einzelnen Schüler nehmen.“

 

Für Marina Goldammer glich der Besuch vom Tag der offenen Tür einer Zeitreise. Die Torgauerin war als Kind selbst Schülerin an der Oberschule gewesen, später war sie dort zudem 22 Jahre als Lehrerin tätig. „Bis zur Schließung 2006 habe ich an der Schule unterrichtet. Es war eine sehr schöne Zeit und ich bin unendlich froh, dass die Schule nun wieder Bestand hat.“ Am Samstag sah sie die neu eröffnete Einrichtung zum ersten Mal von innen und traf dabei auf viele bekannte Gesichter, unter anderem auf ihre einstige Kollegin Susann Kahn oder ihre ehemalige Schülerin Uta Schneider. Letztere ist mittlerweile in die Fußstapfen von Marina Goldammer getreten und selbst Lehrerin geworden. An der evangelischen Oberschule unterrichtet sie Religion.
 

Paul Kunze muss sich noch zwei Jahre gedulden, bis er möglicherweise die fünfte Klasse an der Belgeraner Oberschule besucht. Derzeit durchläuft er nämlich die dritte Klasse in der Grundschule in Weßnig. Das war für ihn und seinen Vater Tilo jedoch kein Grund, beim Tag der offenen Tür nicht vorbeizuschauen. Schließlich hatten die Neußener dabei die Gelegenheit, sich ausführlich über die Einrichtung zu informieren.
Die Vorteile der Oberschule lagen für Tilo Kunze nach einem ersten Rundgang klar auf der Hand: „Ich finde das Konzept der Oberschule super. Mir gefällt es, dass die Schüler hier die christlichen Werte vermittelt bekommen und die Lehrer auf jedes einzelne Kind eingehen.“ Hinzukommt, dass sein Sohn von zu Hause aus mit dem Fahrrad nach Belgern fahren könne und somit deutlich mehr Freizeit habe, als wenn er mit dem Bus nach Torgau fahren müsse.
 
Lucas Fleig steht bereits in den Startlöchern. Aktuell befindet er sich in der vierten Klasse in der Belgeraner Grundschule, ab nächstem Jahr möchte er die Oberschule besuchen. „Mein Bruder geht bereits auf die Oberschule und hat bisher nur Gutes erzählt“, berichtete der Grundschüler, der am Samstag vor allem Gefallen an den interaktiven Tafeln gefunden hatte. Außerdem ließ er sich die Chance nicht nehmen, seine potenziellen künftigen Lehrer kennenzulernen. „Sie scheinen alle sehr nett zu sein. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon, nächstes Jahr hierherzukommen“, sagte Lucas mit einem Strahlen im Gesicht.

 


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