Montag, 17. Mai 2021
Freitag, 30. April 2021

NORDSACHSEN

Halali für Frühjahrspflanzung

Revierförster Manfred Niedner bei der Kontrolle der jungen BäumeFoto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Gräfendorf/Weidenhain. Im Forstbezirk Taura wurden in diesem Frühjahr 270000 Bäume ind Sträucher gepflanzt.

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Wieder und wieder geht Manfred Niedner prüfenden Blickes in die Hocke. Auf einer überschaubar großen Fläche am sogenannten Kirchweg zwischen der Schießanlage des SV Bärensäule Weidenhain und der S 16 reckt eine Vielzahl kleiner Bäume die Blätter aus den gezogenen Furchen. Wo einst stolze Lärchen dem Borkenkäfer anheimfielen, kümmert sich der Gräfendorfer Revierförster nun um die heranwachsende Folgegeneration.

 

Wichtiger Schritt

 

Die Bäumchen, die hier in die Erde kamen, waren Teil der Frühjahrspflanzungen, die am vergangenen Donnerstag mit einem Vor-Ort-Termin im Landeswaldrevier ihren offiziellen Abschluss fanden. Diese seien nach Angabe Manfred Niedners ein wichtiger Schritt, um die regionalen Wälder in der derzeitig bekannten Schadsituation auf den Klimawandel vorzubereiten und entstandene Schadflächen wieder in Bestockung zu bringen.

Allein im Landeswald wurden im Forstbezirk Taura in diesem Frühjahr 270000 Bäume gepflanzt. „Es war uns wichtig, verschiedene Baumarten zu verwenden, da nur so eine Risikoverteilung möglich ist“, betonte Florian Köhler, der kürzlich den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit beim Forstbezirk übernahm. Köhler folgt auf Silvio Karczmarczyk, der fortan in der Behörde im Bereich des Holzmanagements tätig ist.

 

Klassiker und mehr

 

Die Palette der im Forstbezirk gepflanzten Bäume reicht von heimischen Klassikern wie Rotbuche oder Stiel-  beziehungsweise Traubeneiche, über fast vergessene Arten wie Speierling oder Elsbeere, hin zu alternativen Baumarten wie Baumhasel oder Schwarznuss.

 

1300 kg Saatgut

 

Neben den Pflanzungen wurden zudem 1300 Kilogramm Saatgut (Eiche, Buche, Esskastanie) ausgebracht. Dieses stammt aus regionalen Wäldern und wurde zu großen Teilen in sogenannten Alemannschen Schuppen – einer Art Miete im Waldboden – zwischengelagert. Vorteil der regionalen „Nachwuchsgewinnung“: Die sich aus dem Saatgut entwickelnden Bäume sind mit den meist schwierigen Standortvoraussetzungen auf trockenen Böden vertraut.

Die gesamte im Frühjahr bepflanzte Fläche beläuft sich im Landeswald auf eine Größe von 62 Hektar, was etwa 85 Fußballfeldern entspricht. Nach Angabe Jan Glocks werde im Herbst noch einmal ordentlich aufgestockt. Dann sollen noch einmal 38 Hektar nachhaltig begrünt werden.

 

Waldinnenränder

 

Bei den Pflanzungen –  der Fachmann spricht von Kulturbegründung – werden gleich mehrere  Ansätze verfolgt. „In diesem Jahr wurde besonderes Augenmerk auf die Schaffung und Gestaltung attraktiver Waldinnenränder gelegt“, erklärte Forstbezirksleiter Jan Glock. Damit werde nicht nur die Ästhetik im Wald aufgewertet, sondern es entstehen durch die Einbringung verschiedener Baum- und Straucharten an Waldwegen günstige Lebensräume für eine Vielzahl an Tierarten. Dies habe wiederum positive Auswirkungen auf die Biodiversität im Wald.

 


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