Dienstag, 26. Mai 2020
Dienstag, 12. Mai 2020

NORDSACHSEN

Hartenfels Torgau steigt in die Landesklasse auf

von SPB

Torgau. Die Saison 2019/20 im regionalen Fußball endet zum 30. Juni 2020. Die sächsischen Kreisverbände, darunter auch der Nordsächsische Fussball Verband, haben sich dafür auf verbindliche Regeln geeinigt.

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Die Saison 2019/20 im regionalen Fußball endet zum 30.Juni 2020. Die Kreisverbände, darunter auch der nordsächsische, haben sich nach Einsichtnahme in die ihnen zugeleitete Vorlage des Beschlusses des SFV-Vorstandes vom 21. April 2020 nach eingehender Beratung dazu entschlossen, dieser zuzustimmen und zu übernehmen.

Gleiches gilt für ein dazugehöriges Antragspaket zu notwendigen Änderungen der Spielordnung und Festlegungen zur Flexibilisierung des Wettspielbetriebes in Sachsen infolge der Corona-Pandemie. Die am 13. März 2020 ausgesetzte Saison läuft somit ohne weitere Meisterschaftsspiele zum 30. Juni 2020 aus, unabhängig davon, ob vielleicht bis zu diesem Termin durch zuständige Behörden noch eine Freigabe für Fußballspiele in der Region erfolgen sollte.

Das gilt für alle Bereiche, vom Frauenfußball über die Herren bis hin zum Nachwuchs. Mit der Zustimmung durch die Kreise am gestrigen Tage, hat der SFV mit dem heutigen Tage für verbindliche Regelungen im gesamten Sächsischen Amateurfußball gesorgt.

Rechenspiele
Für die Vereine in Nordsachsen bedeutet das, wie schon zuletzt in der TZ angerissen, dass es in den Spielklassen Nordsachsenliga und Kreisliga keine Absteiger geben wird.

Obwohl keine Meisterehrungen erfolgen werden, haben die Spitzenteams die Möglichkeit zum Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. Staffelsieger ist, wer den höchsten Punktequotienten erreicht hat.

Dieser Quotient wird ermittelt, indem die bis zum 13. März erzielten Punkte durch die Anzahl der ausgetragenen Spiele geteilt und mit 100 multipliziert werden. Die Punktequotienten bestimmen auch die Reihenfolge der Mannschaften in der Tabelle.

Nordsachsenliga

Konkret betrifft das in der Nordsachsenliga FA Doberschütz/Mockrehna und Roland Belgern, die nicht absteigen werden und somit auch für die Saison 2020/21 jeweils einen Startplatz erhalten werden. Der SC Hartenfels 04 Torgau wird am Ende mit dem Quotienten 284 Staffelsieger und erhält damit das Recht, in die Landesklasse Nord aufzusteigen.

Kreisliga

In der Kreisliga bleibt zunächst den beiden Tabellenletzten, der SG Wermsdorf II/Luppa und Schenkenberg II, der Abstieg erspart. Sie erhalten damit auch für 20/21 das Startrecht für die Kreisliga.

Mit Blick nach oben würde Delitzsch II mit dem Quotienten 223 vor dem FSV Oschatz mit 214 einkommen. Damit wäre Delitzsch letztlich aufstiegsberechtigt in die Nordsachsenliga, obwohl eigentlich auf Platz 2 und Oschatz nicht.

Die eigentlichen Auf- und Abstiegsregelungen des NFV, die aber wie beschlossen außer Kraft gesetzt und nicht angewandt werden, hätten den Aufstieg für die beiden ersten in der Tabelle, also auch Oschatz, vorgesehen. Sollte es in der Nordsachsenliga bis zum neuen Meldeschluss am 15. Juli 2020 jedoch den Rückzug eines Teams geben, könnte dann auch Oschatz noch nach oben rücken.

Aus gut informierten Kreisen hat die TZ in Erfahrung bringen können, dass wohl ein Abgang/Rückzug aus der Nordsachsenliga zu erwarten ist.

Kreisklasse

In der Kreisklasse ist die Sache in der Höcke-Kreisklasse Ost klar. Hier würde der SC Hartenfels Torgau II mit dem Quotienten 250 in die nächsthöhere Liga aufsteigen. In der Kreisklasse West schafft der SV Jesewitz den Sprung in die Kreisliga.

Neue Meldetermine

All dies steht allerdings insoweit noch unter Vorbehalt, dass die eigentlich zum 30. April fällige Mitteilung der Vereine in Sachen Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegs-/Rückzugswilligkeit für die neue, am 1. Juli beginnende Saison, neu auf den 15. Juni 2020 festgesetzt wurde.

Bis dahin sollten dann wohl die allermeisten Fragen diesbezüglich geklärt sein. Das verbindliche Zeitfenster zur Meldung der Mannschaften für das Spieljahr 2020/21 im DFB-Net wird übrigens auf den Zeitraum vom 15. Juni bis zum 15. Juli 2020 festgelegt.

Diese Meldungen bilden dann die Grundlage für die Planung und Durchführung des Spielbetriebes in der neuen Saison 2020/21. Die spielleitenden Ausschüsse erhalten die Befugnis, die Spielklassenstruktur (Anzahl der Staffeln pro Spielklasse, Zahl der Mannschaften in den Staffeln), den Spielmodus (Anzahl der Runden, Bildung von Mannschaftspools, Durchführung von Play-Offs usw.), den Terminplan sowie die Auf- und Abstiegsregelungen der ihrer Zuständigkeit unterliegenden Wettbewerbe flexibel je nach Anzahl der gemeldeten Teams festzulegen.

Änderungen des Wettkampfsystems, die Staffeleinteilungen und die Auf- und Abstiegsregelungen sind mindestens 14 Tage vor dem 1. Pflichtspiel durch das zuständige Verbandspräsidium zu bestätigen.

Pokalwettbewerbe

Ausgangspunkt für die Austragung der noch ausstehenden Pokalspiele einschließlich Finale ist der neue Meldetermin für den Kreispokalsieger an den Sächsischen Fussballverband, der auf den 31. August 2020 festgesetzt wurde.

Dabei sind die spielleitenden Ausschüsse berechtigt, den Modus für die noch auszutragenden Partien im Bedarfsfall so anzupassen, dass ein termingerechter Abschluss der Pokalkonkurrenz, also vor dem 31. August,  gegeben ist. So könnte es im Ex- tremfall sein, dass die Halbfinale/Endspiel in einem „Final-Four-Turnier“ an einem Tag an einen Ort mit abweichenden Spielzeiten ausgespielt werden.

Klar, dass egal nach welchem Modus bei der Durchführung der Spiele, auf Vorgaben der zuständigen Behörden  hinsichtlich Beschränkung der Personenzahlen, Hygienevorschriften geachtet werden muss.

Gewährleistung der Rechtssicherheit

Die für die Rechtssicherheit von Verband und Vereinen sehr wichtigen Festlegungen sind ebenfalls Bestandteil des gestern auf den Weg gebrachten Beschlusses im regionalen Fußball. So wird in den Spieljahren 2019/20 sowie 2020/21 auf die Erfüllung des Nachwuchssolls verzichtet. Ebenso verzichtet wird auf die Erfüllung des Schiedsrichtersolls. Das Spieljahr 2020/21 wird weder als Erfüllungsjahr noch als Nichterfüllungsjahr bei der Erbringung des Schirisolls gezählt.
Die Bestimmungen für den Erwerb  einer Spielerlaubnis nach Vereinswechsel für Wettbewerbe des SFV und der Kreisverbände – Stichtage für Ab- und Anmeldung, Wechselperioden, Wartefristen, Ausbildungs- und Förderungsentschädigungen –bleiben unverändert.

Ganz wichtig: Für den Wegfall der Wartefrist nach Vereinswechsel, wenn ein Amateur nachweislich sechs Monate nicht mehr gespielt hat, wird der Zeitraum, in dem aufgrund der Covid-19-Pandemie kein Spielbetrieb durchgeführt werden konnte (vom 13. März bis zum ursprünglichen Saisonende), nicht berücksichtigt.

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