Dienstag, 29. September 2020
Dienstag, 28. Juli 2020

LOKALGESCHEHEN

Hoch droben im Gebirge lockt eine Stadt nicht nur mit Schnee

Ausblick vom Bärenstein. Foto: Tourismusverband Erzgebirge/René Gaens

von unserem Volontär Thomas Keil

Oberwiesenthal. Rad- und Motorradfahren, Wandern oer moderne Trendsportarten – unser heutiger Ferientipp widmet sich der Stadt im Erzgebirge unterhalb des höchsten sächsischen Gipfels.

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Von Torgau aus nach Oberwiesenthal zu kommen ist ganz einfach: Den Kompass auf etwa 185 Grad stellen und loslaufen. Dann an der deutsch-tschechischen Grenze neu orientieren. Dabei kann der Duft nach heißem Öl und verbrannter Steinkohle helfen. Oder einfach weiter bergan wandern, denn Oberwiesenthal ist Deutschlands höchst gelegene Stadt.

Wandern
Der Hype um die Wintersportler nervt? Kein Problem in Oberwiesenthal. Hier kann man ganz gepflegt solch Größen wie Jens Weißflog, Erik Frenzel oder auch Tatjana Hüfner mit Füßen treten. Nach diesen drei und weiteren sechs erfolgreichen Wintersportlern sind Wanderrouten rund um Oberwiesenthal benannt. Wem das an des Müllers Lust noch nicht reicht, der kann bei drei Anbietern im Ort sogar geführte Wanderungen buchen.

Radfahren
Keine Lust zum Laufen? Dann fahre man doch Rad! Hier bieten sich auch die Wanderwege rund um den Ort an. Auf der Internetseite Oberwiesenthals kann sich der geneigte Pedalritter Routenvorschläge je nach Fitness und gewünschter Anstrengung raussuchen und auch gleich die Wegpunkte für das Navigationsgerät als GPX- oder KML-Datei herunterladen. Immerhin vier Anbieter verleihen Fahrräder mit elektromotorischer Unterstützung.
Ein besonderer Leckerbisen für alle Pedalritter ist der sogenannte Stoneman Miriquidi. Dabei handelt es sich um eine Rundstrecke von 162 Kilometern. Die Route führt ursprünglich durch Deutschland und Tschechien. In diesem Jahr neu ist die C-Edition, die sich Corona-bedingt nur über deutsches Gebiet schlängelt. Auf der tschechischen Seite wartet mit dem 72 Kilometer langen CZ-Loop eine weitere Schleife durch Wälder und Gebirge. Wer die Strecke nicht an einem Tag abreißen will, kann sie sich in bis zu drei Etappen einteilen. Dabei kann sogar ein Gepäckservice gebucht werden, um sich voll aufs Absolvieren der anspruchsvollen Mountainbike-Strecke konzentrieren zu können. Entsprechend der gewählten Etappenanzahl wird die Leistung mit Bronze, Silber oder Gold prämiert.

Mit dem Fahrrad auf der Stoneman-Tour: Fichtel- und Keilberg im Blick.
Foto: Tourismusverband Erzgebirge/Dennis Stratmann

Motorradfahren
Wem auch Selbertreten nicht behagt, der nutzt eventuell lieber das Motorrad. Freunde des motorisierten Zweirades werden ebenso wie die Radler auf Oberwiesenthals Internetseite fündig, was Routen und Wegepunkte zum Download anbelangt. Zusätzlich bietet das Hotel „Sachsenbaude am Fichtelberg“ ein BMW-Testride-Center. Hier können BMW-Motorräder ausprobiert werden.

Ist das alles?
Nein. Zusätzlich bieten in Oberwiesenthal viele Anbieter weitere sportliche Aktivitäten an: Monsterroller, Summer Tubing, Paragliding, Sommerrodelbahn und Reiten. Bei allen Attraktionen lernt der Besucher Oberwiesenthal und das umliegende Erzgebirge in all seiner Schönheit kennen. Dazu muss man noch nicht einmal auf ein Pferd klettern, man kann sich von diesem auch in einer Kutsche sitzend ziehen lassen. Apropos„ziehen lassen“: Das geht auch mit Dampf. Und zwar mit der Fichtelbergbahn zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal. Diese bringt auch den Monsterrollerfahrer wieder zurück nach Oberwiesenthal, nachdem die Tour vom Gipfel des Fichtelberges bis zum Bahnhof Vierenstraße an der Bahnstrecke auf dicken Ballonreifen führte.

Beim Wandern auf dem Kammweg lässt es sich auf Bergwiesen gut rasten.
Foto: Tourismusverband Erzgebirge/Dennis Stratmann

Anreise
Mit dem Auto fährt man ab Stollberg auf der Landstraße immer tiefer ins Gebirge hinein und hat mit Zwönitz, Elterlein und Scheibenberg erste touristische Höhepunkte an der Strecke.
Deutlich kürzer als die 200 Kilometer über Autobahnen und Landstraßen geht es mit dem Fahrrad. Die Tour ist mit 160 Kilometer sogar kürzer als der Stoneman Miriquidi. Auch hierbei kann man mit Geyer, Schlettau und Crottendorf sich aufs Erzgebirge einstimmen. Gerade in Crottendorf bietet sich ein Halt oder ein Abstecher nach Neudorf an, um sich fix mit „Weihrichkarzle“ einzudecken.
Zu guter Letzt bleibt noch der öffentliche Personennahverkehr. Mit dem Zug geht es via Leipzig und Chemnitz nach Cranzahl. Dort hat man Anschluss an die bereits erwähnte dampfbetriebene Fichtelbergbahn, die einen bergauf durch die Wälder zu Deutschlands höchstgelegener Stadt bringt. So lässt sich der Ausflug gen Süden mit einen touristischen Höhepunkt einrahmen.


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