Sonntag, 20. Oktober 2019
Donnerstag, 11. Juli 2019

TORGAU

In Flammen 2019: Heute geht die Gartenparty wieder los

Noch genießen Thomas Richter (Mitte) und sein Team die Ruhe vor dem Sturm, bevor dann am heutigen Vormittag die Besuchermassen für das In Flammen Open Air anreisen. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Ab heute geht das In Flammen Open Air in seine 14. Runde. Die TZ war vorab mit Organisator Thomas Richter auf dem Zeltplatz unterwegs und besuchte einige Gäste, die bereits vor offiziellem Beginn angereist waren.

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Es geht wieder los. Seit mittlerweile 14 Jahren gehört das In Flammen Open Air im Entenfang zu Torgaus Kulturprogramm und ist aus diesem auch nicht mehr wegzudenken. Jahr für Jahr stellt Veranstalter Thomas Richter zusammen mit seinem eingespielten Team das Metal-Festival auf die Beine, verbessert seine altbewährte In-Flammen-Formel in kleinen Schritten immer weiter und achtet dabei darauf, dass das Wohl der Gäste an oberster Stelle steht.

Eigentlich beginnt das Festival erst am heutigen Tag, dem 11. Juli. Ab 10 Uhr ist die Kasse geöffnet und ab 17.30 Uhr spielen die ersten Bands im Festzelt. Und trotzdem stehen auf dem Parkplatz des In Flammen bereits Autos, als wir uns zum Interview am Mittwoch mit Veranstalter Thomas Richter treffen. „Ja, es sind schon einige Gäste da. Auf dem Campingplatz stehen schon ein paar Zelte und Campingwagen“, verrät er und deutet in Richtung der großen Wiese, auf dem tatsächlich schon vereinzelt einige Camper zu erkennen sind. „Die kommen eben schon ein bisschen früher, um die Atmosphäre zu genießen.“

Die Ersten warten schon am Einlass

So zum Beispiel auch Tina, Benni und Moritz. Zusammen mit Thomas Richter treffen wir die drei Metal-Fans gegen halb 11 auf dem Parkplatz, direkt vor den Toren des Festivals „Wir würden gern auf den Campingplatz, aber der Einlass ist noch nicht offen. Jetzt müssen wir noch ein paar Minuten warten“, erklären sie. Tina und Benni sind den weiten Weg aus Frankfurt am Main nach Torgau gekommen, Moritz stammt aus Hessen. Während die beiden Frankfurter bereits des Öfteren die Atmosphäre des In Flammen genossen, ist es für den jungen Hessen eine absolute Premiere. „Ich bin durch ein paar Kumpels darauf gestoßen. Und da ich jetzt sowieso Urlaub und nichts Besseres vor hatte, dachte ich mir, fahr ich einfach mal vorbei.“

Hier wird man noch vom Chef persönlich begrüßt: Tina, Benni und Moritz machten am Einlass die Bekanntschaft von Thomas Richter und seinem Mitarbeiter Hasi (links).

 

Werbung im Miniatur-Format

„Schau mal, das Auto hier. Das gibt’s tatsächlich auch genau so in Originalgröße“, sagt Thomas Richter und zeigt auf ein kleines blaues Spielzeug-Auto, welches auf dem Armaturenbrett eines roten Kombis platziert ist. Beim näheren Hinsehen fällt auf: Auf der kompletten Länge der Fahrerseite prangt der In-Flammen-Schriftzug. Die beiden Fahrzeuge gehören Karsten aus Amberg. Dieser hatte im vergangenen Jahr zwar erst seine In-Flamme-Premiere, verliebte sich aber direkt in das kleine Torgauer Festival. „Da habe ich mir direkt mein Auto beklebt. Leider hat das keinen TÜV mehr bekommen und steht deshalb zu Hause, aber die Mini-Variante ist immer dabei.“ Und auch das nächste Auto soll unbedingt einen solchen Aufkleber verpasst bekommen.

Karsten präsentiert das kleine Auto mit dem In-Flammen-Schriftzug.

 

Treuer Besuch aus Brasilien

Thomas Richter hat mit Belgiern, Niederländern, Australiern und Argentiniern nicht nur zahlreiche Gäste vor Ort, sondern mit Martin aus dem Sauerland auch einen Gast, der selbst „die ganze Welt im Haus“ hat. Der Warsteiner ist mit einem dänischen Armee-Truck angereist, auf dessen Dach ein meterhoher Funkmast steht. „Ich bin Hobbyfunker und stehe im Moment quasi mit der ganzen Welt in Kontakt“, erklärt er, während aus seinem Funkgerät japanische Stimmen erklingen. Martin arbeitet eigentlich als Trucker in Brasilien und ist jährlich nur für knapp 4 Monate in der Heimat. Und da gehört dann auch das In Flammen Open Air zum festen Programm. „Neun mal war ich schon da“, verkündet er stolz. „Die Atmosphäre, die Leute, Die Mucke, es ist einfach alles geil.“

Hobbyfunker Martin fühlt sich in seinem Truck so richtig wohl. Hier wohnt er während des Festivals und hält Kontakt mit der ganzen Welt.

 

IF666

Nicht ganz so eindrucksvoll wie der camouflage-farbene Armeetruck, für Thomas Richter aber mindestens genau so beeindruckend, ist ein strahlend weißer Hyundai, der neben ein paar Zelten auf dem Campingplatz steht. „Was fällt Dir an diesem Fahrzeug auf“, sagt Richter und deutet dabei auf dessen Rückseite. „Das hat das gleiche Nummernschild wie ich. IF666. Das steht für In Flammen.“ Der Hyundai gehört Marcel aus Kamenz, welcher zusammen mit seinen Freunden bereits am Montag in Torgau angekommen ist. „Wir genießen hier einfach die Ruhe und das gemütliche Campingplatz-Feeling. Wir sind jetzt schon das 11. Mal dabei und finden es einfach immer wieder top.“

Man achte auf das Nummernschild: IF666.

 

Direkt den Schattenplatz gesichert

Eine Meinung, die auch Lessi, Bille, Rolf, Ecki, Kloster und Robert vertreten. Die sechs Kumpels haben direkt am Waldrand ihr Camp aufgeschlagen, um morgens in aller Ruhe ausschlafen zu können. „Da muss man dann eben auch entsprechend früh kommen, um so einen Platz zu kriegen.“ Für sie ist es das Gesamtpaket, welches das In Flammen zu so etwas Besonderem macht. „Das Gelände, die Bühne wunderschön unter Bäumen, das Kuchenbüfett, die Bands, die Leute, die man alle kennt, es stimmt einfach alles. Man kann es nicht anders sagen: Es ist einfach die geilste Gartenparty.“ Bereits zum 5. Mal sind die sechs in Torgau am Start, ein Ende ist für sie noch nicht in Sicht. „Solange Thomas noch weitermacht, kommen wir auch vorbei“, sagen sie mit Blick auf Thomas Richter, der diesen nur belustigt erwidert und sagt: „Also die 30 wollen wir schon noch voll machen.“ Ob die Aussage Spaß oder Ernst war, da ist sich Richter selbst nicht ganz sicher. „Mal sehen, ob’s im Renten-Alter noch so geht wie heute.“

Lessi, Rolf, Robert, Ecki, Bille und Kloster zusammen mit Veranstalter Thomas Richter (2. v. r.). Die sechs sind langjährige Stammgäste auf dem In Flammen Open Air und reisen zur Freude von Thomas Jahr für Jahr von Brandenburg nach Torgau.

 

Staus sollen vermieden werden

Denn aktuell ist Thomas Richter beim In Flammen Open Air das Mädchen für alles. Zwar stärkt sein 110-köpfiges Team jederzeit den Rücken, das große Mastermind hinter allem ist er jedoch zu jeder Zeit selbst. So hat er sich in diesem Jahr zum Beispiel der viel kritisierten Verkehrssituation des In Flammen angenommen. Kam es in den Vorjahren besonders am ersten Tag, dem Donnerstag, zu enormen Staus bis auf die B87 auf Höhe der HEM-Tankstelle, soll dies nun durch ein verbessertes Einlass-System verhindert werden. „Wir haben eine Schleuse, an der die Leute ganz schnell alles Nötige für das Festival bekommen, ohne aussteigen zu müssen. Dadurch wird dann hoffentlich der gesamte Verkehr etwas entspannter.“

Eine Woche Campingurlaub

Jedweder Staugefahr konsequent aus dem Weg gegangen sind auch Feuchti, Diana und Tino. Die drei Leipziger sind Freunde von Thomas und schon fast seit Anfang an treue Anhänger des In Flammen. Auch in diesem Jahr sind sie bereits eine Woche vor Beginn des Festivals, also am vergangenen Donnerstag, angereist und genießen seitdem ihre Zeit auf dem Campingplatz. „Für uns ist das wie Urlaub. Wir genießen die Ruhe, sitzen rum und helfen hin und wieder auch mal mit, wenn wir gebraucht werden.“

Seit einer ganzen Woche sind Feuchti, Diana und Tino nun schon auf dem In-Flammen- Campingplatz und genießen ihren Urlaub.

 

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