Sonntag, 20. Oktober 2019
Donnerstag, 11. Juli 2019

GESPRÄCH AM SONNTAG

Julia Frenzel: "Hätte nie gedacht, Königin zu werden"

Julia Frenzel (links) wird Lisa Keil als sächsische und Wermsdorfer Fischkönigin ablösen. Foto: Manuel Niemann

Von unserer Redakteurin Julia Sachse

Riesa/Oschatz. Julia Frenzel aus Malkwitz ist die neue 18. sächsische Fischkönigin. Am 14. September wird sie gekrönt. Das SonntagsWochenBlatt hat im Vorfeld mit ihr gesprochen.

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Riesa/Oschatz. Julia Frenzel aus Malkwitz ist die neue 18. sächsische Fischkönigin. Am 14. September wird sie gekrönt. Das SonntagsWochenBlatt hat im Vorfeld mit ihr gesprochen.

SWB: Wollten Sie als Mädchen auch schon Prinzessin werden? Diesen Karriereschritt haben Sie ja am vergangenen Wochenende gekonnt übersprungen!
Julia Frenzel:
Jedes kleine Mädchen träumt natürlich einmal davon, Prinzessin zu sein. Aber dass ich jetzt sogar Königin bin, hätte ich nie gedacht.


Wie fühlen Sie sich jetzt, da Sie Lisa I. nach zwei Jahren Amtszeit als Wermsdorfer und damit auch sächsische Fischkönigin mit Beginn der Karpfensaison im September ablösen werden?
Ich bin sehr glücklich darüber, das Amt als Wermsdorfer und sächsische Fischkönigin übernehmen und damit auch neue Erfahrungen sammeln zu dürfen. Ich freue mich sehr auf die nächsten 2 Jahre. Und bin sehr gespannt, was mich alles erwartet.


Wie sah das Auswahlverfahren aus? Welchen Fragen und Aufgaben mussten Sie sich vor der Fachjury stellen?
Als Allererstes musste man eine ganz normale Bewerbung schreiben. Später hat man eine Einladung zum Gespräch erhalten. Fragen waren z. B. „Wann entstand das Fischereihandwerk in Sachsen“, „Wer legte die ältesten Teiche in Wermsdorf an“ und „Welche ist die wichtigste Region für die Karpfenzucht in Deutschland“.
Danach ging es zu einem persönlichen Gespräch mit der Jury. Dort konnte man sich und seine Person vorstellen. Natürlich mussten auch da Fragen zum Thema Fischereiwirtschaft beantwortet werden sowie das Rezept für den Karpfen blau wissen.


Wie bereitet man sich eigentlich auf eine solche Herausforderung vor? Täglich eine Portion Fisch auf dem Teller?
Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ich habe mich viel zum Thema Fischereiwirtschaft, Aquakultur in Sachsen und den Fischfang generell informiert. Ich habe mich auch viel mit verschiedenen Leuten zu dem Thema unterhalten und viele Flyer und Broschüren durchgelesen. Natürlich weiß ich auch noch nicht alles und muss noch viel lernen. Aber ich bin sehr optimistisch, dass ich das schaffe!


Stimmt es, dass Sie eigentlich keine besondere Vorliebe dafür haben? Oder betrifft das eher die aufwendige Zubereitung frisch vom Fang bis hin zum Filet?
Das stimmt nicht ganz so. Natürlich esse ich regelmäßig Fisch, wäre ja auch komisch, wenn nicht. Die Zubereitung stört mich eher weniger, es sind mehr die Gräten, die man raussuchen muss. Diese sind zum Glück in einem Filet nicht vorhanden. Oder wenn es mal schnell gehen soll, tun es auch die klassischen Fischstäbchen.


Gab es eigentlich außer Krone und Schärpe noch etwas an „Ausrüstung“ für Ihr künftiges Aufgabenspektrum an der Reuse?
Neben der Krone und der Schärpe wird noch ein Kleid angefertigt, welches ich dann bei allen Auftritten tragen darf. Dieses Jahr entwirft das Kleid eine tolle Schneiderin aus Sornzig. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Den ersten Termin mit der Schneiderin habe ich im August. Mehr weiß ich leider auch noch nicht.

 
Im echten Leben sind Sie ja Sozialversicherungsfachangestellte – wusste Ihr Chef, dass Sie sich als Bewerberin für die „Krone“ melden wollten?
Dadurch, dass die Bewerbungsphase für die Fischkönigin und das Ende meiner Ausbildung und somit die Abschlussprüfungen parallel abgelaufen sind, ging das Ganze auf Arbeit ein bisschen unter. Mein Chef und meine Kollegen haben sich aber mit mir sehr gefreut.


Wie wird Ihr Alltag mit der nebenberuflichen Repräsentanz jetzt eigentlich aussehen?
Alle terminlichen Absprachen erfolgen erst in den nächsten Wochen. Was ich weiß, dass viele Messetermine, Termine zum Abfischen oder Ähnliches folgen werden, gerade im Herbst zur Karpfensaison. Man muss sich dann einfach gut organisieren, um Arbeit, Ehrenamt, Familie und Fischkönigin unter einen Hut zu bekommen. Natürlich muss man dann irgendwo Abstriche machen, aber meine Familie und Freunde stehen voll und ganz hinter mir und unterstützen mich auch, wo sie nur können. Dafür bin ich sehr dankbar.


Wann trifft man Sie das nächste Mal mit Schärpe und Insignien als Julia I.? Ist das für die Karpfensaison 2019 und 2020 offizieller Name?
Mein erster offizieller Termin ist am 14. September 2019 in Großdrebnitz, wo ich das Amt der Fischkönigin offiziell von Lisa I. übernehme. Dort findet auch die Krönung statt. Ein weiterer wichtiger Termin ist das Horstseefischen vom 11. bis 13. Oktober 2019 in Wermsdorf.


Was hat Ihre Vorgängerin Ihnen für das Amt an Ratschlägen und Tipps mitgegeben?
Leider konnten wir uns noch nicht großartig unterhalten. Wir haben aber Nummern getauscht und stehen in Kontakt. Ein Tipp hat sie mir doch aber schon verraten: Flecken auf der Schärpe lassen sich nur schwer entfernen, deswegen solle man gut aufpassen und möglichst nicht kleckern. Das wird mir ganz schön schwerfallen.


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