Dienstag, 17. September 2019
Dienstag, 16. Oktober 2018

TORGAU

Künftiges Alleinstellungsmerkmal für Torgau

Rund 30 Personen kamen zum Händlerstammtisch. Einige Plätze blieben frei.Foto: TZ/Perz

von unserer Volontärin Elisa Perz

Torgau. Beim Händlerstammtisch wurden die bisherigen Ideen für den diesjährigen Weihnachtsmarkt und für das "neue Frühlingsfest" 2019 vorgestellt. Dabei kamen mehrere Neuheiten zur Sprache.

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Keine eineinhalb Monate dauert es noch, bis der Torgauer Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus wieder seine Türen öffnet. Vom 30. November bis zum 16. Dezember hat in diesem Jahr jeder täglich von 11 bis 20 Uhr die Chance, über den Markt zu schlendern, Glühwein zu trinken und die Vereinshütten sowie die Stände zu besuchen. Auch eine lange Weihnachtsnacht werde es erneut geben, versprach Frieder Francke am Montag beim Händlerstammtisch. Allerdings müssen die Besucher auf das Höhenfeuerwerk verzichten. „Die Meinungen tendieren mittlerweile dazu, dass es langsam reicht, immer etwas in die Luft zu schießen“, lautete die Begründung des Mitglieds des Torgauer Wirtevereins, welcher den Weihnachtsmarkt wie in den Jahren zuvor auf die Beine stellt.
Eine Lasershow ist im Übrigen ebenso wenig geplant, wie der Bäckermeister auf Nachfrage von Ingo Baldauf erklärte. Diese sei mit 4500 Euro einfach zu teuer. „Vor allem, da die Resonanz bei der zweiten Show für so viel Geld schon recht enttäuschend war.“

Neue Attraktion

Dafür hat sich der Wirteverein eine neue Idee einfallen lassen, um den Weihnachtsmarkt attraktiv zu gestalten. Familie Richter, die den Reptilienzoo in Döbrichau betreibt, soll an den Wochenenden in einem Zelt ein Zirkusprogramm aufführen. „Wir sind mit ihnen bereits im Gespräch. In zwei Wochen entscheidet sich, ob wir das Zelt bekommen. Sollte das funktionieren, könnte man das Zelt auch unter der Woche für verschiedene Vorstellungen nutzen“, so Francke. Beispielsweise wäre es denkbar, Märchenvorlesungen zu organisieren oder -verfilmungen mithilfe eines Beamers zu zeigen. Auch eine Bastelecke für Kinder könnte in dem Zelt eingerichtet werden – eventuell durch die Unterstützung der Gründschüler aus Weßnig, die jährlich einen eigenen kleinen Weihnachtsmarkt veranstalten und dabei selbst gestaltete Kleinigkeiten anbieten.
Zudem kommt vielleicht ein Stollenwettbewerb zustande. „Ich könnte mir das unter dem Aspekt vorstellen, dass wir alle Nachfolger von Drasdow sind und deshalb jeden dazu aufrufen, einen selbstgebackenen Stollen auf den Marktplatz zu bringen. Dort würde eine Jury zur Verkostung bereitstehen und als Belohnung gäbe es von der Stadt gesponserte Preise“, malte Francke den Gedanken aus. Oberbürgermeisterin Romina Barth zeigte sich davon sogleich begeistert und gab für die Gewinne grünes Licht.
Abgesehen davon verwies sie darauf, die Gäste in diesem Jahr stärker über die Öffnungszeiten der Händler während des Weihnachtsmarktes einschließlich der verkaufsoffenen Sonntage zu informieren. Diese werden 2018 am 9. und 16. Dezember, also am zweiten und dritten Advent, stattfinden. Im nächsten Jahr sind sie für den 8. und 15. Dezember angesetzt. Die beiden restlichen der vier verkaufsoffenen Sonntage sollen am 6. Oktober parallel zum Kirchweih- beziehungsweise Stadtfest und am 10. März über die Bühne gehen. Das wurde am Montag ebenfalls besprochen, sodass die Termine nur noch vom Stadtrat genehmigt werden müssen.

"Torgau blüht auf"

Der Sonntag im März fällt dabei auf das Wochenende, an dem gleichzeitig „Torgau blüht auf“ in die Innenstadt lockt. Unter diesem Namen wird 2019 erstmals das bisher sogenannte Frühlingsfest veranstaltet. Der Termin hierfür ist bewusst rund einen Monat früher gewählt als in den Vorjahren, wie der Bäckermeister schilderte: „Wir werden dank Dr. Harald Alex einen ganz neuen Impuls für das Fest erhalten. Denn er kam auf die Idee, eine Frühblüherausstellung auszurichten.“ Veranstaltungsort hierfür ist das von Henry Goldammer erworbene historische Proviantmagazin. Dabei präsentieren Betriebe und Gärtner aus ganz Deutschland, ja sogar aus Holland, verschiedene Frühblüher. Auch eigene Züchtungen werden sich darunter befinden und außerdem halten Experten Fachvorträge. Gedacht ist, mit jener Veranstaltung die Landesgartenschau 2022 zu eröffnen und die Jahre bis dahin als Vorbereitung zu nutzen. „Derartige Ausstellungen gibt es in ganz Deutschland nur drei bis vier Mal, in Mitteldeutschland ist Torgau dann sogar die erste Stadt mit solch einer Schau. Das könnte ein künftiges Alleinstellungsmerkmal von Torgau werden und  natürlich auch ein neuer Anziehungspunkt. Dr. Alex rechnet allein bei der ersten Auflage mit 2000 bis 4000 Besuchern. “ (Über die Frühblüherausstellung wird die TZ noch ausführlich berichten.)  

Chicken-Bingo?

Neben dieser Hauptveranstaltung sieht der Wirteverein erneut die Automeile sowie die Bastel- beziehungsweise Spielstraße für die kleinen Besucher vor. Darüber hinaus dürfen die Modenschauen in der Spitalstraße nicht fehlen. Erstmals könnte es in dem Zusammenhang extra eine Kindermodenschau geben, die Romina Barth zusätzlich zu einem Familienflohmarkt und Chicken-Bingo vorschlug. Die Inspiration für die letzte jener Ideen holte sich die Oberbürgermeisterin auf einigen Bauernmärkten in anderen Bundesländern: „Hierfür werden mehrere Hühner auf einem Bingo-Feld verteilt und die Zuschauer können Wetten abschließen, an welcher Stelle die Tiere ihren ersten Klecks hinterlassen. Besonders bei den Kindern sorgte das auf den Märkten immer für großen Spaß.“ Ob sich die Besucher ebenso in Torgau darauf freuen können, steht aber noch nicht fest. Denn welche Anregungen von Romina Barth bei „Torgau blüht auf“ umgesetzt werden, darüber muss sich der Wirteverein in der nächsten Zeit erst noch konkret nachdenken.

Welche weiteren Themen beim Händlerstammtisch außerdem zur Sprache kamen, lesen Sie in den nächsten Tagen in der TZ.


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