Donnerstag, 12. Dezember 2019
Freitag, 15. November 2019

NORDSACHSEN

Klopf, klopf: "Wir wollen Bürgermeister werden"

Michael Busse (l.) und Matthias Griem.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Belgern-Schildau/Mockrehna. Die Freie Wählergemeinschaft Torgau-Oschatz schickt Matthias Griem und Michael Busse ins Rennen um die beiden im kommenden Jahr zu wählenden Bürgermeisterposten.

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Im Rennen um die beiden Bürgermeisterposten in Belgern-Schildau und Mockrehna hat die Freie Wählergemeinschaft Torgau-Oschatz nun Farbe bekannt. Ursprünglich erst für den 18. November angekündigt, klopfte es bereits am Freitagmorgen an die Redaktionstür der Torgauer Zeitung...

 

Arbeitgeber informiert

 

Bereits Anfang November hatte die Freie Wählergemeinschaft ihre Entscheidung im Langenreichenbacher Heidelbachsaal gefällt. Jedoch sollte die Bekanntgabe der Kandidaten erst nach deren persönlichen Gesprächen mit dem jeweiligen Arbeitgeber erfolgen. „Ich wollte einfach nicht, dass es das Christliche Sozialwerk aus der Zeitung erfährt“, sagte Matthias Griem (51 J.). Er sei 30 Jahre lang bei jenem Arbeitgeber beschäftigt. Da gehöre es sich einfach, erst intern die Zukunftspläne kundzutun.

Griem, der beim CSW in Sitzenroda die Küche leitet und Vorsitzender der Mitarbeitervertretung ist, trat Anfang November – ebenso nach Wahl im Heidelbachsaal – in die Fußstapfen von Martin Böttger, der der Freien Wählergemeinschaft seit 2003 vorstand und nun Ehrenvorsitzender ist. Mit der Kommunalpolitik kennt sich Griem als Vize-Bürgermeister der Stadt Belgern-Schildau bestens aus. Und in dieser vermisse er eine bessere finanzielle Ausstattung für Pflichtaufgaben- so zum Beispiel für den Bau von Kitas, Feuerwehren und Schulen. „Es werden Gesetze, wie das Recht auf einen Kinderkrippenplatz erlassen oder es wird der Betreuungsschlüssel herabgesetzt. Doch bei der Umsetzung werden Kommune finanziell im Stich gelassen.“ Im Falle Belgern-Schildaus vermisst Griem zudem eine intensive Unterstützung der Vereine, die nicht nur auf finanzieller Ebene ablaufen müsse, sondern bei der Vereine auf dem steinigen Weg durch den dichten Fördermitteldschungel einfach mal von der Stadt an die Hand genommen werden könnten. Stichwort Vereinsgipfel. Griem weiß, worüber er spricht. Immerhin ist er seit Jahren Vorsitzender des Probsthainer Kultur- und Freizeitvereins.

Neben der Vereinsunterstützung hat sich der verheiratete Vater zweier Söhne (24, 28 J.) als erstes großes Ziel den Kampf um die Überführung der bisherigen Rufbuslinie von Schildau nach Belgern in eine reguläre Linie auf die Fahne geschrieben. „Wer gesehen hat, wie sehr die Leute beim Tag der offenen Tür der Evangelischen Schulgemeinschaft die Türen einrannten, muss kein großer Prophet sein, um zu sehen, dass es schon bald einer regulären Buslinie zur Freien Oberschule bedarf.“ So notwendig wie dies sei aber auch der Bau neues neuen Belgeraner Feuerwehrdepots. Dieses Vorhaben hatte mit dem Verkauf des alten Bahnhofsgeländes an einen Privatinvestor in diesem Jahr einen herben Rückschlag erlitten. Die Stadt hatte darauf spekuliert, hier den dringend notwendigen Ausweichstandort zu finden.

Dritter im Bunde

Mit Matthias Griem stand auch Michael Busse vor der Tür. Der 42-jährige Weidenhainer kandidiert für das Bürgermeisteramt in Mockrehna. Während Griem bislang einziger offizieller Kandidat in Belgern-Schildau ist, ist Busse in Mockrehna bereits der Dritte im Bunde. Denn neben dem amtierenden Bürgermeister Peter Klepel will dort auch Sandro Oschkinat (Spektrum aufrechter Demokraten) um Wählerstimmen kämpfen. Der diplomierte Bankbetriebswirt ist verheiratet und Vater zweier Kinder (15, 10 J.). Nachdem er zwölf Jahre lang vorrangig in Bayern seinem Beruf als Kundenberater bei verschiedenen Privatbanken nachging, ist er seit Oktober 2015 in der Dommitzscher Stadtverwaltung als Kämmerer beschäftigt. Auch Busse hatte um Verständnis gebeten, seine Kandidatur erst nach einem persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber öffentlich zu machen.

Im Gespräch mit der Torgauer Zeitung warf er vier inhaltliche Anker seiner angestrebten Bürgermeistertätigkeit: Ausstattung der Feuerwehren verbessern, Vereinsunterstützung, kontinuierlicher Ausbau von Kita-Plätze sowie der kommunalen Infrastruktur. Gerade in Bezug auf die Vereinsunterstützung könne sich Mockrehna ein Bespiel an Dreiheide nehmen, wo es eine Art Festbetragsförderung pro Vereinsmitglied gebe, sagte der Schatzmeister des Angelvereins Dreiheide 2000, der bereits zur jüngsten Mockrehnaer Gemeinderatssitzung unter den Zuhörern weilte und dort unter anderem die Diskussion über die Ausstattung von Jugendclubs mitbekam. „Dass es im Falle der Einrichtung in Klitzschen überhaupt zu einer Diskussion über Seife und Handtücher kam, zeigt doch, dass man mit den Jugendclubs enger zusammenarbeiten muss“, findet Busse. Die Einführung einer speziellen Jugendsprechstunde könne da nur ein erster Schritt sein.

Im Gespräch mit der Torgauer Zeitung machte er ebenso deutlich, dass er das Vorhaben der Klitzschener gutheiße, die sich für die Wiedereröffnung des aufgegebenen S-Bahnhalts ins Zeug legen. Wichtig ist ihm auch eine effiziente und bürgernahe Verwaltung. „Ich brenne für das, was mich in Mockrehna erwartet“, sagte Busse abschließend.

Beide Bürgermeisterwahlen finden am 15. März 2020 statt, Beide  Kommunalparlamente hatten zuletzt die Bildung der jeweiligen Wahlausschüsse beschlossen.


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