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Donnerstag, 13. Januar 2022

TORGAU

Hohe Strompreise: "Viele beschäftigt, wie sie aus ihrem Vertrag kommen"

Verbraucherberater André   Fritzsche am Schreibtisch des Büros im Torgauer Stadtteiltreff. Hier wird er ab dem 18. Januar im 14-tägigen Rhythmus Kunden zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel Strom- und Gasverträge, beraten. Foto: Nadine Huber

von unserer Redakteurin Nadine Huber

Torgau. Seit dem 1. Januar hat die Verbraucherzentrale Torgau ihre Außenstelle im Stadtteiltreff Nordwest eröffnet. André Fritzsche, Leiter der Verbraucherzentrale Torgau, spricht im Interview über Rahmenbedingungen und beliebte Themen. 

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Explodierende Gaspreise oder Reisen, die aufgrund von Corona storniert werden müssen – die Themen, die Verbraucher in Torgau und Region bewegen, sind vielfältig – und je nach den aktuellen Entwicklungen kommen stetig neue hinzu. Die Verbraucherzentrale Sachsen und die Stadtverwaltung Torgau haben den gestiegenen Beratungsbedarf erkannt und aus diesem Grund eine zweite Außenstelle der Verbraucherzentrale Torgau im Stadtteiltreff Nordwest zusätzlich zur bisherigen in der Innenstadt geschaffen. Seit dem 1. Januar ist diese nun offiziell in Betrieb. In den nächsten Tagen startet André Fritzsche nun mit dem ersten Beratungstag. Wir sprachen mit ihm über Rahmenbedingungen, beliebte Themen und die weitere Planung. 

Herr Fritzsche, wann findet der erste Beratungstag statt?

Der erste Beratungstag wird am 18. Januar sein, Sprechzeiten sind von 13 bis 17 Uhr. Von diesem Zeitpunkt an finden die Beratungstage dann im 14-tägigen Rhythmus immer dienstags statt. 

Unter welchen Rahmenbedingungen können Verbraucher im Moment Beratungen in Anspruch nehmen?

Beratungen finden aktuell nur unter vorheriger Terminvereinbarung statt. In Ausnahmefällen, wenn Verbraucher bereits mit ihren Unterlagen vor der Tür stehen und keinen Termin haben, kann man individuell und flexibel je nach Situation reagieren und schauen, ob gerade andere Termine geplant sind. Ist das so, dann geht es leider nicht, aber ist das nicht der Fall, kann man diejenigen auch ohne Termin schnell und kurzerhand beraten. Allerdings nur, wenn sie die Corona-Auflagen erfüllen. 

Und die wären?

In der Beratungsstelle gelten 2G und Maskenpflicht. Außerdem dürfen Kunden coronabedingt momentan nicht in den Räumen warten, sondern gegebenenfalls nur draußen. Allgemein sollen Warteschlangen jedoch vermieden werden – deshalb die vorherige Terminvergabe. Wir bieten außerdem Telefonberatungen an – das ist allerdings wesentlich komplizierter. Denn erstens müssen dafür die notwendigen Unterlagen hin- und hergeschickt werden, während der Verbraucher sie in Präsenz im besten Falle gleich dabei hat und zweitens fehlt dabei einfach der persönliche Kontakt, der gerade in Beratungssituationen wichtig und nicht zu unterschätzen ist. Solange die Corona-Bedingungen es erlauben, streben wir immer Beratungen in Präsenz an. 

Ist denn räumlich soweit alles vorbereitet?

Ja. Für die jeweiligen Beratungstage stellt mir Volker Pfitzner, Präventionsmanager im Stadtteil Torgau- Nordwest, sein Büro zur Verfügung. Organisatorisch wurde auch im Voraus alles mit der Präventionsbeauftragten Julia Klöppel abgestimmt. 

Welche Themenbereiche umfasst das Beratungsangebot?

Es wird ausschließlich im Bereich Verbraucherrecht beraten. Weitere Bereiche können wir aktuell mit unserem Angebot noch nicht abdecken. Wir sprechen mit den Verbrauchern beispielsweise über Themen wie Verträge im Bereich Telekommunikation, Prüfung von Verträgen zur Altersvorsorge oder Möglichkeiten zur Stornierung von Reisen. Ein großes Thema sind zur Zeit auch die stark angestiegenen Strom- und Gaspreise. 

Welche Fragen beschäftigen Verbraucher hierbei besonders?

Die Verbraucher beschäftigt zum Beispiel die Frage, wie sie aus ihrem Vertrag herauskommen und dann, in einem weiteren Schritt, wie sie anschließend einen neuen Anbieter finden können. Das ist nämlich gar nicht so einfach, denn zur Zeit sind selbst bei sonst günstigeren Anbietern die Preise sehr hoch. Darüber hinaus erhalten wir viele Anfragen zur Verbraucherinsolvenz, die wir jedoch leider nicht bedienen können. Am 18. Januar wird es aber von 16.30 bis 18 Uhr ein kostenfreies Webinar zum Thema Verbraucherinsolvenz geben. Anmeldungen sind unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de/veranstaltungen ?möglich. Im Rahmen der Kooperation mit der Stadt Torgau ist nach wie vor geplant, künftig Veranstaltungen zu verschiedenen Themen durchzuführen, um Bürger zu informieren und aufzuklären. Aufgrund der unsicheren Corona-Lage sind konkrete langfristige Planungen derzeit jedoch allgemein sehr schwierig.

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