Samstag, 4. April 2020
Dienstag, 24. März 2020

OSTELBIEN

Losgelegt wie die Feuerwehr: Bis Sommer soll es geschafft sein

Bürgermeister René Vetter (rechts) bespricht mit Bauvorarbeiter Mirko Rotter die nächsten Schritte. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Beilrodes Bürgermeister René Vetter ist die Freude anzusehen. Das Park & Ride-Projekt ist das größte Bauvorhaben in diesem Jahr in der Gemeinde. Und das hat vorige Woche begonnen.

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Beilrode. Beilrodes Bürgermeister René Vetter ist die Freude anzusehen. Das Park & Ride-Projekt ist das größte Bauvorhaben in diesem Jahr in der Gemeinde. Und das hat vorige Woche begonnen. Eigentlich schon seit seiner Amtsübernahme in der ostelbischen Kommune bemüht sich das Oberhaupt um diese Großinvestition. Nicht ohne Grund: Es gibt jede Menge Berufspendler in der Region. Nicht nur in Beilrode, sondern auch in Großtreben und Arzberg sowie in den übrigen Ortsteilen. Sogar aus dem benachbarten brandenburgischen Bundesland nutzen Pendler den Anlaufpunkt. Sie alle benötigen Parkplätze, wenn sie morgens in die Bahn steigen und bequem und schnell in Richtung Leipzig oder Falkenberg/Elster gelangen möchten. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist ein wichtiges Strukturelement. Eines, das sicher noch in Zukunft an Bedeutung gewinnt. 

In der Beilroder Bahnhofstraße entstehen 32 Pkw-Stellflächen, 9 Parkplätze für Kräder, 12 überdachte und fünf nicht überdachte Fahrradständer. Bis Sommer soll der Bau komplett abgeschlossen sein. Als sich Bürgermeister René Vetter gestern morgen ein Bild vom Fortgang der Arbeiten macht und sich Pläne zeigen lässt, ist er sichtlich zufrieden. Die fünf Mitarbeiter der Straßen- & Natursteinbau André Köhler GmbH aus Züllsdorf haben losgelegt wie die Feuerwehr. 

Berge von Erde türmen sich, überall stehen Absperrzäune, mit einer Ramme wird gerade Schotter verdichtet, während sich zwei Bagger weiter vorarbeiten. Es sind dieser Tage Lichtblicke in einem Alltag, der von der Corona-Krise überschattet wird. Die wenigen Passanten, die vorbeikommen, werfen staunende und interessierte Blicke auf das Gelände.

 „Wir haben insgesamt drei Bauabschnitte zu realisieren“, erklärt Mirko Rotter, Bauvorarbeiter des Unternehmens. Derzeit werde Mutterboden abgetragen. Danach wird ausgekoffert, Schotter eingebracht. Es geht weiter mit Borde setzen, Straßenbereich abgrenzen, Pflastersteine einbringen und zum Schluss Asphalt ziehen, fasst der Bauvorarbeiter die wichtigsten Schritte zusammen. Etwa 120 mal 30 Meter umfasst das Baufeld. „Das Ganze kostet ungefähr 400 000 Euro, wobei wir 90 Prozent Fördermittel über den Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) erhalten“, ergänzt Bürgermeister René Vetter.

 Bereits im Juli 2018 hatte Kathrin Zeidler von der DELTA Planungsgesellschaft erste Ideen und Entwürfe öffentlich vorgestellt. Die Gemeinde wollte die Bevölkerung frühzeitig in das Projekt einbeziehen. Die anwesenden Einwohner plädierten damals für eine Variante, bei der zahlreiche Großbäume auf dem Areal erhalten bleiben. Es handelt sich vorwiegend um schattenspendende Eichen, Ahorne und Zwetschken. Daran hat sich das Ingenieurbüro gehalten. Und man sieht es: Die Stämme wurden mit Brettern geschützt, dass sie auch die Bauphase überstehen. Altlasten im Boden müssen die Mitarbeiter der Straßen- und Natursteinbau Köhler GmbH nicht fürchten. Das Gelände wurde Anfang 2019 umfangreich beräumt. Die Gemeinde hatte das alte Bahnerhäuschen, das seit vielen Jahren leer stand, abreißen und die Fundamente gleichzeitig beseitigen lassen.


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