Donnerstag, 2. Dezember 2021
Freitag, 29. Oktober 2021

NORDSACHSEN

Passend zur Saison: Nachhaltig kochen mit Kürbissen

Er ist mal rund, mal flaschenähnlich, schmeckt mal würzig, mal süß – und zu Halloween ist er besonders begehrt: Die Rede ist vom Kürbis, dessen bekannteste Sorten im Herbst ihre Hauptsaison haben. In Sachsen bauen laut Statistischem Bundesamt mittlerweile über 60 Betriebe das beliebte Fruchtgemüse an.

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Er ist mal rund, mal flaschenähnlich, schmeckt mal würzig, mal süß – und zu Halloween ist er besonders begehrt: Die Rede ist vom Kürbis, dessen bekannteste Sorten im Herbst ihre Hauptsaison haben. In Sachsen bauen laut Statistischem Bundesamt mittlerweile über 60 Betriebe das beliebte Fruchtgemüse an. Insgesamt sind landesweit mehr als 40 Hektar Fläche von Kürbissen belegt. Von der Hokkaido- bis hin zur Butternut-Sorte liefern die Superfoods bei geringer Kalorienbilanz viele wichtige Nährstoffe wie Eisen. Außerdem strotzen sie geradezu vor Ballaststoffen. Leider fällt bei der Verarbeitung von Kürbissen in vielen Küchen eine Menge Abfall an. Neben der Schale werfen viele Verbraucher auch die Kerne in den Müll – ein Konflikt mit dem steigenden Nachhaltigkeitsbewusstsein der Gesellschaft. Wie schaffen Verbraucher es am besten, mit Kürbissen nachhaltiger zu kochen?

Speisekürbisse: Fruchtgemüse mit guter Klimabilanz

Auch im Landkreis Nordsachsen sind Ideen für mehr Nachhaltigkeit in Zeiten der Klimakrise wichtiger denn je. Beim wöchentlichen Einkauf im Supermarkt gehört bewusste Lebensmittelauswahl zu einem nachhaltigen Lebensstil dazu. Kurze Transportwege, geringe Pestizidbelastung und wenig Verpackung sind für viele Verbraucher zu wichtigen Kaufkriterien geworden. Wegen seiner regionalen Herkunft und der fehlenden Verpackung wäre der Kürbis eigentlich ein ideales Lebensmittel, um nachhaltig zu kochen. Auch in Sachen Geschmack brauchen sich die beliebtesten Kürbisrezepte der Deutschen definitiv nicht zu verstecken. Leider wirkt sich anfallender Abfall bei der Verarbeitung negativ auf die Klimabilanz von Nahrungsmitteln aus. Beim Kürbis sind in dieser Hinsicht vor allem die Schalen und Kerne zu nennen.

Was einige Verbraucher nicht bedenken: Bis auf den Strunk sind bei Sorten wie Hokkaido-, Butternuss-, Spaghetti- und Patissonkürbis alle Bestandteile essbar. Bei Varianten wie Muskat- und Schlangenkürbis hingegen sollte die Schale besser entfernt werden. Dennoch wird generell ein Großteil der Speisekürbisse vor der Zubereitung geschält und ausgehöhlt, anschließend Schale und Kerne im Müll entsorgt. Beides lässt sich allerdings auf vielfältige Weisen weiterverarbeiten.

Nachhaltigkeitstipp: Immer auch die Garzeit bedenken!

Obwohl man Kürbisschalen fast immer essen kann, ist die Verarbeitung bei hartschaligen Exemplaren aufwendiger. Bis harte Exemplare weichgekocht sind, kann es dauern. Weil man auch beim Garen Energie verbraucht, kann sich das ähnlich negativ auf die Klimabilanz auswirken wie die Entsorgung der Schale. Die Lösung: Von Anfang an möglichst weichschalige Exemplare kaufen. Der Spaghetti-Kürbis wird beispielsweise inklusive Schale und Kernen gegart.

Nachhaltige Kürbisverarbeitung: Schalen und Kerne verwerten

Um beim Kochen angefallene Kürbiskerne weiterzuverarbeiten, röstet man sie im ersten Schritt. Dazu gibt man sie zunächst bei 200 Grad (Umluft: 180 Grad) für 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen, um sie zu trocknen. Anschließend wendet man sie ein bis zwei Minuten lang in einer beschichteten Pfanne. Alternativ zur Röstung kann man sie auch eine halbe Stunde lang in Wasser kochen, bis sich die harte Schale löst. Auch die äußeren Kürbisschalen müssen zunächst auf die Weiterverwertung vorbereitet werden. Am besten schneidet man sie so klein wie möglich und brät sie mit Zwiebeln an. Anschließend gießt man sie mit Wasser auf und dünstet sie langsam weich. Aus den so vorbereiteten Zutaten entsteht

  • eine Kürbiskernbutter, wenn man die gerösteten Kerne mahlt und mit einem Esslöffel Kürbiskernöl, einer Prise Salz sowie Butter vermengt.
  • Kürbispesto, indem man die weichgekochten Schalen in den Mixer gibt und die Kürbiskerne mahlt. Anschließend vermengt man sie mit Kürbiskernöl, Parmesan, Kräutern sowie Salz und Pfeffer.
  • eine Kürbissuppe mit fester Konsistenz und nussigem Geschmack, wenn man die zermahlenen Kerne und im Mixer zerkleinerten Schalen mit den Zutaten einer regulären Kürbiscremesuppe aufkocht.
  • Kürbisbrot, indem man Brotteig vorbereitet, die Kerne mahlt und zusammen mit den Schalen mithilfe eines Mixers unter den Teig rührt.
  • Kürbiskern-Panade, indem man ein Ei mit gehackten Kürbiskernen und Semmelbröseln vermischt. Anschließend Fleisch oder Fisch darin wenden und in einer heißen Pfanne anbraten.

Übrigens muss die Weiterverarbeitung von Nahrungsbestandteilen nicht immer auch auf Nahrungsaufnahme abzielen. Extrem harte Kürbisschalen wie die von Muskatkürbissen lassen sich auch einem anderen Verwendungszweck zuführen, indem man sie zu Schüsseln umfunktioniert. Dazu müssen sie von allen Rückständen des Fruchtfleischs befreit und gut getrocknet werden. Ob man Deko oder Lebensmittel wie beispielsweise Zwiebeln in solchen Schüsseln aufbewahrt, bleibt einem selbst überlassen. Ewig haltbar sind die Schalen bei dieser Verwendungsart jedoch nicht. Muss man sie irgendwann entsorgen, kompostiert man sie am besten. Für die Umwelt ist das deutlich besser als die Entsorgung in der Tonne. Außerdem lässt sich Kompost im Garten ideal als Dünger verwenden.

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