Donnerstag, 20. Januar 2022
Dienstag, 30. November 2021

NORDSACHSEN

Nachhaltig heizen - Umweltschonend durch den Winter

Nordsachsen. Besonders wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, wünschen sich die meisten Menschen, dass es zumindest drinnen schön warm ist. Das ist grundsätzlich sehr nachvollziehbar – jedoch gilt es dabei zu bedenken, dass das Heizen einer der größten Energieräuber im Haushalt ist.

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Wer verschwenderisch heizt, hat somit eine deutlich höhere Rechnung am Jahresende. Und nicht nur das: Auch auf die Klimabilanz wirkt es sich negativ aus. Dabei gibt es so viele kleine und auch größere Sachen, die jeder einzelne tun kann, um nachhaltiger zu heizen. Man muss nur damit anfangen.

Umweltfreundliche Heizsysteme nutzen

Ein guter Ansatzpunkt ist es, grundsätzlich auf umweltschonende Energie zum Heizen zurückzugreifen. Das bedeutet auch, keine fossile Brennstoffe, wie in Öl- und Gasheizungen, zu benutzen. Stattdessen empfehlen sich nachhaltige Heizsysteme wie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Diese arbeitet mit Wärmeenergie aus der Umgebung und ist zusammen mit einer Solarthermie-Anlage besonders effektiv. So ist es möglich, den Wärmebedarf fast ausschließlich durch Umweltwärme zu decken. Eine noch bessere Energiebilanz wird mit Hybridsystemen erreicht. Diese erzeugen den elektrischen Strom, den man braucht, um die Wärmepumpe zu betreiben, durch eine Photovoltaikanlage – also zum Beispiel über Solarzellen auf dem Dach.

Die richtige Raumtemperatur einstellen

Jeder Mensch fühlt sich bei einer anderen Temperatur wohl. Der eine braucht es wärmer, der andere eher kälter. Überheizte Räume sind im Winter allerdings auch für die Gesundheit eher kontraproduktiv. Langfristig führt die Wärme nämlich dazu, dass man eher anfängt zu frieren. Optimal sind Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad. Jedes Grad, das man weniger heizt, spart bares Geld. Moderne Thermostatventile können genutzt werden, um die Temperatur abhängig von Tages- und Nutzungszeit einzustellen. So ist es unkompliziert möglich, einen Raum beispielsweise nachts weniger zu beheizen als tagsüber – was ohnehin besser ist für die Schlafhygiene. Grundsätzlich macht es auch Sinn, die Temperatur in jedem Raum individuell einzustellen. Im Wohnzimmer, wo man öfter entspannen und abschalten möchte, sind vermutlich etwas höhere Temperaturen angenehmer. Im Home-Office hingegen macht es Sinn, weniger zu heizen. Die Augen neigen bei Büroarbeit ohnehin zu Trockenheit. Versuchen Sie daher, den Raum nicht noch zusätzlich zu überheizen. In der Küche hingegen wird es meist schon wie von selbst warm – allein dadurch, dass Ofen und Herd in Betrieb sind.

Energiesparend lüften

Das Fenster zum Lüften stundenlang „auf Kipp“ zu stellen, verbraucht unnötig viel Energie. Noch dazu wird dabei kein richtiger Luftaustausch möglich. Gleichzeitig kommt aber die ganze Zeit Kälte nach drinnen, sodass die Heizung gegenreguliert. Sinnvoller ist es daher, drei- bis viermal am Tag stoßzulüften und davor alle Thermostatventile abzudrehen. So wird die verbrauchte Luft in allen Räumen schnellstmöglich ausgetauscht und es geht weniger Heizwärme verloren. Je nach Größe und Verbrauch können so bei einem Einfamilienhaus pro Jahr mehrere hundert Euro gespart werden.

Wärmedämmung

Natürlich sollte die Wärme, die aufgebracht wird, um zu heizen, auch im Inneren des Hauses gehalten werden. Vor allem bei älteren Häusern geht viel Wärme durch undichte Fenster und Türen verloren. Auch das Dach und die Außenwände spielen in Bezug auf die Wärmedämmung eine wichtige Rolle. Vor dem Jahr 1977 gab es noch keine Wärmeschutzverordnung. Viele Häuser, die davor gebaut worden sind, haben deswegen eine recht schlechte Isolierung. Abhilfe schafft hierbei eine energetische Fassadendämmung. In Mietshäusern, wo man keine derartigen Renovierungsarbeiten in die Wege leiten kann, macht es bereits einen großen Unterschied, die Rollläden zuzuziehen. Vor allem nachts, wenn es draußen ohnehin kalt und dunkel ist, ist diese Maßnahme effektiv. Doch selbst Vorhänge, die von innen vor die Fenster gehängt werden, können langfristig einen Unterschied machen.

Die Heizperiode verkürzen

In der Regel beginnt man frühestens im Oktober mit dem Heizen. Ist der Oktober noch sehr mild, kann man aber auch später damit anfangen. Vermieter sind verpflichtet, das Heizen zu ermöglichen, wenn die Temperaturen unter 16 Grad fallen. Meist kann man ab Mitte / Ende April dann mit dem Heizen wieder aufhören. Die genaue Heizperiode hängt dabei immer von der Region ab, in der man lebt. Der Großteil der Heizkosten fällt also auf die Monate Oktober bis März. Man kann diese also drastisch reduzieren, indem man insgesamt versucht, die Heizperiode etwas zu verkürzen. Immerhin ist das richtige Heizen eine der besten Maßnahmen, die man als einzelner unternehmen kann, um der Klimaerwärmung entgegenzuwirken. Versuchen Sie also, etwas später mit dem Heizen zu beginnen und früher wieder aufzuhören. Jeder Tag, jede Woche zählt!

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