Montag, 22. August 2022

NORDSACHSEN

Nagelpilz und Fußpilz vorbeugen: Tipps zur richtigen Nagelpflege

Nordsachsen. Nagelpilz ist eine unangenehme Erkrankung, die häufig mit brüchigen und kaputten Nägeln einhergeht. Einmal angesteckt, vergehen oft Wochen oder sogar Monate, ehe die Füße und Nägel wieder ansehnlich aussehen. Doch das muss nicht sein: Wer die richtigen Tipps zur Pflege beherzigt, kann Nagel- und Fußpilz konsequent vorbeugen.

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Mit Naturfasern und dem richtigen Schuhwerk vor Fußpilz und Nagelpilz schützen

Eine Pilzerkrankung wie Nagel- oder Fußpilz hat nicht unbedingt etwas mit mangelnder Hygiene zu tun. Im Gegenteil: Einige Pilzarten wie beispielsweise Spross- und Fadenpilze breiten sich auch auf sauberen Füßen aus. Studien zufolge ist Nagelpilz die häufigste Erkrankung der Hand- oder Fußnägel, von der schätzungsweise zwei bis 20 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben betroffen ist. Glücklicherweise lassen sich Nagel- oder Fußpilz wie die meisten kleinen Gesundheitsprobleme selbst behandeln.

Deshalb besteht die richtige Fußpflege zunächst einmal präventiv darin, geeignete Socken sowie das passende Schuhwerk zu tragen. Pilze lieben es allgemein feuchtwarm, weshalb sie sich in nicht atmungsaktiven Schuhen optimal ausbreiten können. Anders sehen die Lebensbedingungen in atmungsaktiven Schuhen oder Tretern aus Leder aus. Hier können sich die Pilze nicht so leicht vermehren. Träger:innen sollten allerdings darauf achten, dass die Schuhe nicht zu eng sitzen. Damit lässt sich einem kleinen, unbelüfteten Abschnitt zwischen den Zehen vorbeugen, sodass auch dort kein Pilz wachsen kann.

Die Füße selbst sollten idealerweise in Socken aus natürlichen Fasern gesteckt werden. Gut machen sich Fasern aus Baumwolle, die viel Feuchtigkeit aufnehmen und diese gleichzeitig vom Fuß wegtransportieren. Vorteilhaft an der Baumwolle ist außerdem, dass sie bei hohen Temperaturen (bis zu 60 °Celsius) in der Waschmaschine waschbar ist und somit Pilzerreger zuverlässig abtötet.

Sichere Maniküre: Mit Nagelschere und Co. richtig umgehen

Bei der Nutzung von Geräten zur Nagelpflege sollten Anwender:innen besonders vorsichtig vorgehen und stets auf die richtige Hygiene achten. Grundsätzlich sollten Scheren oder Nagelknipser lediglich von einer Person im Haushalt genutzt werden. Ist dies aus bestimmten Gründen nicht möglich, so ist es sinnvoll, die Maniküresets regelmäßig gründlich zu reinigen. Da sich ein Pilzbefall auch über Nagelsets rasch verbreitet, ist es für Risikogruppen ohnehin sinnvoll, mindestens ein zweites Set im Haushalt liegen zu haben.

Füße richtig waschen und abtrocknen

Damit sich Infektionen wie Fuß- und Nagelpilz gar nicht erst ausbreiten, sollte die Hygiene an oberster Stelle stehen. Wer Fußpilz vermeiden möchte, reinigt und wäscht die Füße bestenfalls morgens und abends und trocknet diese anschließend gründlich ab. Selbst die Zwischenräume der Zehen sollten nicht vergessen werden, damit sich keine Pilze dort ausbreiten.

Krankheiten im Schwimmbad, der Sauna oder Freibad vorbeugen

Im feuchtwarmen Klima in öffentlichen Schwimmanlagen finden Pilze ideale Bedingungen vor, um zu gedeihen. Menschen, die ohne Badeschlappen barfußlaufen, schleppen die Erreger ein und geben diese an andere Besucher:innen weiter. Deshalb sollten neben Risikogruppen auch gesunde Menschen aufpassen, dass sie vom Schwimmen kein unerwünschtes Souvenir mit in die eigenen vier Wände bringen. So lautet die wichtigste Regel, die jede und jeder unbedingt beherzigen sollte: Kein barfußlaufen im Schwimmbad! Selbst in „schuhfreien” Zonen sollten Badeschuhe getragen werden, da Pilzsporen über viele Monate hinweg auf Fußmatten und anderen Oberflächen haften bleiben können. 

Zudem sollten Fußduschen im Schwimmbad, die zur Desinfektion der Füße gedacht sind, am besten ganz vermieden werden. Denn gegen Pilzsporen helfen diese Duschen gar nicht. Oft ist es zudem der Bereich drumherum, auf dessen Boden sich unzählige infizierte Hautschüppchen finden. Erschwerend hinzu kommt, dass die meisten Badegäste ihre Füße nur wenige Sekunden unter die Dusche halten und die Desinfektionslösungen mehrere Minuten zum Einwirken bräuchten. Ohnehin tun sie der Haut nicht gut, da sie deren eigenen Säure- und Fettschutzmantel angreifen und die Oberfläche damit sogar durchlässiger für Pilzsporen machen. Aus diesem Grund haben einige Schwimmbäder diese Duschen abgeschafft.

Bei Nagelpilzbefall: Andere vor Ansteckung schützen

Wer an Nagelpilz oder an Fußpilz erkrankt ist, sollte alles dafür tun, damit sich andere nicht anstecken. Vor allem die Familienmitglieder, die mit unter einem Dach wohnen, sollten mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen vor einer Ausbreitung der Pilzsporen geschützt werden. Da die Sporen neben Socken und Schuhen auch in Handtüchern oder auf Badematten überleben, sollte jedes Familienmitglied ein eigenes Handtuch nur für sich nutzen. Selbiges gilt für andere Textilien wie Bettwäsche, die man bei hohen Temperaturen waschen sollte. 

Zudem sollten Veränderungen von Haut und Nägeln ärztlich begutachtet werden. Vor allem bei Nagelpilz sollten Betroffene nicht einfach wahllos irgendwelche Hausmittel anwenden. Bei kleinen Gesundheitsproblemen wie diesen helfen spezielle Sprays und Gele, um eine vollständige Heilung zu bewirken.

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