Sonntag, 24. Januar 2021
Freitag, 27. November 2020

TORGAU

Neue Drehleiter für Torgau

Die Freiwillige Feuerwehr präsentiert ihr neues Drehleiter-Fahrzeug. Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Mit dem neuen Fahrzeug geht es für die Torgauer Feuerwehr hoch hinaus und über Hindernisse hinweg. Auch die Rettung bemannter Rollstühle ist kein Poblem mehr.

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Großeinsatz am Donnerstag auf dem Innenhof zwischen Jahnturnhalle und Feuerwehr Torgau – drei Drehleitern, eine davon aus Dommitzsch, und Dutzende Kameraden sind zugegen. Die Blaulichter funkeln hell. Korrekte Einsatzkleidung trägt keiner der Anwesenden, dafür Brötchen mit Gegrilltem. Dieser besondere Löscheinsatz gilt einer der drei Drehleitern. Es ist die Neue. Eben erst aus Karlsruhe in Torgau eingetroffen. Zur Begrüßung steht sie unter dem Spalier der alten Torgauer und der Dommitzscher Drehleiter.

Begeisterung

Ein wenig ist die Stimmung wie Weihnachten kurz nach der Bescherung – mit leuchtenden Augen und staunenden Blicken entdecken die Torgauer Feuerwehrleute ihr neues Schmuckstück. „Wie ein Weihnachtsbaum“, ist an dem Abend ein oft gehörter Ausruf. „Mit den vielen Lichtern – Coca-Cola wäre neidisch“, lacht Ray Richter beim Vergleich des Feuerwehrautos mit dem bekannten Werbe-Lkw. Ergänzt wird die kindliche Freude durch das vorsichtigen Ausprobieren  der Drehleiter. Bedächtig fährt Siegfried Böhme vom Steuersitz aus die Leiter ein paar Meter nach oben und senkt den Rettungskorb ab. Einweisung von vorn? Unnötig, so sind zwei Kameras im Korb und eine im vordersten Leiterelement verbaut. Die Bilder kann sich der Maschinist hinten auf einem Bildschirm anzeigen lassen. Vorn am Korb guckt vorne rechts ein Rohr raus. Hier wird der sogenannte Monitor angesetzt, also die Wasserspritze. Dieser Monitor ist motorbetrieben. Auch diese Steuerung  läuft, zusätzlich zum Bedienfeld im Korb, nach hinten an den Steuersitz. Im Prinzip kann sich der Maschinist gemütlich im Sessel räkeln und dabei mit dem kleinen Finger locker-lässig  in gut 30 Metern Höhe löschen. „Fehlt bloß noch eine App fürs Smartphone“, sagt Ray Richter.  „Guck mal, sogar mit Deckel“, staunen mache Kameraden.Überhaupt, die Drehleiter mit all ihren Details ist der Hingucker. Der absenkbare Korb vorn erleichtert das Löschen hinter Hindernissen, wie zum Beispiel auf der Rückseite eines Hauses. Auch die Wasserversorgung zum Korb ist denkbar einfach: Im obersten Leiterelement liegt ein Rohr, dessen unteres Ende im eingefahrenen Zustand vom Erdboden aus erreichbar ist. Hier wird der Löschschlauch angeschlossen und mit dem Ausfahren der Leiter werden die benötigten Meter an Schlauch gleich mit abgewickelt. Das Rohr endet im schon erwähnten Stutzen am Korb. Bei der bisherigen Drehleiter musste erst ein Schlauch auf der eingefahrenen Leiter verlegt werden, bevor an diesen der weitere Schlauch angeschlossen und nach oben gezogen werden konnte.

Kompatibilität

Der Korb selbst fasst bis zu fünf Personen und ist für 500 Kilogramm zugelassen. Auf dem Fahrzeug ist noch eine Schwerlasttrage vorhanden, die an entsprechende Haltepunkte am Korb eingeklinkt werden kann. „Aber der Korb ist auch kompatibel zu einer normalen Krankentrage“, sagt Thomas Bein. Der Torgauer Stadtwehrleiter betont so die nochmals gesteigerten Möglichkeiten, Personen schnell und sicher zu retten – jetzt auch im Rollstuhl sitzend, denn ein solcher passt auch in den Korb.Am Freitag war die technische Abnahme mit dem Fahrzeugausstatter BTL Brandschutztechnik Leipzig. „Wir haben die Ausrüstung zum Fahrzeughersteller nach Karlsruhe geschickt“, sagte Sven Schreiber, Verkaufsleiter Ost. Jetzt prüfe er mit seinem Kollegen, ob alles im Fahrzeug angekommen ist. Ob Schnittschutzhandschuhe, Kettensäge oder Hohlstrahlrohr – Thomas Bein wusste bereits, wo er  hingreifen muss. So ging die Abnahme in nur 25 Minuten über die Bühne.


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