Mittwoch, 21. August 2019
Mittwoch, 13. Februar 2019

DOMMITZSCH

Nun doch noch ein Fünkchen Hoffnung

Nach diesem Sieg müssen die Dommitzscher die Köpfe vorerst nich mehr hängen lassen.Foto: TZ/Sachse

Von Jens Günther

Sie können doch noch gewinnen. In der Kegel-Bundesliga fuhren die Dommitzscher einen völlig unerwarteten Sieg gegen den Tabellenzweiten ein. Nun keimt doch wieder so etwas wie Hoffnung auf.

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Mit einem vollkommen unerwarteten Sieg kehrten die Dommitzscher Bundesligakegler aus Freiberg zurück. Mit einer mutigen Aufstellung gingen sie ans Werk, nutzten zudem die Gunst der Stunde, und fügten den Freibergern die erste Heimniederlage seit über drei Jahren zu. An der Tabellenposition ändert dies zwar nichts, aber es tat enorm gut, zumal der direkte Abstieg damit erst einmal abgewendet werden konnte.
Nach zwei Durchgängen 2:2
David Schade und Jens Günther bildeten diesmal das Starterpaar. Ihre Gegenspieler waren O. Lange und I. Stein. Die ersten beiden Bahnen konnte David Schade klar für sich entscheiden. Er hatte sich einen Vorsprung von 34 Holz erspielt. Auf der dritten Bahn wurde es richtig spannend, aber mit der nötigen Ruhe konnte er auch diese am Ende mit zwei Kegeln mehr auf dem Konto gewinnen. Die letzte Bahn ging dann leider etwas zu hoch verloren. Damit war der erste Mannschaftspunkt dennoch geholt – 1:3 – (527:537). Bei Jens Günther lief es auf den ersten beiden Bahnen zwar nicht schlecht, aber sein Gegenüber war bis dato einiges besser. Die dritte Bahn ging dann klar an den Dommitzscher. Mit 28 Kegeln Rückstand betrat er die letzte Bahn, auf der der Freiberger aber nichts mehr anbrennen ließ – 3:1 – (567:535). Jede Mannschaft holte also einen Punkt und der Rückstand aus Dommitzscher Sicht betrug nur 22 Kegel.
Alexander Rudolf und Lars Günther hatten es im Mitteldurchgang mit dem vermeintlich stärksten Paar der Freiberger zu tun. Die Dommitzscher setzten Alexander Rudolf gegen den Schnittbesten M. Hahn auf der Seite Freibergs. Zwischen beiden entwickelte sich ein spannendes Spiel auf hohem Niveau. Vielleicht kam dem Dommitzscher noch die langjährige Erfahrung seiner Leipziger Zeiten auf Kunststoff zu Gute. Auf jeden Fall blieb er immer dicht am Gegenspieler dran und musste sich am Ende nur knapp geschlagen geben – 2:2 – (614:601). Lars Günther konnte gegen den Freiberger R. Mehlhorn die erste Bahn klar für sich entscheiden. Gut das diese kleine Schwäche des Gegenspielers so genutzt wurde, denn die zweite Bahn ging, wenn auch knapp, verloren. Eine Vorentscheidung brachte dann die dritte Bahn, die Lars Günther wieder für sich entschied. Aber auch bei ihm ging die letzte Bahn etwas zu hoch verloren. Dennoch reichte sein Ergebnis für den zweiten Mannschaftspunkt  – 2:2 – (565:582). Bei einem 2:2 lagen die DKC-Kegler minimal mit 18 Kegeln im Rückstand.
Nochmal ordentlich aufgeholt
Stefan Holike und Rico Wiesner wollten sich als Schlusspaar nun so lange wie möglich im Spiel halten und das Unmögliche schaffen. Für Spannung war also gesorgt. Sollte hier wirklich was gehen? Neben dem erfahrendem M. Zimmer hatten die Freiberger den U18-Spieler E. Krutak am Start, der für die Dommitzscher nicht einschätzbar war. Aus diesem Grund setzten sie Rico Wiesner gegen ihn. Stefan Holike hatte gegen seinen Gegenspieler einen schweren Stand und lag nach der Hälfte eigentlich unaufholbar zurück. Parallel konnte Rico Wiesner die erste Bahn klar für sich entscheiden, verlor aber die Zweite. Der Gesamtrückstand war zur Hälfte auf moderate 36 Kegel angewachsen – eine immer noch machbare Aufgabe. Bei Stefan Holike ging die dritte Bahn mit einem guten Ergebnis wieder verloren. Rico Wiesner dagegen konnte seine wieder deutlich gewinnen. Die Vergabe der Mannschaftspunkte war damit eigentlich geklärt. Jeder hätte zu diesem Zeitpunkt einen bekommen. Mit einem Rückstand von nur 16 Kegeln ging es auf die letzte Bahn. Dort wechselten die Freiberger dann aus und brachten für den U18-Spieler A. Beger. Dieser fand aber aus Freiberger Sicht nicht wie erhofft ins Spiel und Rico Wiesner konnte nochmal ordentlich Kegel aufholen – 1:3 – (491:594). Und auch Stefan Holike gestaltete sein letztes Spiel noch siegreich – 3:1 – (593:532). Am Ende holten sich die Dommitzscher Kegler mit einem Plus von 24 Zählern auch die zwei Kegelpunkte.
Auf Schützenhilfe angewiesen
In einem jederzeit spannenden und fairen Spiel zwischen zwei Teams, die sich schon über viele Jahre kennen, gab es einen so nicht zu erwartenden Sieger. Und so schön wie dieser Sieg für die DKC-Kegler auch ist, bleibt es realistisch gesehen überaus schwer die Liga noch zu halten. Aber mit diesem Sieg und dem Sieg der Zwickauer in der ersten Bundesliga ist es rechnerisch noch immer möglich. Leider hat man es nicht mehr in den eigenen Händen und ist auf Schützenhilfe angewiesen. Nach einer Woche Pause kommt der SKV 9Pins Stollberg nach Dommitzsch.

Ergebnisse
Freiberg – Dommitzsch3,0:5,0
Stollberg – Freital6,0:2,0
Dresden – Zeulenroda5,0:3,0
Markranstädt – Rudolstadt8,0:0,0
Mehltheuer – Wernburg6,0:2,0
 
Aktuelle Tabelle
1. Markranstädt     15    81,5:38,523:7
2. Freiberg    15    66,0:54,019:11
3. Wernburg    15    59,5:60,518:12
4. Dresden    15    66,0:54,017:13
5. Stollberg    15    62,5:57,516:14
6. Mehltheuer    15    60,5:59,515:15
7. Zeulenroda    15    57,0:63,013:17
8. Rudolstadt    14    52,0:60,012:16
9. Freital        14    40,0:72,08:20
10. Dommitzsch    15    47,0:73,07:23

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