Donnerstag, 2. Dezember 2021
Freitag, 29. Oktober 2021

GESPRÄCH AM SONNTAG

Kurt Hähnichen: "Jedes Geschenk kommt an"

Kurt Hähnichen: „Die Spendenbereitschaft der Riesaer beeindruckt uns jedes Jahr wieder. Wir können garantieren, dass unsere Weihnachtsgeschenke in die richtigen Hände kommen."Foto: Peter Noack

Peter Noack

Kurt Hähnichen über eine erfolgreiche Weihnachtsaktion für Bedürftige

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Riesa  Alljährlich packen engagierte Riesaer Bürgerinnen und Bürger Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder. Von Anfang an dabei und Koordinator dieser Aktion ist Kurt Hähnichen vom Stadtbahn Riesa e.V. Welche Entwicklung diese Aktion genommen hat und was in diesem Jahr geplant ist, darüber berichtet er heute.

SWB: Herr Hähnichen, wie wurde die Weihnachtspäckchenaktion ins Leben gerufen?
Kurt Hähnichen: Wir haben damals in unserem Unternehmen „Autohaus Gute Fahrt" in Riesa die Idee geboren, bedürftigen Kindern, deren Eltern nicht in der Lage waren, zu Weihnachten Geschenke zu machen, ein Weihnachtsgeschenk zu überreichen. Es war eine Aktion unter den Mitarbeitern, die ein großes Echo hatte. Wir waren stolz, dass 20 Päckchen gesammelt wurden. Das war keine Selbstverständlichkeit. Um sicherzugehen, dass diese Geschenke auch in die richtigen Hände gelangen, haben wir das Jugendhilfeprojekt der Volkssolidarität als Partner gewinnen können. Vom Vorstand, Frau Vincze, und der Leiterin des Projektes, Frau Dr. Frensel, haben wir sofort Zustimmung erhalten, und so hat sich diese erfolgreiche Zusammenarbeit bis heute bewährt.


Wie viele Päckchen wurden im vergangenen Jahr abgegeben?
350 Stück. Das ist eine immense Steigerung, die uns Akteure sehr beeindruckt hat. Früher hat ein Pkw für den Transport ausgereicht, 2020 füllten wir schon einen Kleintransporter.


Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?
Die Initiative wird jetzt vom Stadtbahn Riesa e. V. organisiert, der von vielen anderen Vereinen und Unternehmen unterstützt wird. Ich möchte wenigstens den HGV, die Rotarier, die Sparkasse und die Volksbank nennen und um Verzeihung bitten, wenn die Ungenannten an dieser Stelle nicht erscheinen. Recht herzlichen Dank an alle. Sie sind Multiplikatoren unserer Idee. Von Jahr zu Jahr wurden mehr Geschenke abgegeben. Auch der Anteil von privaten Spendern ist enorm gestiegen. Etwa zwei Drittel der Päckchen werden von Privatleuten gespendet. Die Solidarität der Riesaer ist im Laufe der Jahre erfolgreich gewachsen. Auch an diese Spender ein herzliches Dankeschön.


Wie stellen Sie sicher, dass die Geschenke auch die dazu passenden Empfänger erreichen?
Jedes Päckchen wird so beschriftet, dass die Auswahl vereinfacht wird. Neben der Altersangabe steht auch auf dem Etikett, ob es sich um ein Geschenk für ein Mädchen oder einen Jungen handelt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Volkssolidarität geben uns jederzeit wertvolle Hinweise, welche Inhalte die Präsente haben sollten. Auch bei der Übergabe wird darauf geachtet, dass der Inhalt passt. Falls das mal nicht so ist, steht sofort Ersatz zur Verfügung. Das ist eben das Schöne an der jahrelangen vertrauensvollen Zusammenarbeit.


Hat das Jugendhilfeprojekt der Volkssolidarität so viele zu betreuende Kinder?
Nein, aber die Leiterin, Frau Dr. Frensel, hat sehr gute Kontakte zu Einrichtungen mit einem ähnlichen Profil, zu denen die überzähligen Geschenke vermittelt werden. Auch das ist Solidarität. Jedes Paket erreicht ein Kind, das sich darüber sehr freut. Manchmal ist das leider die einzige Weihnachtsfreude.


Können Sie von einem besonderen Erlebnis berichten?
Ja, selbstverständlich. Wir übergeben alle Päckchen immer zu einem Pressetermin an das Jugendhilfeprojekt. Zu diesem Ereignis sind Kinder eingeladen, die symbolisch die Weihnachtsgeschenke entgegennehmen. Die Kinder dürfen ihre Päckchen auch gleich öffnen. Einmal hatte ein dreijähriges Mädchen darin eine Apfelsine gefunden und sich so darüber gefreut, dass es sie nicht mehr aus der Hand gelegt hat. Das war ein sehr berührender Moment. Mit solchen kleinen Sachen kann man Kinderaugen zum Leuchten bringen. Diese Erlebnisse bestätigen uns in unserem Engagement.


Wie ist die Sammlung in diesem Jahr organisiert?
Gesammelt wird wieder unter Federführung des Stadtbahn Riesa e.V. Die Abgabestelle für die Geschenkaktion befindet sich wieder in den Räumen der Riesa-Information. Wir sind stolz darauf, mit den engagierten fünf Damen zuverlässige Verbündete zu haben, die schon mal auf die Qualität der Verpackung achten. Ab sofort können dort die Geschenke abgegeben werden. Der letzte Abgabetag ist Samstag, der 4. Dezember. Die Übergabe soll am Nikolaustag, dem 6. Dezember, erfolgen.

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