Montag, 10. August 2020
Freitag, 31. Juli 2020

GESPRÄCH AM SONNTAG

Thilo Blamberg: "Ein mystisch wirkender Berg"

Thilo Blamberg: „Schauen Sie sich den Wald noch einmal ganz genau an! Er wird sich verändern.“ Foto: privat

Von unserem Redakteur Henrik Landschreiber

Collm. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Thilo Blamberg, ab September selbstständiger GeoRanger und Gästeführer aus Wermsdorf, warum er beruflich noch einmal neu durchstarten möchte.

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Collm. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Thilo Blamberg, ab September selbstständiger GeoRanger und Gästeführer aus Wermsdorf, warum er beruflich noch einmal neu durchstarten möchte.

SWB: Was ist ein GeoRanger?
Thilo BLamberg:
In erster Linie ein Wissensvermittler, der über die Geologie, Geografie, Geschichte und Natur einer bestimmten Kulturlandschaft Bescheid weiß und versucht, einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu vermitteln. Ein GeoRanger hierzulande ist aber nicht mit einem Naturpark-Ranger vergleichbar.


Wie wird man GeoRanger?
Durch eine Ausbildung im Geopark Porphyrland in Grimma und in verschiedenen Geoportalen. Noch arbeite ich als freier Trainer und Dozent, möchte mich ab September – trotz Corona – selbstständig machen. Ich war 25 Jahre als Dozent und Maschinenbau-Ingenieur tätig, wollte mich mit meinen 58 Jahren noch einmal verändern und etwas gänzlich Neues machen. Erfahrungen als Gästeführer habe ich schon seit dem Jahr 2013 während der ersten Ausstellung auf Schloss Hubertusburg in Wermsdorf gesammelt.


Ist Ihnen das Interesse an der Natur in die Wiege gelegt worden?
Ich habe mich von Kindesbeinen an für die Natur interessiert, von klein auf bunte Steine gesammelt (lacht). Nun ist es an der Zeit, mein Hobby zum Beruf zu machen.


Viele Menschen haben während Corona aus der Not eine Tugend gemacht, sich viel an frischer Luft bewegt.
Das hat meinen Entschluss, mich als GeoRanger selbstständig zu machen, nicht beeinflusst, obwohl es grundsätzlich gut ist, dass die Menschen wieder verstärkt in die Natur gehen. Die Entscheidung fiel bereits im vergangenen Jahr. Während Corona lief auf touristischem Gebiet wenig bis nichts. Meine erste Wanderung fand am 30. Juni statt. Ansonsten musste ich mit vielen Stornos leben.  
Kommt der Heimatregion wieder eine größere Bedeutung zu? Stichwort Urlaub vor der Haustür.
Ich hoffe doch sehr. Vor Corona konnte man in Wermsdorf an den Wochenenden durchaus die Bordsteine hochklappen, das hat sich schon geändert. Und man ist nicht mehr allein im Wald unterwegs. Mit unseren Wanderungen möchte ich das Interesse an der Natur wecken. Schauen Sie sich den Wald noch einmal ganz genau an: In zehn Jahren wird er durch die Trockenheit und weitere Einflüsse ganz anders aussehen als heute.


An wen richten sich Ihre Angebote als GeoRanger?
An die ganze Familie, welche die Landschaft genießen und etwas über die Region erfahren möchte. Vielleicht gibt es bald Angebote für ausschließlich an Sport Interessierte, konditionell halte ich ganz gut mit.


Am kommenden Samstag, dem 8. August, beginnt ab 10 Uhr eine Familien-Wanderung auf den Collm.
Richtig. Ein GeoRanger-Team – Grit, Kerstin, Margit, Berry, Matthias und ich – lädt zu einer Erlebnis-Wanderung für Jung und Alt ein. Wir haben uns spannende und interessante Themen ausgesucht, um wanderlustigen Kindern, Eltern und Großeltern einen schönen Ferientag zu bereiten. Wir verfolgen auch immer einen pädagogischen Ansatz.


Worauf können sich die Teilnehmer freuen?
Auf lustige Geschichten und kleine Anekdoten. Den Gipfel des Collms werden wir über die Himmelsleiter besteigen. Es gibt also auch praktische Wandertipps.


Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Collmberg, am Wermsdorfer Wald?
Aufgewachsen bin ich in Leisnig und Luckenwalde, auch dort gab es Einiges zu sammeln, was die Eiszeit einst aus Skandinavien mitbrachte. Seit den 1990er-Jahren bin ich in Wermsdorf sesshaft. Der Collm ist ein mystisch wirkender Berg, eine Art Leuchtturm in einer sonst flachwelligen Landschaft. Er bietet einen guten Rundumblick. Bei guter Sicht bis in die Sächsische Schweiz oder das Erzgebirge. Und ohne den Wermsdorfer Wald gäbe es die Schlösser Hubertusburg und Altes Jagdschloss nicht und umgekehrt. Der kurfürstliche Wald ist als Jagd- und Erholungsgebiet erhalten geblieben. Dazu hat die Region viele Teiche, die wie eine Badewanne abgelassen werden können.


Gibt es einen Tipp, der gar nicht mehr so geheim ist?
Das gut ausgeschilderte Wüste Schloss Hayn oder der Kirchenteich im Wermsdorfer Wald. Bei einer Wanderung um den Döllnitzsee lassen sich bunte Blumenwiesen entdecken. Oftmals sind es die einfachen Dinge am Waldes- oder Wegesrand, welche bezaubern.

Kostenpflichtige Familienwanderung auf den Collm am Samstag, dem 8. August, ab 10 Uhr (Treffpunkt Parkplatz Collm aus Richtung Wermsdorf), Voranmeldungen bei Thilo Blamberg unter 0151 70809978 oder
per E-Mail:
blamberg@gmx.de


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