Mittwoch, 20. November 2019
Freitag, 8. November 2019

GESPRÄCH AM SONNTAG

Thomas Münch: "Hella - Hello - Hellau"

Der Faschingsminister Thomas Münch vom „Strehlaer Carnevals Club“ SCC in Uniform. Foto: Foto: SWB/AK

Von unserem Redakteur Alexander Kurth

Strehla/Oschatz. Die „fünfte Jahreszeit“ steht bevor. Am 11. November beginnt auch in Strehla die Zeit des Karnevals. Eine lange Vorbereitungszeit geht zu Ende und man kann sich auf eine tolle Faschingssaison freuen.

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Strehla/Oschatz. Die „fünfte Jahreszeit“ steht bevor. Am 11. November beginnt auch in Strehla die Zeit des Karnevals. Eine lange Vorbereitungszeit geht zu Ende und man kann sich auf eine tolle Faschingssaison freuen.

 

SWB: Herr Münch, Karneval in Strehla? Ich dachte am Rhein ist die Hochburg der Narren.
Thomas Münch: Ja, das kann gut sein, dass Städte wie Köln und Düsseldorf die rheinischen Hochburgen des Karnevals sind. Aber Strehla hat die Elbe und ist eine der größten Hochburgen des sächsischen Karnevals. Neben sehr vielen Programmhöhepunkten in der Hauptsaison ist das größte Highlight, der am 23. Februar 2020 stattfindende Faschingsumzug. An diesen Umzug nehmen immer mindestens 50 bis 60 verkleidete Gruppen (Bilder) teil. Viele bunte Wagen und flotte Sprüche werden dann das Stadtbild schmücken. Der Umzug endet auf dem Markt und danach wird weitergefeiert.


Die närrische Zeit beginnt am 11.11. und endet am Aschermittwoch im März, kann man denn überhaupt so lange fröhlich sein?
Ich bin seit 1997 im „Strehlaer Carnevals Club“ und ich freue mich jedes Jahr auf die fünfte Jahreszeit. 2002 wurde ich zum „Minister für Öffentlichkeitsarbeit“ gewählt. Zu meinen Aufgaben im SCC gehört ebenso die Gestaltung des Programmes sowie das Männerballett. Wenn unser Programm in der Region bei den Leuten ankommt oder sich von den anderen abhebt und noch zusätzlich erfolgreich ist, macht mich das auch fröhlich und stolz. Natürlich nehme ich mir das dann als Anreiz, es nächste Saison noch besser zu machen.


Welches Motto hat der „SCC“ 2019/20 und wann wurde
dafür mit den Vorbereitungen begonnen?

(lacht) Das wird nicht verraten. Erst am 11.11. wird das Motto mit dem Faschingslied auf dem Strehlaer Markt verkündet. Mit den Vorbereitungen für die neue Saison können wir erst nach den letzten Veranstaltungen und Meisterschaften beginnen. Auf der Zusammenkunft des „Elferrats“ wird dann über eine grobe Programmplanung und das neue Motto gesprochen.


Ist Karneval gleich Fasching? Wo liegt der Unterschied?
Fasching ist Karneval. Nur in der Durchführung gibt es Unterschiede. In vielen Gegenden werden oft lange Prunksitzungen abgehalten. Das ist bei uns nicht so. Der „SCC“ steht für abwechslungsreiche Veranstaltungen. Mir persönlich gefällt der Wechsel zwischen Tanzrunden, Auftritten der Funkengarde und lustigen Elferrats-Einlagen auch besser.


Hat der „SCC“ eine Besonderheit zu den Veranstaltungen?
Na klar. Wir werden wieder unsere sechs Meter große Rutsche in der „Linde“ aufbauen. Diese reicht vom zweiten Obergeschoss bis in den Saal. Auch das bekannte Männerballett wird wieder ein tolles Programm abliefern.


Viele Vereine und Faschingsklubs haben Nachwuchsprobleme. Ist das in Strehla auch so?
Davon habe ich auch gehört. Viele Vereine überaltern und haben fast keinen Nachwuchs mehr. Dann ist es schwer, ein tolles Programm zu organisieren. Bei uns ist das aber nicht so. Zum Glück gibt es bei uns im Verein einen tollen Elferrats-Nachwuchs, der mit Begeisterung und viel Herz unseren Fasching enorm bereichert. Unser Verein hat dadurch einen sehr ausgewogenen Altersdurchschnitt. Bei den Kindern und Jugendlichen sind wir mit einer großen und zwei kleinen Funkengarden sehr gut aufgestellt. Wir sind sehr stolz auf unseren närrischen STRINKSER Nachwuchs.


Haben Sie noch andere Hobbys neben dem Karneval?
Ja, meine zweite große Leidenschaft ist Judo. Ich war mehrmaliger DDR-Meister, internationaler Deutscher Meister und habe viele Jahre für den JC Leipzig in der Bundesliga gekämpft. Zwischen 1996 bis 2012 kämpfte ich dann für meinen Heimatverein VFL Riesa  in der zweiten Bundesliga. Ab 2013 konnte ich meine Erfahrungen als Trainer in die Bundesliga-Mannschaft einbringen. In dieser Saison 2019 haben wir den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft.

Karneval, Judo und ein Geschäft in Oschatz. Wie können Sie das alles unter einen Hut bekommen?
(lacht) Fragen Sie da mal meine Frau. Meine ganze Familie zieht da mit und man muss auch mit Herz dabei sein, dann geht alles. Trotzdem ist eine gute Planung sehr wichtig. Ich habe in der Oschatzer Innenstadt ein kleines Geschäft für den gesamten Vereinsbedarf, Sport- und Fanartikel und kann daher Termine erst nach Ladenschluss erledigen. Aber gerade jetzt in Vorbereitung auf die anstehende Karnevalseröffnung führt mein Heimweg immer öfter über Strehla nach Hause. Beim Judo ist momentan Pause und das gibt mir auch mal ein wenig Zeit zum Verschnaufen.


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