Sonntag, 14. August 2022
Dienstag, 5. Juli 2022

TORGAU

Torgau-Belgeraner Downhill-Szene nimmt Fahrt auf

Magdalena Scheibe bei ihrem Debüt in Oberhof. Sie 13-Jährige wurde auf Anhieb Vierte.Foto: PRIVAT

von Thomas Manthey

Das Rennjahr 2022 könnte für die Downhill-Nachwuchsfahrer Marvin Hartkopf (Torgau) und Magdalena Scheibe (Belgern) ein erfolgreiches werden. Die Auftaktrennen sind vielversprechend.

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Radsport Der Downhill-Rennsport ist in unserer Region nicht weit verbreitet. Zwar gab es in den zurückliegenden 30 Jahren immer mal wieder Aktive - in Torgau (Ralf Hampicke, Matthias Hartkopf und andere - Four-Cross), Neiden (Daniel Jahn) und beispielsweise in Oschatz (mit Nico und David Schatzki, Torsten Trautvetter) -, von denen die meisten mit wechselndem bis sehr guten Erfolg die Berge in Deutschland, Österreich, Tschechien und bisweilen Frankreich, Schweiz oder aber Italien hinuntergeschossen sind. Doch das Bergabfahren - so die freie Übersetzung - ist und bleibt was für Spezialisten und Eingefleischte. Warum? Downhill-Fahren erfordert in erster Linie Mut. Und der ist erforderlich, wenn es mitunter mit bis zu 70 km/h den Berg, Rampen und steile Abhänge hinuntergeht und den Zuschauern bei den waghalsigen Sprüngen der Protagonisten die Kinnlade herunterfällt und fast die Augen herausfallen.

In der Region Torgau-Belgern gibt es seit wenigen Jahren wieder eine kleine, aber feine Downhill-Fraktion, die sich diesem Bergabfahren als aktiven Rennsport verschrieben haben: Familie Matthias Hartkopf aus Torgau (TZ berichtete bereits) und in diesem Jahr neu dazu gekommen ist die Familie Lars Scheibe aus Belgern.

Die beiden eng befreundeten Familien sind viele Wochenenden gemeinsam zum Training und zu Rennen deutschlandweit wie international unterwegs. Dabei werden sie oft begleitet von befreundeten, zumeist älteren Downhillern aus dem Raum Oschatz beziehungsweise die ebenfalls aktiv fahrende Familie Künzel aus Großenhain (siehe Instagram DH-Generation). Doch es sind die Kinder, die diesen speziellen Rennsport betreiben. Da wächst die nächste Downhill-Generation heran: Magdalena (13 Jahre) und Marvin (12).

Der Torgauer fährt bereits die zweite Saison in der europäischen Downhill-Rennserie Rookies-Cup, die dem europäischen Downhill-Nachwuchs vorbehalten ist. Im vergangenen Jahr wusste der junge Hartkopf bei seinen Premiere-Rennen durchaus zu überzeugen. Hingegen gab Magdalena Scheibe vor wenigen Tagen ihr Debüt. Und dies mit Überzeugung. Die junge Belgeranerin ließ den ersten, in Winterberg ausgetragenen Lauf noch aus: "Winterberg war für Magdalena noch zu früh für den Einstieg. Wir haben extra auf Oberhof gewartet", so Vater Lars Scheibe. Oberhof ist für Scheibes und Hartkopfs das Trainingsdomizil. Und Oberhof ist sozusagen ein Heimrennen. In diesem ließ es die junge Belgeranerin, die in der Altersklasse Girls U13/U15 startet, ordentlich krachen. Ohne Nerven, mit viel Mut und Geschick stürzte sich die 13-Jährige den Berg hinab. Mit Erfolg! Platz 4 in der Tageswertung. Für einen Platz auf dem Treppchen fehlten ihr gerade einmal sieben Sekunden "Die Platzierung ist sensationell, für mich aber erst einmal nebensächlich. Ich bewundere vielmehr Magdalenas Mut und die kühne Fahrweise. Schon nahezu professionell. Sie hat's drauf!", so Vater Scheibe mit Stolz. Tagesschnellste und Siegerin in dieser Klasse war Rosa Marie Jensen aus Dänemark.

Marvin Hartkopf beendete das Auftaktrennen in Winterberg auf Platz 16. Den Tagessieg sicherte sich Riccardo Vender (Italien). In Oberhof zeigte der junge Torgauer erstmals seine ganze Veranlagung, fuhr mutig, fast immer die Ideallinie, riskierte viel und wurde für seinen beherzten Run belohnt. In der Tageswertung der Klasse U13 Boys belegte er den 10. Platz. Den Sieg sicherte sich Harrison Schofield aus Großbritanien. Im Gesamtklassement liegt er aktuell auf Platz 15. Stark!

Den an diesem Wochenende in Sahlbach (Österreich) ausgefahrenen dritten Lauf müssen Scheibes und Hartkopfs aus schulischen beziehungsweise privaten Gründen auslassen. Leider! Magdalena und Marvin waren heiß auf das Renn-Wochenende.

Technisch betreut werden die beiden Downhill-Kids von Marvins Vater Matthias Hartkopf. Der 40-Jährige sattelte als aktiver und erfolgreicher Crosser vom Quad beziehungsweise von der Solomaschine wieder auf das Bike um. In den 1990er-Jahren und in den Jahren nach 2000 war Hartkopf im Four-Cross und Downhill bereits schnell und erfolgreich unterwegs, fand jedoch zum Biken zurück. Der Torgauer gewann unlängst den in Steinach (Thüringen) ausgetragenen Lauf zur legendären iXS-Downhill-Rennserie (eine der ältesten Rennserien in Deutschland) in der Klasse Open Masters. Und das überzeugend. Im Gesamtklassement ist Hartkopf Zweiter.

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