Donnerstag, 20. Februar 2020
Dienstag, 11. Februar 2020

TORGAU

Torgauer Stadtbibliothek soll zukunftssicher werden

Die Stadtbibliothek Torgau wappnet sich für die Zukunft. Foto: Bibliothek

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Neufassungen zu Konzept, Gebührenordnung und Satzung wurden im Ausschuss beraten. So sollen unter anderem mehr digitale Medien angeboten, aber auch die Preise angehoben werden.

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Die Digitalisierung macht vor nichts und niemandem Halt. Nicht vor Deutschland, nicht vor Nordsachsen und auch nicht vor Torgau. Auch wenn sich die Provinz im Gegensatz zur Großstadt etwas langsamer in Richtung digitale Welt entwickelt, schreitet auch sie immer mehr in Richtung Zukunft. Und so schickt sich auch die Torgauer Stadtbibliothek an,  sich an die Digitalisierung anzupassen und wartet nun mit einem umfangreichen, zukunftssicheren Konzept auf.

Die Bibliothek im Wandel

Und eben dieses wurde am vergangen Mittwoch in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses im Rathaus von Bibliotheksleiterin Claudia Eilenberger vorgestellt. Sie erklärte noch einmal, dass der digitale Wandel auch in Torgau Einzug halte und daher ein neues Konzept für die Bibliothek nötig sei. „Mit dem digitalen geht aber auch ein gesellschaftlicher Wandel einher“, erklärte sie weiter und betonte dabei, dass es somit nötig sei, bestimmte Schlüsselqualifikationen, wie etwa die Informations-und Medienkompetenz, zu fördern. „Wir sind mittlerweile nicht mehr nur Ausleihstation, sondern Bildungspartner von Kindergärten und Schulen“.

Insgesamt fünf Bausteine sind es, die laut dem fast 40-seitigen Konzept die Stadtbibliothek in den kommenden Jahren zukunftssicher machen sollen. Jeder davon bezieht sich auf einen Aufgabenbereich der Bücherei und vermittelt für diesen auch direkt entsprechende Maßnahmen.

Bausteine und Maßnahmen

Dazu gehört zum Beispiel die Förderung des lebenslangen Lernens innerhalb der Bibliothek. Um wirklich allen Besuchern die Möglichekit zu bieten, sich dort fortzubilden, soll nicht nur WLAN in der gesamten Einrichtung verfügbar gemacht werden, sondern auch Projekte für Migranten, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Sehschwächen und mehr auf den Weg gebracht werden.

Ein weiterer Baustein ist, die Bibliothek als Treffpunkt zu etablieren. Dies soll zum einen durch die Erweiterung des Medien- und Veranstaltungsangebots geschehen, aber auch durch Erhöhung der „Aufenthaltsqualität“, zum Beispiel durch eine gemütlichere Neugestaltung der Räumlichkeiten und der Einrichtung einer Gaming-Zone für Kinder- und Jugendliche.

Nicht nur die Digitalisierung, sondern auch der demografische Wandel macht vor der Bibliothek nicht Halt. Der Bevölkerungsanteil älterer Menschen steigt immer weiter an und somit will man sich auch darauf einstellen. So sollen nicht nur mehr attraktive Senioren-Angebote in der Bücherei geschaffen werden, auch spezielle Medienangebote sowie der Aufbau von Partnerschaften mit Seniorenresidenzen stehen auf dem Plan für die kommenden Jahre.

Einen Zeitplan gibt es schon

Auch ein entsprechender Zeitplan für die insgesamt 17 Maßnahmen wurde bereits erstellt und ist Teil des Bibliothekskonzepts. So soll unter anderem in diesem Jahr noch die komplette Bibliothek mit WLAN ausgestattet, das Leseprojekt „Buchsommer“ weitergeführt und das Ausleihen von E-Book-Readern und Konsolenspielen ermöglicht werden.

2021 steht dann neben dem Ausbau der digitalen Angebote auch die Schaffung von Seniorenprojekten auf dem Programm, während dann das Jahr 2022 vor allem im Zeichen zweier Großveranstaltungen steht. Diese wären zum einen die Landesgartenschau, in deren Rahmen bereits jetzt zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen geplant sind, und zum anderen das 20. Jubiläum der Bibliothek im Barockpalais in der Pfarrstraße. Auch das soll mit mehreren Aktionen und Projekten gefeiert werden.

Auch wenn der Verwaltungsausschuss während seiner Sitzung keine große Kritik am neuen Bibliothekskonzept äußerte, ist dieses bislang noch nicht beschlossen. Dies geschieht erst am 26. Februar, wenn der Torgauer Stadtrat in seiner nächsten öffentlichen Sitzung endgültig entscheidet, ob diese Neufassung so umgesetzt wird oder nicht.

 

 

Info

Nicht nur das Konzept der Bibliothek, sondern auch ihre Gebührenordnung sowie die Satzung sollen eine Neufassung bekommen. Letztere soll dabei vor allem an die aktuelle Datenschutz-Gesetzeslage sowie den Umgang mit digitalen Medien angepasst werden, während die Gebührenordnung vor allem mit erhöhten Preisen aufwartet. So soll unter anderem der Preis für eine Jahreskarte für Errwachsene von 12 auf 15 Ueor, für Jugendliche von 6 auf 7,50 Euro erhöht werden. Ganz neu eingeführt werden soll eine so genannte Partnerkarte, mit welcher zwei Erwachsene für einen vergünstigten Preis ein Jahr lang lesen können.

Die Neufassungen des Bibliothekskonzeptes, der Gebührenordnung sowie der Satzung finden Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Torgau.
 

 

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