Dienstag, 11. Dezember 2018

 
Donnerstag, 25. Oktober 2018

OSTELBIEN

Vierbeiner mit Beschützer-Gen

Daniel Hissung mit seinen beiden Herdenschutzhunden.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Last. Schäfer Daniel Hissung aus dem Beilroder Ortsteil Last verfügt jetzt über zwei Herdenschutzhunde und bald auch über eine neue Mehrzweckhalle.

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Ein ungewohntes Bild zu dieser Jahreszeit: Hochtragende Mutterschafe drängeln sich im Tierzuchtgut Last um die Futterraufen. Eigentlich sollte dies erst ab dem 20. November so sein. Doch schon seit September müssen Daniel Hissung und Vater Eckhard wegen der Dürre mit dieser Notlösung vorliebnehmen. Der Futterknappheit draußen folgt mehr und mehr eine Futterknappheit im Vorratslager. Zukäufe im Winter müssen sein. Nur zu welchem Preis?

Die Folgen der Dürre haben den Tierbestand in dem ostelbischen Betrieb ausgemergelt. Von den 1000 Schafen, die hier noch vor einem Monat blökten, zählt Daniel Hissung mittlerweile nur noch 800.

Obgleich die Situation derzeit angespannt ist, setzt der Firmenchef auf die Zukunft. Und die verspricht wohl noch Ende des kommenden Monats die Fertigstellung einer neuen Mehrzweckhalle, in der neben Schafen auch Lager und Technik unterkommen sollen. Das Stahlskelett zeigt bereits die Kubatur der sechsstelligen  Investition. In dieser Woche ist bereits mit dem Beplanken der Seiten begonnen worden.

Und noch eine Investition lässt Daniel Hissung hoffen: Seit einem Vierteljahr leben sich zwei sogenannte Herdenschutzhunde bei seinen Schafen ein. Erst ein Dreivierteljahr alt ragt das agile Brüderpaar dem Schäfer schon deutlich über die Hüftlinie. „Die Tiere müssen langsam in den Betrieb integriert werden“, sagt der 40-Jährige, als er an jenem Morgen zur Fütterung die Weide betritt.

Dort hat er zur Sicherheit ein Schild zu stehen, das Zweibeiner vor den Hunden warnt. „Die Tiere sind ganz klar dazu abgerichtet, Eindringlinge zu verbellen“, erläutert Hissung Junior, der seine Schafe natürlich nicht vom Menschen sondern vom Wolf bedroht sieht. Aktuell gebe es in Last trotz der Näher zur Annaburger Heide keine Probleme mit Isegrim, doch im Raum Jessen hat Isegrim jüngst für reichlich Schlagzeilen gesorgt. So musste Hobbyschäfer Frank Seide aus Prettin gleich mehrere Wolfsattacken auf seine Tiere hinnehmen.

Hissungs Herdenschutzhunde sind auf der Weide groß geworden und trotzen Wind und Wetter und Wolf. Nähert sich zudem ein Schaulustiger dem Zaun, werden die Vierbeiner aktiv. „Die können gar nicht anders“, erläutert Daniel Hissung. „Ihnen ist durch gezieltes Züchten ein Beschützer-Gen in die Wiege gelegt worden.“

Namen hat Hissung den beiden bellenden Vierbeinern nicht gegeben. Im Gegensatz zu den obligatorischen Hütehunden. „Ich möchte sie nicht zu einer Art Familienmitglied werden lassen“, sagt Hissung. Denn eine Familie hätten sie ja bereits. Auch wenn diese eben nur blöke.

Während in Last die Welt in puncto Wolf noch nicht aus den Fugen geraten scheint, sieht es nicht nur im Raum Jessen sondern auch im Raum Bad Liebenwerda ein wenig anders aus. Hier versuchen sich die Schäfer so gut es geht mit dem Raubtier zu arrangieren. Auch Daniel Hissung, der die Laster Schäferei von seinem Vater im Januar 2017 übernahm und in seinen bereits bestehenden Betrieb integrierte, weiß um die gestiegenen Anforderungen. Denn neben der Deichpflege in Nordsachsen lässt Hissung seine Schafe üblicherweise auch im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft weiden. Und dort fühlt sich der Wolf längst heimisch. Allein in diesem Jahr soll ein Rudel dort sieben Welpen aufgezogen haben. Hissung spricht’s, tätschelt die beiden Schutzhunde noch einmal kurz und steigt dann über den Zaun.


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