Mittwoch, 22. September 2021
Dienstag, 20. Juli 2021

Spielplatz wird zur lauten "Theaterbühne"

Deutliche Spuren auf der neuen Rutsche.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Mockrehna. Kaum eröffnet macht der neugestaltete Spielplatz auf dem Mockrehnaer Festplatz schon mit Negativschlagzeilen von sich reden: Bernd Haubus hievte die Thematik zur jüngsten Gemeinderatssitzung aufs Tapet.

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Der CDU-Gemeinderat aus dem Ortsteil Mockrehna sprach davon, dass einem die Anwohner wegen des lauten Theaters Leid tun können. Hintergrund: Nach Angabe von Haubus ist der Spielplatz oftmals bis 22 Uhr und länger Anlaufpunkt – weniger  für kleine Kinder als vielmehr für Familienverbände, die aus Osteuropa kommen und in den Neubaublöcken zu Hause sind.

Lautstärke

„So kann das jedenfalls nicht weitergehen“, klagte Haubus im Langenreichenbacher Heidelbachsaal. Und Haubus meinte damit nicht nur die vom Spielplatz zu vernehmende Lautstärke. Auch würden die neuen Spielgeräte dermaßen auf Haltbarkeit geprüft, dass beispielsweise die Rutsche schon deutliche Spuren aufweise. „Da wird zum Teil mit den Rädern herauf- und wieder heruntergefahren“, sagte der Gemeinderat. Mittlerweile würden  Anwohner in den Abendstunden dort sogar sitzen, damit Ruhe herrsche. Haubus schlug vor, die gesamte Anlage, die bislang nur zur Straße hin über eine Absperrung verfügt, einzuzäunen und abends abzuschließen. Bei Bürgermeister Peter Klepel, der  am Morgen nach der Sitzung den Spielplatz noch einmal untersuchte und dabei  eine durch reichlich Gummiabrieb verunstaltete Rutsche vorfand, stieß Haubus auf offene Ohren. „Ja, ein Zaun ist eine Möglichkeit, um die wir nicht herumkommen werden“, sagte Klepel.

Durchgehender Zaun

Bernd Haubus stand mit seiner Kritik an jenem Abend nicht allein da. „Ich kann das so bestätigen“, sagte beispielsweise  LINKE-Gemeinderat Erwin Ellguth, der ebenso im Ortsteil Mockrehna zu Hause ist. Die Gemeinde sollte das zusätzliche Geld für einen durchgehenden Zaun zur Verfügung stellen und am besten gleich in mehreren Sprachen auf die Nutzungsbedingungen einer solchen Anlage hinweisen. Rückendeckung gibt es diesbezüglich von Mockrehnas Ortsvorsteher Bernhard Wagner (CDU), der  gegenüber der Torgauer Zeitung in dieser Woche bedauerte, dass offensichtlich grundlegende Verhaltensweisen auf Spielplätzen einfach ignoriert werden.

Am 10. Juni war der über das LEADER-Programm geförderte Spielplatz eröffnet worden. Knapp 80 000 Euro hat das Projekt gekostet. Die Bauzeit zog sich  ein wenig in die Länge, weil bereits für geklaute Fallschutzmatten Ersatz beschafft werden musste.

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