Samstag, 24. Juli 2021
Dienstag, 20. Juli 2021

Zwei Top-5-Platzierungen eingefahren

Tom Heuer (links) und Tilo Süptitz kurz vor dem Start

Roitzsch. Die Rallye Breslau ist für das Team Motorsport Süptitz aus Roitzsch ein Muss. Und auch in diesem Jahr nahmen Tilo Süptitz und Sohn Tom Heuer teil.

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Ende Juni ging das Team Süptitz Motorsport aus Roitzsch mit zwei Fahrzeugen bei der prestigeträchtigen Rallye Beslau 2021 an den Start – Tilo Süptitz und seine Crew sowie Sohnemann Tom Heuer mit seinem Team. Beide starteten jeweils in der Cross Country Truck Klasse. Süptitz senior schrieb sich mit Navigator Marcel Fleischhauer und Co-Pilot Thomas Bodenschatz und einem 780-PS-starken Kamaz in die Starterliste ein und Filius Tom Heuer fuhr mit Navigator Christoph Tum und Co-Pilot Marco Richter plus einem Tatra-Lkw, der 600 PS unter der Motorhaube in Technik verbaut hat. Den technischen Support sicherten auf der anspruchsvollen Offroad-Tour durch Polen dieses Jahr André Meinhardt, Stephan Lutzmann, René Steinbach sowie Gabor Velde ab. Über die spannenden Renntage berichtet Christoph Tum wie folgt:

„Am 26. Juni machten sich zehn motorsportbegeisterte Männer vom Team Süptitz Motorsport aus Roitzsch auf nach Polen. Nach siebenstündiger Fahrt mit zwei Tiefladern und zwei weiteren Servicefahrzeugen war das erste Camp erreicht. Für drei Tage schlugen wir unser Lager bei Drawsko Pomorskie am Rand eines riesigen Truppenübungsplatzes der polnischen Armee auf.  Der erste Tag war für die Abnahme der Fahrzeugpapiere und für die technische Kontrolle der Fahrzeuge reserviert.  

In der Cross Country Truck Klasse waren 28 Teams am Start. Diese Anzahl bedeutete einen neuen Teilnehmerrekord. Der Großteil der Teams kam aus Holland und Belgien, mit sehr gut aufgebauten Lkw. Aber Technik und PS-Zahlen allein sind bei der Rallye Breslau nocht rennentscheidend. Diese Rallye hat ihre eigenen Gesetze.     

Der Start erfolgte am 28. Juni nach dem Mittagessen. Ab da hieß es im Team Süptitz und Heuer volle Konzentration auf allen drei „Arbeitsplätzen“. Bei Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h sowie auch bei „langsamer“ Fahrt über endlose Panzerpisten waren fahrerisches Können, Weitblick, Kondition und Durchblick gefragt.    

Tom Heuer mit seinem Tatra konnte sich im Laufe des Rennens immer unter den Top 5 platzieren, es war aber gegenüber den weitaus stärker motorisierten holländischen Teams schwer sich zu behaupten. Um mithalten zu können, durfte sich der Navigator keine allzu großen Fehler leisten. Der Tatra hielt aufgrund seiner Robustheit wieder sehr gut durch. Heuer stellt hohe Anforderungen an die Technik und seine Crew. Der Roitzscher kennt keine Gnade was den Truck und die Crew anbelangt. Handelt, reagiert und fährt nach dem Motto „Wer bummelt, verliert“.     

Die Konkurrenz, insbesondere Niederländer, hatte bis zu Tag 3 indes schon gut „Kleinholz“ aus ihren Fahrzeugen gemacht.    

Die Nachtetappe am 2. Tag begann für den Tatra mit leichten technischen Problemen. Kurz vor dem Start fielen alle LED-Scheinwerfer aus. Es schien irgendwo ein elektrisches Problem zu geben. Die Mechaniker handelten schnell und konnten kurzer Hand wenigstens einen von vier Scheinwerfer zum Leuchten bringen, allemal besser als gar keinen. Den sogenannten „Night Stage“ beendete das Team Heuer auf Platz 4.    

Das völlig neubesetzte Team Tilo Süptitz mit dem Kamaz konnte durchgehend Plätze unter den Top 10 einfahren. In Anbetracht dessen stellen die Tagesplatzierungen wie auch die Endplatzierung ein sehr gutes Ergebnis dar. Auch die Technik russischer Bauart hielt bis auf Kleinigkeiten sehr gut durch.     

Am 3. Tag, sprich nach der 6. Etappe ging es ins 120 Kilometer entfernte nach Gwda Wielka, wo das Camp 2 eingerichtet war. Die Service Crew war bei der Ankunft der Teams Tilo Süptitz und Tom Heuer bereits vor Ort, hatte den Servicestand und das Lager der Nordsachsen eingerichtet.  Es folgten noch vier Etappen in den Wäldern um Szczecinek. Diese Etappen waren den Nordsachsen gut bekannt. Beide Teams konnten mit der Konkurrenz prima mithalten und bestimmten zeitweilig das Renngeschehen. Durch den vielen Regen an den Tagen zuvor waren die Waldpassagen sehr rutschig, da war Zehnspitzengefühl gefragt.    

Vor der letzten Etappe am 5. Renntag hatte sich noch der Niederländer Aad van Velsen mit seinem Scania-Lkw an den Nordsachsen vorbei geschoben. Heuer war angestachelt und wollte sich seinen Platz zurückerobern. Dabei hieß es einen kühlen Kopf zu bewahren, keine Fehler zu machen und möglichst mit Vollgas zu fahren. 

Den Fehler fabrizierte in diesem Fall  das Team van Velsen Rally Sport. Die Niederländer verfuhren sich derart, dass sie 15 Minuten einbüßten. Tom Heuer und seine Mannschaft im Tatra fuhren fehlerfrei, leisteten sich keinen Fehler in der Navigation und passierten als Zweite den Zielbogen. Den großartigen Erfolg der Roitzscher komplettierten Tilo Süptitz und seine Jungs, die als Fünfte durchs Ziel fuhren.“ 

Tom Heuer wie auch Vater Tilo Süptitz, ihre Crew, nebst die gemeinsame Service-Mannschaft haben einmal mehr bewiesen, dass sie zur europäischen Rallye-Elite gehören und sie bewiesen einmal mehr, dass starke Technik unter der Motorhaube allein nicht entscheidend für eine gute Endplatzierung ist.

www.rallye-breslau.com

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