Freitag, 17. September 2021
Freitag, 23. Juli 2021

Alte Dreschmaschine für Wildenhainer "Sero-Schuppen"

Simone und Bernd Burkhardt sind froh, ihr Schmuckstück in gute Hände geben zu können. Foto: privat

von unserem Redakteur Christian Wendt

Weidenhain/Wildenhain. Das Weidenhainer Ehepaar Burkhardt bereitete den Mitgliedern des Wildenhainer Heimatvereins mit einem Geschenk große Freude.

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Befreit vom Staub der Jahrzehnte trat vor wenigen Tagen eine alte Dreschmaschine den Weg von Weidenhain nach Wildenhain an. Raus aus der Scheune des Ehepaars Burkhardt, rein in die Scheune des Heimatvereins. Dessen Vorsitzender Robert Schübel zeigte sich hocherfreut, jenes Zeugnis bäuerlicher Landwirtschaft nun auch Besuchern zugänglich  machen zu können.

In guten Händen

„Ich wollte die Maschine in guten Händen wissen“, sagte Bernd Burkhardt. Verschrotten sei für ihn keine Option gewesen. Seine Großeltern waren die letzten, die bis zum Eintritt in die LPG im Jahre 1960 das Teil zum Laufen brachten. Seit dieser Zeit fristete es ein einsames Scheunendasein – einen kurzen Einsatz als umfunktionierte Saatreinigungsmaschine Anfang der 90er Jahre einmal außen vorgelassen.

Ein bisschen Flugrost an den beweglichen Teilen, ansonsten zeigte sich die Dreschmaschine auch zum Erstaunen Bernd Burkhardts in einem tadellosen Zustand. Ob eiserne Mechanik oder hölzerne Verkleidung – die über Riemen angetriebene Dreschmaschine präsentierte sich den Mitgliedern des Wildenhainer Heimatvereins beim Verladen von ihrer allerbesten Seite. „Echte Wertarbeit“, lobte Robert Schübel das einst im thüringischen Auma* hergestellte Teil. 

Taschengeld aufgebessert

Ihre neue Heimstatt hat die Dreschmaschine nun im ehemaligen Wildenhainer „Sero-Schuppen“ gefunden, der einst unter anderem der Annahme von Flaschen, Gläsern und Altpapier diente. Mit dem Sammeln dieser Altstoffe konnten sich vor allem Schüler ihr Taschengeld aufbessern. Heutzutage beherbergt der Schuppen landwirtschaftliches Großgerät. Ein Besuch – auch des eigentlichen Heimatmuseums –  ist mit Voranmeldung unter der Telefonnummer 034244 55750 möglich. 

Mit dem Einzug der großen Dreschmaschine wird es nach Angabe Robert Schübels nun noch einmal zum Verrücken mancher Exponate kommen. „Unser Ziel ist es, den Besuchern einen Eindruck zu vermitteln, mit welch scheinbar einfachen Technik unsere Vorfahren die Felder bewirtschafteten“, erklärte Schübel im Gespräch mit der Torgauer Zeitung. Übrigens: Ein Teil der im „Sero-Schuppen“ ausgestellten größeren Exponate stammen aus dem alten Mockrehnaer Heimatmuseum.

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