Dienstag, 28. September 2021
Samstag, 21. August 2021

Ein Lied über erwachende Bären

Bis in die Dunkelheit hinein spielten und sangen sich die beiden Musiker Holly (r.) und Pavel durch eigene und auch ein paar fremde Stücke.Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Der Wasserwanderrastplatz entpuppte sich am Dionnerstag als Multifunktionsarena. Hier gab der Sänger-Songwriter Driftwood-Holly eins seiner Konzerte im Rahmen seiner Elbetournee.

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Am Donnerstagabend versammelten sich etwa 50 Menschen rund um den Wasserwanderrastplatz beim Alten Bootshaus. Hier hatte Driftwood-Holly mit seinem Hausboot „Traumfänger“ festgemacht. „Das ist eine Mischung aus Hobbit-Hausboot und schwimmender Theaterbühne“, informiert der Sänger-Songwriter aus Dawson, Kanada. Er spricht Deutsch mit seinen Gästen. So wird am Akzent klar, dass seine Heimat im Erzgebirge liegt, genauer in Oberwiesenthal. Dort wuchs er als Holger Haustein auf.

Durst ist schlimmer als Heimweh
Obwohl es eher wie Straßenmusik aussieht, gibt es wie bei großen Konzerten in Sälen und Stadien auch hier eine Verpflegung, zumindest mit Getränken. „Will jemand eine Flasche Wein?, fragt Holly in die Runde. Er habe soviel Flaschen an Bord, da gebe er gerne was ab. Sofort melden sich die ersten Interessenten und Holly gibt aus. Eine der Flaschen soll noch vor Ort konsumiert werden. Also holt der singende Bootsfahrer den Akkuschrauber raus, dreht eine Schraube in den Korken und zieht mit einer Zange an der Schraube den Korken aus der Flasche. „Lasst es euch schmecken“, reicht er die nun offene Flasche an die durstigen Gäste.

Vor Jahren wanderte Holly in die alte Goldgräberstadt Dawson aus. Der Lebensmittelpunkt nahe der Klondike-Mündung in den Yukon macht sich in seinen Werken bemerkbar. Er thematisiert zum Beispiel das Zusammenleben mit wilden Bären. „Der Bär erwacht aus seinem Winterschlaf und hat schlechte Laune – wie ich, wenn ich aufwache“, kündigt er sein Lied  zu Ehren der Torgauer Petze an. In diesem Sinne mäandern die Texte und Melodien  zwischen Blues, Country und Folk Rock. Entsprechend entspannt ist die Stimmung auf dem Schwimmsteg, der Kaimauer und dem Freisitz des Restaurants im Bootshaus.

Reiseerlebnisse
Zwischen den Liedern erzählt er noch ein paar Anekdoten aus seinem Leben und vor allem der aktuellen Flusstour. Sie ist die erste große Reise seiner „Traumfänger“. Dabei kämpfe er immer wieder mit Wind, Strömung und Berufsschifffahrt auf seinem Weg elbabwärts. „Nach Riesa bin ich gar nicht reingekommen aufgrund des Windes“, ordnet er ein. Unterwegs nach Torgau sei er sogar einmal durch auflandige Winde aufs Ufer gedrückt worden.

Für die letzten Lieder holt Holly zusätzlich den Chefkonstrukteur seines Bootes mit aufs Vordeck. „Unser wichtigster Mann – ohne ihn gäbe es das Boot und damit auch die Tour nicht“, ordnet Holly ein.

 


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