Dienstag, 28. September 2021
Mittwoch, 25. August 2021

Besinnungstripp ins All

Karsten Gutjahr (r.) sammelt Unterschriften vor dem Bahnhof Torgau.Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Nordsachsen. Karsten Gutjahr von der Partei Die PARTEI will hoch hinaus – im wahrsten Sinne.

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Nordsachsen. Mit Karsten Gutjahr als künftigen nordsächsischem Abgeordneten wird es hoch hinaus gehen im Landkreis. Der Tauchaer will schließlich im Falle seines Wahlsieges in Torgau einen Weltraumfahrstuhl errichten. 

Hauptsache Arbeit

Offensichtlich steht für ihn die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen ganz von auf der Agenda. Dies wird bereits in seinem Lebenslauf deutlich. Eigentlich hatte der gebürtige Torgauer mit der abgeschlossenen Lehre als Metallbauer schon etwas Solides in der Tasche. Doch dann studierte er noch Mathematik. „Weil ich nicht arbeitslos werden wollte“, macht der 34-jährige klar. Denn laut seiner Aussage sind Mathematiker seltener von Arbeitslosigkeit betroffen. So soll auch sein Weltraumfahrstuhl den den nordsächsichen Arbeitsmarkt mit Stellen überschwemmen. „Das gibt jede Menge Arbeitsplätze“, wirbt der Mathematiker für sein Projekt, nicht nur während des Baus. „Zum Beispiel werden wir auch Liftboys brauchen“, so Karsten Gutjahr.

Weisheit fürs Kabinett

Auf rund 35 786 Kilometern Höhe plant Karsten Gutjahr im Prinzip lediglich eine Aussichtsplattform. „Dort sieht man das Sonnenlicht völlig unverfälscht reinweiß“, schwärmt er.  Noch wichtiger ist ihm aber die Sicht nach unten. „Der Blick auf unser Raumschiff – die Erde“ verdeutlicht der Vater von drei Kindern. Der umgebende Weltraum sei lebensfeindlich. „Dort draußen wartet nur der Tod“, macht er  klar. Darum müssten wir auf unsere Erde aufpassen. „Ich will die Mitglieder meines Kabinetts hochschicken, auf dass sie mit dieser Weisheit wieder herunterkommen“, gibt der Turbopolitiker einen Ausblick in seine künftige Regierungsarbeit. Richtig gelesen – er will regieren, und zwar als Kanzler. 

Von 0 auf 100 als Kanzlerkandidat

Eine großartige politische Expertise kann er noch nicht vorweisen. „So zwischen 2015 und 2019 war es – da merkte ich, ich kann das mit dem Regieren auch. Also zumindest nicht schlechter als die aktuellen Politiker“, beschreibt er seine Politisierung. Demzufolge trat der gebürtige Torgauer im Jahr 2019 der Partei Die PARTEI bei.

„Die PARTEI  ist in der Lage, selbst zu regieren“, hebt der Tauchaer hervor. Mit ihr habe Karsten Gutjahr auch in Möglichkeit, seine eigene Politik zu machen. „Es gibt zwar ein Grundsatzprogramm, aber das ist eher eine Ideensammlung oder grobe Orientierung – auf jeden Fall nicht verbindlich.“, ordnet er ein.

Bereits im März startete Karsten Gutjahr seinen Bundestagswahlkampf in Torgau Damals warb er in der Bäckerstraße und vor dem Bahnhof um Stimmen. Der Tauchaer will Nordsachsens Abgeordneter für den Bundestag als Politiker der Partei DIE PARTEI werden. „Ich bin der Kandidat von Schkeuditz bis Oschatz“, machte er bereits im Frühjahr klar. Aus den ursprünglich benötigten 200 Unterstützungsunterschriften aus dem Wahlkreis wurden dank Corona nur noch 50. Laut Kreiswahlleiter Steffen Fleischer reichte Karsten Gutjahr letztendlich 67 Unterschriften ein.

Für den ländlichen Raum

Seine oberste Prämisse ist die Entwicklung des ländlichen Raumes. Dazu plante der gebürtige Torgauer ursprünglich auch einen Hochseehafen Torgau direkt an der Elbe. „Doch das kollidiert mit dem Weltraumfahrstuhl“, schränkt Karsten Gutjahr ein. So müsse der Hochseehafen in Eilenburg entstehen. „Bauen wir eben die Mulde ein wenig aus“, bleibt der Diplom-Mathematiker (FH) locker.

Wenn er es dann in den Bundestag und das Kanzleramt geschafft hat, wolle er letzteres  nach Torgau verlegen. Ginge es nach Karsten Gutjahr, dann könnte seine Geburtsstadt auch die Hauptstadt Deutschlands sein. Doch soweit reiche sein Gestaltungsspielraum als Kanzler nicht. „Das geht erst, wenn wir als DIE PARTEI unser Wahlziel von 100 Prozent plus X erreicht haben.“

Abseits der Politik

Beruflich ist Karsten Gutjahr als Projektleiter tätig. „Bei einer Software-Firma“, tut er kund. Diese schaffe Programme für die Medienbranche. Als Ausgleich zu all den Anstrengungen in Beruf, Politik und Familie führt er die Renovierung eines alten Hauses an. „Grundsätzlich habe ich aber ein breites Interessengebiet“, sagt der Mensch Karsten Gutjahr. So habe er sich unter anderem Orientierungsläufen, Badminton und Hallenfußball in Vereinen gewidmet. Bei diesen Aktivitäten sammelte er ebenso Erfahrungen für zeitaufwendige Projekte: „Ich lief in meinen 20-ern auch schon einen Marathon.“

 


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