Dienstag, 28. September 2021
Donnerstag, 26. August 2021

Chris Daiser: "Es müssen mehr Menschen wie ich Politik machen."

Chris Daiser, FREIE WÄHLERFoto: privat

Von unserer Redakteurin Laura Krugenberg

Nordsachsen. Chris Daiser will für die FREIEN WÄHLER in den Bundestag

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Der Wahlkampf zur Bundestagswahl hat begonnen. 12 Bewerber wollen per Direktmandat von Nordsachsen aus in den Bundestag nach Berlin. Die TZ stellt Ihnen die einzelnen Kandidaten in einer Serie vor. Heute: Chris Daiser, FREIE WÄHLER 

Der 28-Jährige Chris Daiser kandidiert für den Deutschen Bundestag. Auch wenn es vor allem die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt war, die den Eilenburger in die Politik gebracht hat, will er nun trotzdem nach Berlin. “Es müssen mehr Menschen wie ich Politik machen und gestalteten und nicht nur Akademiker, die meist gar nicht den Bezug zu einem Großteil der Bevölkerung haben.”  

Aufräumen für den Naturschutz

Der gelernte Kaufmann für Spedition und Logistik-Dienstleistung arbeitet für ein Leipziger Software-Unternehmen. Für die Liebe zog Daiser vor seiner Ausbildung nach Nürnberg, brach damals sogar sein Studium ab. Als die Beziehung jedoch in die Brüche ging und er ausgelernt hatte, war für den jungen Nordsachsen klar - es geht für ihn zurück in seine Heimatstadt. “Ich bin in Eilenburg geboren und aufgewachsen. Das ist meine Heimat und die liegt mir sehr am Herzen” erzählt Daiser. Aus diesem Grund engagiert sich der 28-Jährige seit einigen Jahren auch ehrenamtlich für Stadt und Region. Auf kommunaler Ebene ist er als berufener Bürger Teil des Stadtausschusses Eilenburg für die FREIEN WÄHLER/Freigeister. Zudem startete Daiser Projekte, wie die Aufräumaktion im Muldental und die Lauschtour. “Die Lauschtour war die erste in ganz Sachsen und wurde super angenommen. Mittlerweile hat auch Delitzsch nachgezogen.” erzählt er stolz. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Stadtrundgang per Handy und App. Dieser ist kostenlos und kann von jedem Interessierten heruntergeladen und genutzt werden, so dass sich Städte wie Eilenburg auch ohne Stadtführer erkunden lassen. Ein anderes Herzensprojekt ist die jährliche Aufräumaktion im Muldental, die leider in diesem Jahr coronabedingt ausfallen musste. “Im Frühjahr, wenn der Wildwuchs noch nicht so hoch ist und noch keine Bodenbrüter unterwegs sind, geht der Naturliebhaber mit freiwilligen Unterstützern in die Muldenaue um diese zu von Plastikflaschen, Scherben und dergleichen “zu entrümpeln”. 2019 folgten über 50 Leute dem Aufruf, schnappten sich Müllbeutel und Handschuhe und machten mit.  

Zwei 40-Stunden Jobs 

Durch diese Aktion kam Daiser auch erst zu Politik. 2018 Boten die FREIEN WÄHLER Eilenburg ihre Unterstützung an und erste Kontakte bauten sich auf. “Als Matthias Berger zu uns kam, um Mitglieder für eine Kreisvereinigung zu gründen, habe ich nicht lange überlegen müssen”, erzählt Daiser. Und das, obwohl seine Familie eigentlich gar kein großes Interesse an Politik hat. Die Motivation, trotzdem politisch aktiv zu werden, kommt bei Daiser durch die Verbundenheit zu Region: “Ich will in meiner Stadt, in meiner Region und in ganz Deutschland etwas bewirken. Es gibt immer viel zu tun und viel was sich ändern muss. Es bringt nichts immer nur zu nörgeln, man muss auch was tun.” Deshalb gibt der 28-jährige im Wahlkampf auch 110 Prozent, wie er sagt. Hinter ihm steht, im Vergleich zu den großen Parteien, nur eine handvoll Helfer. Fyler verteilen, Plakate aufhängen und eine 40-Stunden-Woche bringt der junge Kandidat gerade so unter einen Hut. Viel Zeit für Freizeit bleibt da nicht. Deshalb freut sich der junge Kandidat stets über helfende Hände. “Wenn mich die Leute fragen, wie sie mich am besten unterstützen können, dann antworte ich: beim Flyer verteilen. Ich nehme jegliche Hilfe wirklich dankend an.” 

Raus in die Welt  

Wenn der Wahlkampfstress vorbei ist, kann sich Daiser wieder auf seine Hobbys konzentrieren. Neben Wandern, Tauchen und Ski-fahren freut er sich vor allem darauf wieder die Welt zu erkunden, wenn es die Pandemie zulässt. Als 19-Jähriger verbrachte Daiser einige Monate in Nordamerika und reiste durch Kanada und die USA. Während dieser Zeit lernte er nicht nur viele Interessante Menschen kennen, auf deren Sofas er, beim sogenannten “Couchsurfing” übernachtete, sondern lernte auch viel für die Zukunft. “Auf so einer großen Reise, weit weg von Zuhause, lernt man als junger Mensch vor allem Eigenverantwortung. Jede Reise bringt neue Erfahrungen und Eindrücke.” Wann er seiner Leidenschaft wieder nachkommen kann, bleibt erstmal offen. Die nächste geplante “große” Reise führt den Eilenburger, so hofft er, nach Berlin in den Bundestag.

 

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