Dienstag, 28. September 2021
Dienstag, 31. August 2021

Apnoe: Ein Extremsport mit Tiefgang

Nach seinem erfolgreichen Tauchgang ist Apnoe-Taucher Arnd Steckenborn erschoepft aber uebergluecklich.Foto: Laura Krugenberg

Von unserer Redakteurin Laura Krugenberg

Wildschütz. Bei der Deutschen Meisterschaft im Tieftauchen wurden am Wochenende gleich mehrere Rekorde gebrochen.

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Wildschütz. Ganze 13 Jahre hat es gedauert, bis die Deutsche Meisterschaft im Tieftauchen wieder in Deutschland stattfinden konnte. „Wir haben lange nach einem geeigneten Standort gesucht, sowie nach Partnern, die uns bei der Organisation unterstützen. Mit der Tauchschule Volker Buder und der Heliosklinik sind wir in diesem Jahr fündig geworden”, erklärt Martin Dubiel, Vorsitzender des Freitauchclubs Leipzig, der den Veranstalter AIDA Deutschland e.V. bei der Organisation der Meisterschaft unterstütze. 

An die Grenzen gehen 

Insgesamt 18 Apnoe-Taucher gingen am Wochenende im Steinbruch Wildschütz an den Start. Bis zu 70 Metern ging es für die Teilnehmer in die Tiefe und das ganz ohne Sauerstoff. Denn unter Apnoe- oder Freitauchen, versteht man das Abtauchen in Große Tiefen ohne Geräte, mit gerade mal einem Atemzug. 

„Obwohl sich die Gerätetaucher gerne als Sporttaucher bezeichnen, ist das Apnoetauchen das eigentliche Sporttauchen”, sagt Martin Dubiel, selbst aktiver Freitaucher. Neben den körperlichen Anstrengungen dieser Tauchart, müssen sich die Athleten ihren eigenen Kopf austricksen. Deshalb gehören zum Training vor allem Atemübungen und Entspannungstechniken, damit man in 40 oder 50 Metern Tiefe nicht den Kopf verliert, denn einatmen kann man erst wieder an der Oberfläche. 

„Vor allem in Seen zu tauchen ist eine Herausforderung”, so Dubiel, der mit seinem Leipziger Club im Kulkwitzer See trainiert. „Ich habe schon in Ägypten trainiert. Dort schaffte ich leicht einen 40 Meter Tauchgang. Doch Seen sind in der Tiefe kalt und dunkel, das fordert nicht nur körperlich viel mehr, sondern auch mental.”  

Keine Zwischenfälle 

Auch wenn das Wetter am Wochenende eher zu einem trockenen Aufenthalt am Ufer einlud, verlief bei der Meisterschaft alles nach Plan und es kam zu keinen sogenannten Blackouts, bei denen die Taucher das Bewusstsein verlieren. „Freitauchen ist nicht so gefährlich, wie man denkt, wenn man sich an die Sicherheitsvorschriften hält”, erklärt Dubiel. Um tragische Unfälle zu vermeiden, sind neben Sanitätern, auch Sicherheitstaucher dabei, die im Ernstfall eingreifen können. Zudem werden die Taucher mit einem Sonar in der Tiefe überwacht und sind mit einer Konstruktion aus Gegengewichten gesichert, die sie wieder zur Oberfläche bringt. Ein schnelles Auftauchen ist hier, im Gegensatz zum Gerätetauchen, keine Gefahr, da die Taucher in der Tiefe ohne Sauerstoff arbeiten.  

Nicht tief genug 

Obwohl der Steinbruch nicht nur eine stattliche Tiefe von 70 Metern hat, sondern auch klares Wasser, wird eine Meisterschaft hier wohl nicht noch einmal stattfinden. „Es wurden mehrerer Rekorde gebrochen, weil viele Teilnehmer die Maximaltiefe erreichten. Wir haben gesehen, dass der Steinbruch einfach nicht tief genug ist”, so Dubiel. In der Disziplin CWT-B (Tauchen mit zwei Flossen) wurden ein neuer nationaler Rekord aufgestellt und gleich wieder gebrochen. Anna-Katharina Schmitt tauchte ganze 54 Meter und übertrumpfte Nadja Spanopoulos somit um 2 Meter. Gleich mehrere Athleten schafften es bis zum Grund des Steinbruchs, darunter auch Arnd Steckenborn, Jens Stötzer und Daniel Weißhoff, die sich in der Kategorie CWT (Tauchen mit Monoflosse) den ersten Platz teilten.  

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