Dienstag, 28. September 2021
Montag, 6. September 2021

Blauer Traum von Babylon

Das „DönerLand“ ist die wohl prominenteste Fassade Gröbas.Foto: Julia Sachse

Von unserem Redakteurin Julia Sachse

Wie die wohl prominenteste Fassade Gröbas entstanden ist

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Riesa. Wie trist sie doch manchmal sein können, die Straßen der gewohnten Umgebung. Und wie sehr man sich doch nach manch hartem Tag wünscht, der Blick möge ein wenig gereizt werden, geführt, gelockt werden, darin mal wieder etwas Neues zu entdecken! Gemeinsam mit dem Verein Sprungbrett e.V. machen einige Gröbaer und ansässige Unternehmen in der Kirchstraße diesen Wunsch schon seit zwei Jahren zum Programm.

 

Bestes und wohl auffälligstes Beispiel ist die königsblaue Fassade des „DönerLand“-Bistros von Gaffar Korkmaz. Der gebürtige Kurde ist seit 1997 als Gastronom in Riesa tätig und betreibt das „DönerLand“ seit 2017 als zweites Bistro nebst dem am Puschkinplatz. Was man bekommt, das ist klar: Köstlichkeiten vom Dönerspieß, frische Pizzen und Pasta- sowie Salatgerichte nach Tradition des Hauses. Aber – was sieht man da eigentlich, wenn man über die Brücke nach Gröba „raus“-fährt und „ins Blaue“ schaut?
„Vorbild war die Vision von Babylon,“ erklärt Gaffar Korkmaz. „Die Sprungbrett-Leute haben mich gefragt, ob ich gern beim Motiv mitreden wolle und dann haben wir gemeinsam daran gearbeitet. Rausgekommen ist die Idee, eine Art Torbogenhaus im Stil der osmanischen Antike, mit typischen Elementen der Kunst und eben den markanten blauen Fassadenfliesen zu imitieren.“
Gab es ein konkretes Vorbild dafür? „Für mich nicht. Babylon ist ja auch eher eine Art Mythos und genau diese Art Mystik, die Ahnung dessen, was es mal gewesen sein, bedeutet haben könnte, irgendwie auch die Tradition des Geschichtenerzählens in unserer Kultur – das alles fließt da in einem Fantasiebild zusammen.“


Mit viel Fantasie, aber auch einer wunderbaren Portion Liebe zur Region sind viele weitere Wandmalereien seit dem Start der Initiative „Wir in Gröba“ im Jahr 2019 in der Kirchstraße entstanden. Es ist nur eines von mehreren Projekten, die die Menschen und Unternehmen im Stadtteil auf unkomplizierte und ungezwungene Art und Weise dazu ermuntern, ihr Quartier bewusst mitzugestalten, zu aktuellen Problemstellungen in einen Diskurs zu treten und gemeinsam als starkes Netzwerk Lösungsvorschläge zu finden – sowie zu entsprechenden Anlässen einfach mal gesellig das Leben in Gröba zu genießen.
Gaffar Korkmaz gehört zu ihnen. In den über 20 Jahren, die er und seine Familie nun hier leben, habe er niemals ernsthaft darüber nachgedacht, doch noch mal woanders sein Glück zu suchen. „Hier war es für uns von Anfang an einfach immer perfekt.


Wir fühlen uns in Riesa wirklich zu Hause!“, sagt er. Bald wird auch sein Freisitz noch gemütlicher sein und zum Verweilen vor dem „Babylonischen Tor“
einladen – wer mit dem Essen fertig ist, fängt an, eine Geschichte aus fernen Ländern zu erzählen ...

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