Dienstag, 28. September 2021
Donnerstag, 9. September 2021

Sebastian Wünsch: "Exkursion Naturstadt"

Sebastian Wünsch ist Regionalmanager für Natur und Landschaft im Regionalmanagement Elbe-Röder-Dreieck. Foto: Peter Noack

Von unserem Redakteur Peter Noack

Sebastian Wünsch über ein Förderprojekt im Elbe-Röder-Dreieck

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Glaubitz. Sebastian Wünsch ist Regionalmanager für Natur und Landschaft im Regionalmanagement Elbe-Röder-Dreieck. Gegenwärtig begleitet er einen Bundeswettbewerb. Erste Erfolge haben sich bereits eingestellt. Über Inhalt, Ergebnisse und geplante Maßnahmen berichtet er heute.

 

SWB: Herr Wünsch, können Sie den Wettbewerb bitte erläutern?
Sebastian Wünsch:
Im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ geht es darum, Insekten zu fördern und mehr Natur in Kommunen zuzulassen. Mit diesem bundesweiten Wettbewerb möchten wir Kommunen motivieren, mehr Stadtnatur zu wagen und die Insektenvielfalt zu erhalten und zu fördern. In der Zeit vom 1. Februar bis zum 30. Juni 2020 waren alle Kommunen Deutschlands eingeladen, sich mit Projektideen zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu beteiligen. Insgesamt haben sich 310 Städte, Gemeinden und Landkreise mit 332 Projektideen am Wettbewerb beteiligt. Aus den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen wählte eine Fachjury die 40 besten Projektideen zur Auszeichnung aus.

Nach welchen Kriterien wurden die Projekte ausgewählt?
Maßgeblich war hierbei, inwieweit die Projektideen zu Verbesserungen für Stadtnatur, Insekten und deren Lebensräumen führen, zu Umweltbildung und gesellschaftlichem Engagement beitragen, nachhaltig wirken, vorbildlich und innovativ sind. Am 25. November 2020 sind 34 Städte und Gemeinden, vier Kreise sowie eine Verwaltungsgemeinschaft und ein Bezirk ausgezeichnet worden. Alle ausgezeichneten Kommunen erhalten aus Mitteln des Bundesumweltministeriums jeweils ein Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro für die Umsetzung ihrer Zukunftsprojekte. Ausführliche Informationen und Ankündigungen zu den Zukunftsprojekten finden Sie auf der Wettbewerbsseite www.wettbewerb-naturstadt.de. Die Umsetzung aller Zukunftsprojekte erfolgt bis Ende 2022 und wird vom Bündnis fachlich begleitet. Zusätzlich sind im Rahmen des Projektes Informationsveranstaltungen vorgesehen.


Welches Ziel wird damit verfolgt?
Das Ziel der Veranstaltungsreihe besteht darin, Kommunen und regional ansässige Unternehmen über die Themen Naturnähe, Artenvielfalt und Biodiversität zu beraten, konkrete Maßnahmen verständlich vorzustellen und deren Umsetzung zu befördern.   

 
Sie haben eine Exkursion geplant, um Interessierten zu zeigen, wie das Projekt umgesetzt werden kann. Wo geht’s hin?
Das ist die erste Maßnahme einer Veranstaltungsreihe, die am Mittwoch, dem 15. September, mit einer Exkursion zum Thema Artenvielfalt auf dem Firmengelände zur KONOS-Papierfabrik nach Nossen beginnt. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren das Firmengelände in Hinblick auf Naturnähe, Artenvielfalt und Wohlfühlen der Mitarbeiter beispielhaft umgestaltet und stellt die einzelnen Elemente vor. Eine weitere Station der Exkursion wird die Besichtigung von Zukunftsbaumarten sein, welche in Hinblick auf den stattfindenden Klimawandel ausgewählt wurden. 9 Uhr finden wir uns am Treffpunkt KONOS GmbH, Fabrikstraße 8, in Nossen ein. Die Anreise erfolgt individuell. Von 9 Uhr bis 10.30 Uhr ist die Besichtigung geplant.


Was können Sie zu den Details dieser Exkursion sagen?
Uns erwartet in Hinblick auf Naturnähe, Artenvielfalt und Wohlfühlen der Mitarbeiter ein beispielhaft umgestaltetes Firmengelände. Die einzelnen Maßnahmen, wie Anlage naturnaher Blühflächen, Reaktivierung eines Brunnens, Entsiegelungen, Einbau wassergebundener Wegedecken und die Anlage einer Streuobstwiese werden vorgestellt. Von 11 bis 12.30 Uhr besichtigen wir eine Pflanzung von Zukunftsbäumen mit einer Vorstellung des zugrundeliegenden Konzepts. Zukunftsbäume sind in Hinblick des stattfindenden Klimawandels ausgewählte Baumarten, die sich durch eine hohe Trockenstresstoleranz und Hitzeresistenz, aber auch Frosthärte und insgesamt eine geringe Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten auszeichnen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Mittagessens. Die Mahlzeit ist bitte selbst zu bezahlen. Eine Anmeldung für die kostenfreie Veranstaltung ist erforderlich. Der Veranstalter behält sich die Vorgabe von Regeln nach dann geltender Corona-Verordnung vor. Das Programm zur Veranstaltung ist unter www.elbe-roeder.de/aktuelles zu finden.
Weitere Veranstaltungen zu vielfältigen Themen wie die Etablierung von artenreichen Blühflächen, Fassadenbegrünung, Regenwasserrückhaltung und einer insektenfreundlichen Beleuchtung sind für Anfang November und Anfang Dezember geplant.

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