Montag, 27. September 2021
Donnerstag, 9. September 2021

Bildungsarbeit läuft auf vollen Touren

Zeitzeugin Jana Mendes Bogas im Gespräch mit den Zwölftklässlern aus Rangsdorf.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau. Die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof kann sich nicht über eine mangelnde Nachfrage beschweren. In dieser Woche waren Schüler aus Brandenburg vor Ort.

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Das Schuljahr in Sachsen hat kaum begonnen und schon verzeichnet die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau wieder ein volles Haus: „Unsere Bildungsangebote stoßen auf große Resonanz“ , bestätigte  Bildungsreferentin Manuela Rummel. Dabei kommen die Nachfragen längst nicht nur aus dem Freistaat. So weilten in dieser Woche beispielsweise Zwölftklässler des Fontane-Gymnasiums aus Rangsdorf  in Torgau, um sich hier über die Geschichte der Einrichtung sowie die dunklen Seiten des Erziehungssystems der DDR ein Bild zu verschaffen. Nach drei Tagen intensiver Bildungsarbeit ging es für die Brandenburger am Donnerstag wieder zurück in die Heimat.

Eindrücklich bleiben den Abiturienten vor allem die Gespräche mit drei Zeitzeugen in Erinnerung. So erhielten die Jugendlichen am Dienstagnachmittag die Gelegenheit, in aller Ausführlichkeit mit Sonja Sprößig (Wittenberg), Alexander Müller Plauen) und Jana Mendes Bogas (Altenburg) über deren Erfahrungen in der dem Bildungsministerium der DDR unterstellten Einrichtung zu sprechen. So erläuterte beispielsweise Mendes Bogas, dass sie  mit 12 Jahren erste Heimerfahrungen gemacht habe und zwischen 1985 und 1986 gleich zwei Mal in Torgau eingesessen habe. Der Grund: rebellierendes verhalten. Davor und danach war sie in einem Spezialkinderheim in Langensalza untergebracht. Mit dem Abstand der Jahre, dennoch nicht minder beeindruckend schilderte sie den straff durchorganisierten, fast schon militärischen Alltag ihres Heimlebens, der kaum Platz für Persönliches bot. Kaum vorstellbar für Heranwachsende in der heutigen Zeit.

Die ungebrochene Nachfrage nach Bildungsangeboten führt derzeit noch immer zu dem Umstand, dass ein individueller Besuch der Gedenkstätte nur freitags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr möglich ist.

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