Sonntag, 5. Dezember 2021
Montag, 20. September 2021

Auszeichnung für Firma Hereford Elbweiderind 

Matthias Schneider (Bildmitte links ) nimmt die Auszeichnung entgegen. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Pülswerda. Das Unternehmen überzeugte  die Jury mit ihrem Engagement für  „Tiergerechte und umweltverträgliche Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren“. 

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Freudestrahlend konnte Matthias Schneider von der Firma Hereford Elbweiderind in Pülswerda gestern die Auszeichnung für „Tiergerechte und umweltverträgliche Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren“ in Empfang nehmen. Der Landeswettbewerb hatte zwar schon 2019/2020 stattgefunden. Aber wegen Corona ließ die Übergabe noch eine Weile auf sich warten. Für den freudigen Anlass ging es gestern Vormittag extra mit dem Kremser auf die Koppeln zur Herde. 

Dort lobten die Vertreter der Jury  die Arbeit von Matthias Schneider und dessen Team. Es sei gelungen, die Wirtschaftskette komplett zu schließen und die Tiere ganzheitlich zu vermarkten.  Die 50 bis 60 Hereford-Rinder stehen ganzjährig unter freiem Himmel. Von April bis Dezember beweiden die Tiere das Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz“ direkt an der Elbe. Drei Esel sorgen für die Wolfsabwehr. Die Kühe werden ab Mai von einem Deckbullen im Natursprung gedeckt, so dass die Abkalbungen im Folgejahr zwischen März und Mai erfolgen. Gefüttert wird neben Gras vor allem Heu und Stroh. Den Winter verbringen die Tiere auf einer befestigten Fläche ohne Dach mit Stroheinstreu, wo die Kühe und Färsen auch ihre Kälber zur Welt bringen. Die Schlachtung findet in Belgern statt, das Fleisch wird über eigene Läden und Bauernmärkte direkt vermarktet. Außerdem bietet das Unternehmen regelmäßig geführte Wanderungen zu den Herden an und führt Veranstaltungen zum Agrarmarketing für Landwirte durch“, so die Kommission in einer Zusammenfassung des Wettbewerbs. 

„Insgesamt hatten sich 19 Betriebe beworben, drei zogen aber dann ihre Bewerbung wegen der Pandemie wieder zurück“, erklärte Diana Henke, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Sächsischen Landesbauernverband. Ausgezeichnet wurde in drei Kategorien. Die Firma Hereford Elbweiderind überzeugte die Jury im Bereich Rindermast einschließlich Mutterkuhhaltung. Der Landeswettbewerb wird aller zwei Jahre durch den Sächsischen Landesbauernverband  im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) durchgeführt.

Die Bewerbungskommission bestand aus Vertretern des LfULG, der Sächsischen Tierseuchenkasse, des Landestierschutzverbandes Sachsen, des Genossenschaftsverbandes und des Sächsischen Landesbauernverbands. „Fachbezogene Kriterien bei der Bewertung sind unter anderem Tierbetreuung, Tiergesundheit, Hygiene und Seuchenprophylaxe, Stallklima, Bemessung sowie Anordnung der Funktionsbereiche, Dokumentation und Tierkennzeichnung sowie die Wirtschaftlichkeit“, sagte Diana Henke. Seit 1992 gibt es den Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Landwirtschaftsministers. Bislang haben sich insgesamt 377 landwirtschaftliche Unternehmen beteiligt.

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