Dienstag, 19. Oktober 2021
Montag, 27. September 2021

"Das Volk hat gewählt und bekommt nun das, was es wollte."

Rathaus Torgau.Foto: Thomas Manthey

Von Laura Krugenberg und Thomas Manthey

Torgau. Torgauer Stadträte äußern sich zum Wahlergebnis.

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Am Wohlsonntag hat sich Nordsachen entschieden - und zwar für René Bochmann. Zukünftig wird der AfD-Kandidat, der 27,8 Prozent der Erststimmen holte, den Landkreis im Bundestag vertreten. Ein Ergebnis, welches nicht jeden in Nordsachen zufrieden stellen dürfte. Die TZ hat bei einigen Torgauer Stadträten nachgefragt, was sie von dem vergangenen Sonntag und dem Wahlergebnis halten.  Auch bei Torgaus Oberbürgermeistern, Romina Barth, hat die TZ nachgefragt. Diese war jedoch weder persönlich noch über ihre Pressesprecherin zu erreichen.

 

Claus Höfner ?(FWG): Auf Bundesebene ist ein Ergebnis mit ich gerechnet habe – alles sehr eng beieinander. Ich hoffe, dass die Koalitionsverhandlungen nicht ins Leere laufen, damit uns eine Neuwahl erspart bleibt. Das Wahlergebnis in Sachen und Nordsachen find ich sehr bedenklich. Es war zwar damit zu rechnen, die Stimmung vieler Wähler hatte sich schon im Vorfeld der Wahl abgezeichnet, trotzdem aus meiner Sicht kein wünschenswerter Ausgang. Ich persönlich kann dem Wahlprogramm der AfD nichts abgewinnen. Deshalb bin ich froh, und das muss auch erwähnt werden, dass über 70 Prozent der Nordsachen eben nicht blau gewählt haben. 

 

Michael Bagusat-Sehrt ?(Die Linke): Das Volk hat gewählt und bekommt nun das, was es wollte. Für mich war vor allem das Ergebnis in Sachsen und natürlich das für unseren Landkreis erschreckend. Es zeigt uns, als Partei, aber auch, dass wir unsere Inhalte und Themensetzung stark überdenken müssen. Trotzdem schockiert es mich, dass die AfD, mit ihren Themen, doch so viel Zustimmung in Nordsachen erhalten hat. Vor allem nach dem Wahltalk in Torgau hätte ich nicht damit gerechnet, dass Herr Bochmann die Wahl für sich entscheidet. Neben unseren Kandidaten, Philipp Rubach, haben mich besonders Herr Kleinke und Herr Richter stark beeindruckt, weshalb ich diese weit vor dem Herr Bochmann gesehen habe. 

Axel Klobe ?(FWG): Aus meiner Sicht die gute Nachricht: die Wahlbeteiligung war erfreulich hoch und lag sogar noch über den Werten von vor vier Jahren. Betrachte ich das sächsische Abstimmverhalten, ist es der bisherigen Koalition leider nicht gelungen, trotz eindeutiger Signale auch schon vor der letzten Wahl, genügend auf lokale Sorgen und lokalen Bedarf einzugehen. Ich hoffe jetzt darauf, dass ein Umdenken und Handeln erfolgt und nicht wieder alle Sachsen oder gar Ostdeutsche in die rechte Ecke gestellt werden! Das ist zwar schön einfach und medial vielleicht auch ein schneller Quotenbringer, die Folgen reichen jedoch über die Farbgebung des Wahlergebnisdiagramms hinaus. Dass die beiden großen Volksparteien im Ergebnis eng beieinander liegen würden war bereits absehbar. Wie schwierig jetzt eine Regierungsbildung werden wird, haben wir nach der letzten Wahl auch schon erleben dürfen. Diesmal noch unter dem besonderen Aspekt des verbesserten Ergebnisses der SPD, was den Prozess noch komplexer gestalten dürfte. Mein Appell nach Berlin: Jetzt bitte keine Postenverteilungskämpfe, dafür eine klare Auswertung und Ist-Zustandsbewertung und dann eine Politik, die nicht nur in Sachsen einer größeren Zahl von Menschen Perspektiven bietet.

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