Freitag, 22. Oktober 2021
Dienstag, 28. September 2021

Ärztemangel sorgt für Krisensitzung

Grafik: Torgauer Aerztenetz e.V.

Von unserer Redakteurin Laura Krugenberg

Torgau. Torgauer Ärztenetz wird aktiv, nachdem sich der Ärztemangel in der Region weiter verschärft. Die Aussichten auf eine mittelfristige Lösung des Problems bleiben trotzdem schlecht.

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Vor wenigen Wochen berichtete die TZ über den sich verschärfenden Ärztemangel in Torgau. Derzeit suchen viele Bürger der Region vergeblich nach einem Haus- und Kinderarzt. Ein Thema, welches bereits den Stadtrat, sowie die KV Sachsen beschäftigt. Nun lädt der Torgauer Ärztenetz e.V. zur Krisensitzung. 

Ärzte über Belastungsgrenze 

Zum Monatesende hin verstärkt sich das Problem zusätzlich durch die Schließung der Praxis von Frau und Herr Dr. Thomalla, die ab Oktober für gesetzliche Krankenversicherte nicht mehr zu Verfügung stehen werden. Dies hat laut dem Torgauer Ärztenetz e.V. zur Folge, dass mehrere tausend Kassenpatienten auf einen neuen Hausarzt angewiesen sind. Für die verbleibenden Torgauer Hausärzte bedeutet das, dass diese 50 Prozent mehr Patienten behandeln müssen und das, obwohl die meisten bereits weit über ihre Belastungsgrenze hinaus arbeiten. Zur Verzweiflung vieler suchender Patienten bleibt den Hausarztpraxen nichts anderes übrig als einen Aufnahmestopp zu verhängen, um die Qualität der Versorgung nicht einzuschränken. Aus diesem Grund treffen sich am Mittwoch, dem 29. September, die Ärzte des Torgauer Ärztenetzes mit dem Torgauer Krankenhaus, sowie politischen Vertretern, um in einer Krisensitzung eine mittelfristige Lösung der bestehenden ärztlichen Unterversorgung zu finden. Welche Lösungsansätze in die Runde eingebracht werden, wollte man im Vorfeld nicht preisgeben. 

Vor allem Kinder betroffen 

Neben der hausärztlichen Unterversorgung in der Region soll auch der Mangel an Kinderärzten thematisiert werden. Laut dem Ärztenetz werden, neben den 13 freien Hausarztstellen in der Region Torgau, ab Oktober auch zwei von drei Kinderarztstellen nicht besetz sein. „Trotz der hohen Belastung durch hinzukommende Erwachsene, bemühen sich die verbliebenen Hausärzte kurzfristig eine Akutversorgung der Kinder zu gewährleisten”, heißt es von Seiten des Ärztenetz. Patienten sollten jedoch beachten, dass zeitliche aufwändige Vorsorgeleistungen, wie die U-Untersuchungen, und Impfungen mit jeder Praxis individuell abgesprochen werden müssen. Trotz aller Bemühungen befürchtet man jedoch, dass sich die bestehende Unterversorgung langfristig nur unter Beteiligung der Politik, der Kassenärztlichen Vereinigung und der ansässigen Ärzte ändern wird.

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