Dienstag, 19. Oktober 2021
Mittwoch, 6. Oktober 2021

Großwigs Jugendfeuerwehr gibt es seit 25 Jahren

25 Jahre Jugendfeuerwehr Großwig

von unserer Redakteurin Bärbel Schumann

Großwig. 17 junge Leute gehören derzeit der Jugendfeuerwehr in Großwig an. Sirko Bordel leitet sie. Kontinuierlich kommt von hier seit 25 Jahren Nachwuchs für die Ortswehr.

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In Großwig haben 17 Kinder und Jugendliche ihren Geburtstag an einem Tag gemeinsam gefeiert. Nein, es ist, wie mancher denken vermag, nicht der Tag ihrer eigenen Geburt, sondern das Jubiläum ihrer Jugendfeuerwehr. Die wurde vor 25 Jahren gegründet. 

Ortsfeuerwehrleiter Andreas Schran ist mächtig stolz auf den Großwiger Feuerwehrnachwuchs und seinen Jugendwart Sirko Bordel. Immerhin machen die derzeit fast ein Drittel der rund 60 Ortsfeuerwehrmitglieder aus.  „Wenn man die Namen unserer 29 aktiven Einsatzkräfte betrachtet, dann haben einige ihren Weg bei der Feuerwehr in der Jugendfeuerwehr begonnen. Auch aus der ersten Jugendwehr vor 25 Jahren arbeiten noch Kameraden mit “, erklärt der Ortswehrleiter. 

Seit 2005 leitet Sirko Bordel die Jugendwehr. Zuvor hatte der Großwiger den Lehrgang für Jugendwarte erfolgreich besucht. „Als ich dann anschließend die Jugendwehr übernahm, gehörten ihr so um die 6,7 Kinder und Jugendliche an“, erinnert sich der 44-jährige Maurer an seine Anfänge. Stetig sei dann die Mitgliederzahl gewachsen. Heute gehören 17 Kinder und Jugendliche dazu. 

Mindestens zwei Mal im Monat treffen sich alle am Wochenende, um sich mit Theorie und praktischen Übungen zu beschäftigen. Unter dem Großwiger Gutshaus befindet sich der Jugendraum, der dann zum Treffpunkt wird. Doch beides reiche nicht aus, so der Jugendwart, um alle bei der Stange zu halten oder neue Mitglieder zu gewinnen.  „Ich versuche deshalb eine gesunde Mischung an Angeboten zu machen. Der Spaß und die Freude dürfen dabei bei den jungen Leuten zu den Gruppennachmittagen nicht zu kurz kommen“, erklärt Sirko Brodel. Gemeinsames Spielen, vor Weihnachten das gemeinsame Backen von Plätzchen, das jährliche Zeltlager, Ausflüge sind Dinge, die auf der einen Seite das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Kameradschaft fördern, auf der anderen Seite dafür sorgen, dass man Stärken und Schwächen der anderen kennenlernt, um als Team erfolgreich zu agieren. 

Vor allem im Sommer steht regelmäßiges Wettkampftraining auf dem Programm. Schließlich soll jeder Handgriff beispielsweise bei einer gemischten Staffel sitzen, wenn die Großwiger Jugendwehr bei Wettkämpfen des Kreisfeuerwehrverbandes Torgau-Oschatz an den Start geht. Dass sie dabei auch erfolgreich ist, macht alle stolz. Den bisher größten Erfolg verzeichnete die Jugendwehr  2018, als die Großwiger den Kreismeistertitel samt dazugehörigen großen Pokal in die Gemeinde Dreiheide holten. Der stets blank geputzte Pokal im Jugendraum ist Erinnerung und Ansporn für alle zugleich. 

Jugendwart Sirko Bordel und Ortswehrleiter Andreas Schran freuen sich immer wieder, wenn aus Mitglieder der Jugendwehr aktive Feuerwehrleute werden. Aber das sei immer wieder schwierig, weil ab dem 16. Lebensjahr viele eine Ausbildung auswärts beginnen oder später auch zum Studium gehen. „Und danach ziehen viele weg, gründen Familien. Da sind viele dann einfach weg. Schade. Aber wir sind trotzdem zufrieden und glücklich, dass wir immer wieder durch die Jugendfeuerwehr neue Mitglieder bekommen“, so Schran anerkennend am Wochenende vor Kameraden und Einwohnern auf der Geburtstagsfeier mit Schauvorführungen zwischen Gutshof und Feuerwehrhaus. Das sei ein großer Verdienst des Jugendwartes. Lob, das Sirko Bordel freut und auch ein Anreiz für den Maurer ist, sein Ehrenamt weiterhin mit viel Leidenschaft auszuführen. Mit den Zwillingen Janine und Josephine Thomas haben zudem bereits zwei seiner Familienmitglieder den Sprung von der Jugendwehr in die Ortsfeuerwehr geschafft. Mit Sohn Lennard (11) könne in einigen Jahren noch jemand folgen. 

„Die Arbeit mit den jungen Leuten macht mir Spaß, sie ist eine schöne Erfüllung. Mich macht das stolz, wenn ich Kinder für die Feuerwehr begeistern kann und sie später den Weg in die aktive Wehr nehmen“, fasst der Jugendwart zusammen, was ihn in seinem Ehrenamt antreibt. Freude bereite auch, wie andere Kameraden oder die Eltern der Mitglieder der Jugendwehr die Nachwuchsarbeit bei der Feuerwehr unterstützen. Zur Jubiläumsveranstaltung mit dem Dorf durfte deshalb auch jede Menge Geburtstagskuchen nicht fehlen. Den Verkaufserlös bekam die Jugendwehr für ihre Arbeit gespendet. Und Dreiheides Bürgermeisterin Karsta Niejaki steuerte ebenso einige Euros als Anerkennung bei.

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